Europapolitik beim Förderkreis

Jean Asselborn, Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten und Minister für Immigration und Asyl von Luxemburg sowie prononcierter Europapolitiker, war Ende Oktober in Innsbruck Gast des Förderkreises im Rahmen der für Förderinnen und Förderer exklusiv zugänglichen Veranstaltungsreihe „Zeit für 1669“.

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Zeit für 1669_Jean Asselborn_einzel

Der am längsten von allen amtsführende europäische Außenminister eröffnete den Anwesenden im Rahmen eines Privatissimum einen Blick hinter die Kulissen der Europapolitik und referierte zum Thema: „Jahrhundertereignis oder Peanuts: Wohin steuert Europa nach Brexit und Flüchtlingskrise?“

 Asselborn streifte bei seinen Ausführungen in einer Tour d´Horizon viele aktuelle und brennende Themen Europas und beantwortete die entsprechenden Fragen der UnterstützerInnen  des Förderkreises. Er zeigte sich in seinen Ausführungen besorgt über den Verlust der Solidarität unter den Mitgliedstaaten der Union, der sich unter anderem beim Umgang mit den Flüchtlingen oder aber bei der Entscheidung rund um den Brexit gezeigt hat. Asselborn betonte, dass der europäische Gedanke mehr sei, als die Summe der Einzelinteressen der Mitgliedstaaten oder deren Regionen. Ihm sei aber auch bewusst, dass es innerhalb der EU Reformbedarf gebe. Vieles hänge nun daran, wie eine künftige neue deutsche Regierung in Richtung EU handeln werde und in wieweit die Vorschläge von Emmanuel Macron oder Jean-Claude Juncker dort auf fruchtbaren Boden fielen.

Im Rahmen des Formates "Zeit für 1669" werden verdiente Persönlichkeiten eingeladen, über Politik und Gesellschaft sowie Fragen der Zeit zu sprechen. Einmal jährlich werden in einem kleinen exklusiven Kreis aktuelle Themen diskutiert und unterschiedliche Sichtweisen beleuchtet.

 

Jean Asselborn_23.10.2017


Nahmen sich Zeit für 1669: Botschafter Marc Ungeheuer, Honorarkonsul Armand Hausmann, Minister Jean Asselborn,         Rektor Tilmann Märk und Ehrensenatorin Sabina Kasslatter Mur (v.l.n.r.).