Tunnel Strengen
 

Tunnel Strengen


Das Bild zeigt die zur Sicherung des Ausbruchs erforderlichen Spritzbetonarbeiten im Tunnel Strengen. Im Zuge der vom Institut für Baubetrieb, Bauwirtschaft und Baumanagement angebotenen Vorlesung aus Baubetrieb im Tunnelbau wurde eine Exkursion mit den Studierenden zur Baustelle des Strengener Tunnels durchgeführt, wobei wertvolle Eindrücke aus der Tunnelbaupraxis gewonnen werden konnten. Der Abschnitt Pians – Flirsch ist das letzte Teilstück der S 16 Arlberg Schnellstraße zwischen Zams und Dalaas West (51,8 km), welches noch nicht als Schnellstraße ausgebaut ist. Um diese Lücke zu schließen, wird ein zweiröhriger Tunnel errichtet, wobei die Nordröhre eine Länge von 5.775 m hat und die Südröhre 5.851 m lang ist. Die beiden Röhren haben einen Abstand von rund 50 m. Die Überlagerung des Tunnels hat eine Mächtigkeit von rund 600 m. Der Tunnelvortrieb erfolgt nach der vielfach bewährten „Neuen Österreichischen Tunnelbauweise“ (NÖT). Die Gesamtkosten für das Projekt des Tunnels Strengen liegen bei ca. 247 Mio. Euro. Die Verkehrsfreigabe soll im Juni 2006 erfolgen.Am Institut für Baubetrieb, Bauwirtschaft und Baumanagement wird schon seit einigen Jahren der Baubetrieb im Tunnelbau sowohl in der Lehre als auch in der Forschung als Schwerpunktthema behandelt. Derzeit ist ein Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) in Arbeit: „Entwurfsrichtlinie: Kontinuierlicher Vortrieb von Verkehrstunneln mit Tunnelvortriebsmaschinen“. Beim Tunnel Strengen ist Prof. Schneider als tunnelbautechnischer Sachverständiger gem. ÖNORM B2203 tätig. Durch die ausführende ARGE und die ÖBA werden die wichtigsten Vortriebsdaten (Deformationsmessungen, Ausbaufestlegungen, etc.) laufend bereitgestellt und am Institut beurteilt. Bei größeren Problemen werden vor Ort gemeinsam mit Auftraggeber und Auftragnehmer wichtige Entscheidungen getroffen.