Funken ohne Batterie


funken-ohne-batterie
Mehr Infos unter: www.cryptolink.at

Ein Feuchtigkeitsmelder hier, ein Temperatursensor dort – im Smart Home kommunizieren Fenster, Rollos, Heizung und Lüftung miteinander, werden ständig Daten abgefragt und weitergegeben. Einen effizienteren Energieeinsatz soll das intelligente Zuhause bewirken, nur: All die Sensoren benötigen Energie, beziehen diese via Batterie. „Aus ökonomischer und ökologischer Sicht macht das keinen Sinn“, betont Thomas Ußmüller, Professor für Mikroelektronik und implantierbare Systeme am Institut für Mechatronik. Seine Vision, die er mit den Unternehmen inndata Datentechnik und Riegler Elektronik in die Realität umsetzen will: „Wir wollen ein Funksystem entwickeln, das mit batterielosen Sensoren kommuniziert.“ Und inndata-Chef Otto Handle ergänzt: „Das Problem ist nicht der Funkvorgang, sondern der Stand-By-Betrieb der Sensoren.“ Doch wie bekommen Sensoren ihre Energie, wenn sie keine Batterie mehr haben? „Durch Energy Harvesting“, so die Experten. Die Sensorknoten „ernten“ Energie der Funkwellen. „Wir bewegen uns dabei in einer Größenordnung von zehn μW“, sagt Ußmüller. Seit einem halben Jahr arbeitet das Konsortium in dem vom Land Tirol geförderten FEI-Projekt, erste Komponenten des notwendigen Chips wurden von Ußmüller schon entwickelt, inndata liefert die Software, Riegler die Hardware. 

 

zukunft forschung Juni 2016, Universität Innsbruck

zurück