AK-Wissenschaftspreis 2013

Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich schreibt zum 30. Mal den AK-Wissenschaftspreis aus. Das Preisgeld beträgt insgesamt € 9.000,-- und wird auf drei Preisträger/-innen aufgeteilt. Über die Vergabe und Höhe des jeweiligen Preisgeldes entscheidet die Jury.

Dieser Preis wird für 2012 bzw. 2013 fertig gestellte wissenschaftliche Arbeiten, die der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer/-innen dienen, vergeben und ist folgendem Thema gewidmet:

Poleposition oder Schlusslicht beim Start ins Berufsleben?

Der Einstieg in die Arbeitswelt ist die Grundlage einer erfolgreichen Integration in die Erwachsenengesellschaft. Dieser Einstieg wird unsicherer und schwieriger. Die Chancen dazu sind sehr ungleich verteilt. Es mangelt an Perspektiven. In unserer älter werdenden Gesellschaft benötigen wir dringend alle Begabungen und Potenziale Jugendlicher. Für die AK ist die Sicherung von Lebens - perspektiven junger Menschen ein wichtiges Anliegen. Dazu lassen sich beispielhaft folgende Themenbereiche und Fragestellungen formulieren.

  • Welche Auswirkungen haben Veränderungen wirtschaftlich-technologischer, gesellschaftlicher und demografischer Rahmenbedingungen? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab und welche Herausforderungen kommen auf den Wohlfahrtsstaat oder das Bildungswesen zu?
  • Zugangsbarrieren, die Vorbereitungen zur Berufswahl, die Erwartungshaltungen von Seiten der Betriebe an die Jugend, das Angebot an Arbeitsplätzen und Arbeitsverhältnissen (Generation Praktikum, Diskriminierung), die Qualität der Ausbildung, erfordern Rahmenbedingungen, um Jugendlichen einen erfolgreichen Einstieg zu ermöglichen.
  • Vorgaben von Seiten der Erwachsenengesellschaft und Vorstellungen und Erwartungen der Jugendlichen unterscheiden sich oft gravierend. Welche Erwartungen bestehen an die Zukunft, an die Gesellschaft? Welche Vorstellungen von Arbeit, Familie, Freizeit sind wichtig?
  • Work-Life-Balance und die Auswirkungen des Berufes auf das Privatleben der Jugendlichen.
  • Die soziale Stellung Jugendlicher im Betrieb, der Umgang mit ihnen, die Arbeitsbedingungen bzw. –anforderungen, Arbeitszufriedenheit, Aufstiegschancen, aber auch Sorge um Arbeitsplatz üben Einfluss auf junge Menschen aus.
  • Haben Jugendliche ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der eigenen Arbeitszeit bzw. –bedingungen im Betrieb? Wie steht es um die Beteiligung an der Demokratie in Gesellschaft/ Betrieb?
  • Jugendliche, die beim Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben scheitern, brauchen Unterstützung. Was ist erforderlich, um diesen Jugendlichen eine Perspektive zu verschaffen? Wie geht es Jugendlichen mit „Brüchen“ am Beginn der Erwerbskarriere.
  • Welche Erwartungen haben Jugendliche an die Arbeiterkammer und die Gewerkschaften? Welche Angebote von AK und Gewerkschaften sind wichtig?

Die detaillierte Beschreibung der Forschungsfrage und
möglicher Themenstellungen findet sich auf www.arbeiterkammer.com.

   
Mit Ihren wissenschaftlichen Arbeiten zu Rechtsfragen, wirtschaftlichen, sozialen, bildungspolitischen, gesellschaftspolitischen oder historischen Aspekten zu Chancen Jugendlicher erwarten wir Beiträge zur öffentlichen Diskussion und innovative Lösungsansätze im Sinne der Grundhaltung der Arbeiterkammer.


Preisvergabe und Voraussetzungen der Einreichung

Kriterien der Preisvergabe

  • die Übereinstimmung mit den Zielsetzungen des Preises, der ausgeschriebenen Forschungsfrage, und die Bezugnahme auf österreichische Verhältnisse,
  • die Übereinstimmung mit der Grundhaltung der Arbeiterkammer,
  • die wissenschaftliche Qualität,
  • der praktische Wert für die Tätigkeit der Interessenvertretungen der Arbeitnehmer/-innen.

Teilnahmeberechtigte

Der Wissenschaftspreis richtet sich an junge Wissenschafter/-innen. Für Professoren/-innen an Universitäten und Fachhochschulen ist eine Bewerbung nicht möglich. Bachelorarbeiten sind nicht zugelassen. Ausgeschlossen sind über Forschungsaufträge finanzierte Arbeiten. Die Einreichung von geförderten Arbeiten ist zulässig. Sollte der Preis einer von der Arbeiterkammer (Länderkammern, Bundesarbeitskammer) bereits geförderten Arbeit zugesprochen werden, wird der dabei erhaltene Betrag auf das Preisgeld angerechnet. Die nochmalige Bewerbung eines Preisträgers / einer Preisträgerin ist nicht möglich. Für Mitarbeiter/-innen von Arbeiterkammern ist eine Beteiligung nicht zulässig.

Vergabe, Bewerbungsfrist und einzureichende Unterlagen

Die Vergabe des Preises wird durch eine von der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich bestellte Jury vorgenommen. Die Entscheidung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Bewerbungen sind bis 31. Mai 2013 bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Abteilung Wissenschafts- und Forschungsmanagement, Volksgartenstr. 40, 4020 Linz, einzureichen.

Folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • Bewerbungsschreiben,
  • Lebenslauf,
  • die Arbeit und eine Kurzfassungder Arbeit (3 bis 5 Seiten) in gedruckter Ausfertigung und in digitaler Form

Bei der Einreichung ist anzugeben, ob die Arbeit bereits veröffentlicht bzw. gefördert wurde oder ob sie für eine Förderung bzw. für die Vergabe eines Preises eingereicht wurde. Die Arbeiten können in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein.

Dr. Josef Moser, AK-Direktor
MBA Dr. Johann Kalliauer, AK-Präsident


Kontakt

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
Abteilung Wissenschafts- und Forschungsmanagement
Volksgartenstraße 40, 4020 Linz, Telefon 0732/6906-3381
E-Mail: wfm@akooe.at, www.arbeiterkammer.com