Achse 2 – wirkt nach innen
SPRÜHENDE IDEEN - Prototypenentwicklung

Der Förderkreis 1669 – Wissenschafft Gesellschaft unterstützte im Studienjahr 2017/18 die Entwicklung von vier Prototypen, aus den Bereichen Elektronik, Wasserbau und Zoologie.

So wird zum Beispiel die Entwicklung einer völlig neuen Mückenabwehr gefördert, die Thorsten Schwerte vom Institut für Zoologie erarbeitet: Blutsaugende Insekten zählen zu den gefährlichsten Krankheitsüberträgern auf der Erde. Der Zoologe arbeitete an einem System, das mit Hilfe von dynamischen Lichtmustern Mücken vertreiben soll.

Schwimmende Plattformen wollen Markus Aufleger, Robert Klar und Bernd Steidl vom Institut für Wasserbau als zukünftige Energiespeicher etablieren. Die von der Universität Innsbruck patentierte Idee ist recht simpel: Durch das Fluten einer großen, schweren und im Wasser schwimmenden Plattform wird eine stromerzeugende Turbine betrieben.

Prototyp 1

Blick in die Zukunft: Blasenförmige Energiespeicher versorgen eine im Wasser schwimmende Stadt mit elektrischem Strom. (credit: UIBK)

Georg Saxl vom Institut für Mechatronik möchte Gebäude mit ihren digitalen Zwillingen elektronisch verknüpfen. Als Grundlage dienen ihm dazu in Innsbruck entwickelte Mikrochips, die über eine Funkschnittstelle kommunizieren und ohne Batterie betrieben werden können. „Der große Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die Schaltungen vollständig wartungsfrei sind“, erläutert Georg Saxl. „Die Chips machen die einzelnen Elemente im Gebäude nicht nur identifizierbar, sondern können über Sensoren auch Daten über Helligkeit oder Feuchtigkeit liefern.“ Konkret erproben will Saxl die Technologie nun in der Gebäudedämmung.

Bei Messungen im Labor können schwache analoge Signale mit Hilfe von Diskriminatoren digitalisiert werden. So lassen sie sich leichter weiterverarbeiten. Die am Markt erhältlichen Geräte sind Alleskönner und deshalb entsprechend komplex und teuer. Benedikt Pressl vom Institut für Experimentalphysik hat nun einen Diskriminator entwickelt, der genau die Aufgaben erfüllt, für die er im Labor benötigt wird. Mit dieser Reduktion auf das Wesentliche können Preis und Komplexität enorm gesenkt werden.


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