Graf Chotek Hochschulpreis der Tiroler Sparkasse 2013

Zweck

Als Ausdruck des Interesses an der wirtschaftlichen Entwicklung Tirols und in der Tradition ihrer Nachwuchs-förderung stiftet die Tiroler Sparkasse Bankaktiengesellschaft Innsbruck einen Hochschulpreis. Dieser Preis wird in Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFUI) und dem Management Center Innsbruck (MCI) alle zwei Jahre vergeben.


Teilnehmerkreis

Der Preis wird für Diplom- und Masterarbeiten, die mit „Sehr Gut“ beurteilt wurden, vergeben. Der Verfasser muss das entsprechende Studium an der LFUI oder am MCI zum Zeitpunkt der Einreichung erfolgreich ab-geschlossen haben.


Thematische Abgrenzung

Der Preis richtet sich an Arbeiten, die sich mit aktuellen Themen und Problemstellungen aus den Be­rei­chen Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft oder Sozial­wissen­schaft befassen. Die Jury kann darüber hinaus auch Arbeiten aus anderen Studienrichtungen prämie­ren, beispielsweise aus dem Bereich der Geistes­wissen­schaften oder der Technik, sofern ein betriebs- oder volks­wirtschaftlicher Bezug gegeben ist.


Die Kriterien für die Vergabe des Preises sind

  • Praxisbezug
  • wissenschaftliche Qualität


Dotierung und Sonderpreise

Der Graf Chotek Hochschulpreis ist mit EUR 2.000,– dotiert.

Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei Sonderpreise für herausragende Ergebnisse aus folgenden Themenfeldern vergeben:

  • Nachhaltigkeit
  • Innovation
  • KMU
  • Soziales
  • Tirol
  • Europa

Die Sonderpreise sind mit je EUR 1.000,– dotiert. Die Gesamtdotation beträgt somit bis zu EUR 5.000,–.

 

Auslobung und Einreichung

LFUI und MCI informieren alle Verfasser von Arbeiten, welche die in den Punkten 1 bis 3 angeführten Kriterien erfüllen und deren Benotung zwischen 01.10.2010 und 30.09.2012 erfolgte.

Die Arbeiten sind bis 16. Dezember 2012 durch den Verfasser mit Beilage folgender Unterlagen einzureichen:

  • Diplom-/Masterarbeit als PDF-Datei
  • Executive Summary (400 – 450 Wörter) als Word- oder offene PDF-Datei
  • Lebenslauf als Word- oder offene PDF-Datei
  • Portraitfoto als JPG oder in der PDF-Datei


Einreichungen per E-Mail an chotek@tirolersparkasse.at
Ansprechpartner: Barbara Kranebitter, Tel. 05 0100 - 70512

 

Jury / Entscheidungsfindung

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Fachjury bestehend aus Vertretern der LFUI, des MCI und der Tiroler Sparkasse. Die Jury entscheidet mit einfacher Mehrheit unter Ausschluss des Rechtsweges.

 

Prämierung

Die Prämierung erfolgt zu Beginn des Sommer­semesters 2013 im Rahmen einer feierlichen Preisübergabe in der Tiroler Sparkasse.

 

Veröffentlichung / Executive Summary

Die Executive Summarys der für den Preis nominierten Arbeiten werden durch die Tiroler Sparkasse in einer Broschüre veröffentlicht. Hiervon ausgenommen sind gesperrte Arbeiten. Mit dem Einreichen stimmen die Verfasser dieser Veröffentlichung zu.

Weiters präsentieren die Preisträger auf Wunsch der Tiroler Sparkasse ihre Arbeiten im Rahmen eines öffentlichen Vortrags.


Universität InnsbruckManagement Center Innsbruck (MCI)Tiroler Sparkasse

 


Karl Graf Chotek (1783 – 1868)

Karl Graf ChotekNach seinem Studium bereiste der junge Karl Graf Chotek Frankreich und Italien und begann dann eine außerordentlich erfolgreiche Karriere als Verwaltungsbeamter der österreichischen Monarchie. Er bewies sich zunächst als Statthalter in Triest, dann in Venedig sowie in Neapel und machte vor allem durch sein besonderes Interesse für wirtschaftliche Fragen von sich reden.

In seiner Zeit als Landes-gouverneur von Tirol gründete Chotek gemeinsam mit dem Innsbrucker Bürgermeister Felix Riccabona 1822 die Sparkasse zu Innsbruck, die heutige Tiroler Sparkasse. Er griff damit den aus West-europa kommenden Sparkassengedanken auf, der vor allem durch den Zusammenklang von humanitären und wirtschaftlichen Zielen die Probleme in der Übergangsphase zur Industriegesellschaft bedachte.

Nach seiner Zeit in Tirol erhielt er die Gelegenheit, sich direkt im Zentrum der Monarchie, in Wien, zu betätigen. Schließlich brachte er als Statthalter frischen Wind in das damals etwas verschlafene Prag. Mit viel Elan und starker Willenskraft ging er die Umgestaltung des Landes zu einem modernen Industrieland an. Um die Wirtschaft zu beleben baute er Straßen und Brücken, die Pferdeeisenbahn von Budweis nach Linz, die ersten Dampferverbindungen auf Moldau und Elbe, organisierte Industrieausstellungen und den ersten regel-mäßigen Postverkehr, installierte die ersten Straßenbeleuchtungen und ließ Städte mit Kanalisationssystemen ausstatten, gründete Waisenhäuser und organisierte Hilfe für arme Mitmenschen.

Chotek bewies sich als fähiger Organisator, engagierter und ehrlicher Politiker, der seine Hauptaufgabe in der Vertretung öffentlicher Interessen sah. Er war ein Mensch, der hohe moralische Ansprüche an sich selbst und die anderen stellte. Eine Ironie des Schicksals war es, dass er wegen seiner Erfolge und großen Beliebtheit von anderen, weniger fähigen oder erfolgreichen Zeitgenossen beneidet wurde und am Ende seiner Laufbahn, sechzigjährig, zum Rücktritt gezwungen und zwangs-pensioniert wurde. 1843 verließ er Prag und verbrachte die letzten Lebensjahre bis zu seinem Tode im Jahre 1868 im Elbtal im Böhmischen Mittelgebirge.