Achse 3 - schafft Räume
DAS VISUALISIERUNGSLABOR DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK - Visual Interaction Labs 1669

Tatsächlich anfassen kann man zwar keine der 24 Marmortafeln, die das leere Grabmal von Kaiser Maximilian I. in der Innsbrucker Hofkirche schmücken, aber das Erlebnis ist dennoch faszinierend: Im Visualisierungslabor der Universität Innsbruck zeigt Univ.-Prof. Klaus Hanke, Leiter des Arbeitsbereichs Vermessung und Geoinformation, den ZuseherInnen eine vollständige 3D-Visualisierung des Kenotaphen Maximilians.

VisLab 1

Eintauchen in virtuelle Welten: Gesamtansicht des Grabmals. (credit: UIBK)

Im November 2018 eröffneten Visualisierungslabor ist es erstmals technisch möglich, die Projektergebnisse als Ganzes zu betrachten. Das Visualisierungslabor ermöglicht bis zu 30 Personen gleichzeitig das Ansehen von 2D und 3D Inhalten auf einer 3,1 mal 1,7 Meter großen Videowand. Es verfügt über eine voll integrierte Virtual Reality-VR-Installation, die in Kombination mit einer hochaufgelösten VR-Brille einer zusätzlichen Nutzerin eine virtuelle Erfahrung ersten Ranges bietet.

Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben mit großen Datenmengen zu tun, wobei man diese Zahlenkolonnen nicht einfach so anschauen könne, weiß Univ.-Prof. Alexander Ostermann, Leiter des Forschungsschwerpunktes Scientific Computing und Hauptinitiator des Visualisierungslabors. Dementsprechend groß ist das Interesse unterschiedlichster Fachrichtungen am Visualisierungslabor.
In der Lehre sieht Prof. Ostermann ein weiteres Haupteinsatzgebiet. „Zukünftige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erwarten sich von Absolventinnen und Absolventen mathematischer, technischer und naturwissenschaftlicher Fächer eine State-of-the-art-Ausbildung. Dazu wird das Visualisierungslabor unserer Universität in Zukunft einen Beitrag leisten.“

VisLab 2credit: UIBK

Zahlreiche Mitglieder des Forschungsschwerpunktes der Universität Scientific Computing sowie das Rektorat haben sich finanziell an der Realisierung beteiligt, ein großer Betrag wurde dabei vom Förderkreis 1669 – Wissenschafft Gesellschaft gespendet.
„Damit konnten wir das modernste Visualisierungslabor Westösterreichs einrichten“, freut sich Prof. Ostermann mit Abteilungsleiterin des Zentralen Informatikdienstes der Universität, Sabine Kreidl. Profitieren sollen davon im Übrigen nicht nur Forschende, auch Studierende und die interessierte Bevölkerung sollen es nutzen können.

 VisLab 3credit: UIBK

„Wissenschaftliche Daten sind häufig unvorstellbar viele Zahlen. Man muss sie visualisieren, um sie analysieren und diskutieren zu können.” Univ.-Prof. Alexander Ostermann

 


 

 

 

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