Forschungsfeld Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Was sind wir?

 

Was sind wir?

Wir sind eine wissenschaftliche Kleingruppe an der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik der Universität Innsbruck, die aus zwei habilitierten Mitarbeitern besteht, die historische Prozesse durch eine wirtschaftliche Brille betrachten (und ökonomische Prozesse durch eine geschichtliche Brille). Mit uns assoziiert sind derzeit drei Dissertanten aus dem Fach Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie verschiedene Studierende mit Abschlussarbeiten in verschiedenen Stadien, dazu kommen zahlreiche Kooperationspartner in Forschung und Lehre.

Zur besseren Identifikation und als Markenzeichen bezeichnen wir uns als "Forschungsfeld". Als solches gehören wir dem Cluster "Weltordnung und Extreme" des  Forschungsbereichs "Politik - Religion - Kunst" im Forschungsschwerpunkt "Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte" der Universität Innsbruck an und bilden den Arbeitsbereich "Geschichte der Globalisierung" des Forschungszentrums "Empirical Economics, Econometrics and Statistics" der Universität Innsbruck.

Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Katastrophengeschichte (Josef Nussbaumer) und Globalisierungsgeschichte (Andreas Exenberger), sowie in einer diese Felder übergreifenden Gewaltgeschichte und Armutsgeschichte (mit Spezialgebiet Hunger) und - als Kontrast dazu - in Regionalgeschichte, wobei Geschichte stets über aktuelle Bezüge erschlossen und vor allem über ihre Wirkungen in die Gegenwart und Zukunft untersucht wird.

Trotz unserer Verankerung an der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik (wir gehören beide dem Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte an) verstehen wir unsere Aufgabe interdisziplinär im Sinne einer breit verstandenen Sozialwissenschaft und verfügen daher über einen ebenso ökonomischen wie historischen und politikwissenschaftlichen Hintergrund. Daher kooperieren wir auch über die Disziplinengrenzen hinweg mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen (Alte Geschichte, Zeitgeschichte, Politikwissenschaft, Theologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Philosophie, Ethik).

Unser Hauptbestreben ist dabei die Grundlagenforschung für Ökonomie, Politologie, Soziologie und andere Wissenschaften. Damit möchten wir einen Beitrag zur konkreten Problemlösung und Prävention (z.B. von Marginalisierung, Hunger, Genozid) in Wirtschaft und Gesellschaft leisten und verstehen daher Geschichte als Zukunftswissenschaft.