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    Innsbrucker im Qualitätssicherungsrat für PädagogInnenbildung

    Sogo QSRMit 3. Juli 2013 wurde der Qualitätssicherungsrat für PädagogInnenbildung bestellt. Das Gremium begleitet die Umsetzung der im selben Zug beschlossenen PädagogInnenbildung NEU. Es ist erfreulich, dass mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kofler vom Institut für Sprachen und Literaturen, Bereich Latinistik/Gräzistik, auch unsere Universität im Qualitätssicherungsrat vertreten ist.


    QSR - Wolfgang KoflerKofler hat sich neben seinen Forschungen im Bereich der traditionellen Latinistik und der Neulateinischen Studien auch viele Jahre mit der Didaktik der Klassischen Sprachen beschäftigt. In diesem Zusammenhang wirkte er u.a. im „Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik“ (IMoF) mit. Auch in den Jahren 2009 bis 2012, in denen er den latinistischen Lehrstuhl an der Universität Freiburg innehatte, verlor er die Schule nie aus den Augen, sondern engagierte sich intensiv in der LehrerInnenfortbildung und wirkte darüber hinaus am Design der neuen Lehramtscurricula in Baden-Württemberg mit.

    Die dringendsten Aufgaben, die der Qualitätssicherungsrat derzeit zu bewältigen hat, liegen laut Kofler einerseits in der Begutachtung der neuen Studienpläne, andererseits in der Überprüfung der wissenschaftlichen und professionsorientierten Voraussetzungen der jeweiligen Anbieter. „Gerade dieses zweite Arbeitsfeld“, so Kofler, „ist für die Qualität unserer LehrerInnenausbildung von entscheidender Bedeutung. Papier ist nämlich geduldig: Ein in sich schlüssiges und überzeugendes Curriculum ist bald geschrieben. Wir werden uns aber genau anschauen, ob die anbietenden Institutionen auch über die fachlichen, fachdidaktischen und pädagogischen Ressourcen verfügen, um ihre Pläne in die Wirklichkeit umzusetzen. Die Neugestaltung der LehrerInnenbildung darf keine Spielwiese für eine realitätsferne Reformitis werden, die nur Desorientierung mit sich bringt. Die im letzten Jahr geschaffenen gesetzlichen Grundlagen bieten uns die Chance, Österreichs Schulen eine neue Generation von Lehrpersonen zuzuführen, die nach den bestmöglichsten Standards auf ihren Beruf vorbereitet wurden. Damit wir sie nicht ungenutzt verstreichen lassen, müssen wir bedächtig und besonnen handeln. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass wir die nun begonnene Entwicklungsarbeit als Prozess begreifen, der mit der Verabschiedung eines neuen Curriculums nicht abgeschlossen ist, sondern erst dann richtig beginnt. Dies gilt v.a. für Kooperationen zwischen verschiedenen Hochschulen. Hier hinken die gesetzlichen Möglichkeiten sicher noch etwas hinter der Visionen mancher Anbieter hinterher. Meiner Meinung nach sollten wir uns dadurch nicht entmutigen lassen, sondern durch entsprechend flexible Regelungen und das Anlegen potentieller Schnittstellen jetzt die Voraussetzungen für spätere Weiterentwicklungen schaffen.“

    Weitere Mitglieder des Qualitätssicherungsrates sind: Univ.-Prof. Dr. Andreas Schnider (Vorsitzender, PH Wien), Univ.-Prof. Dr. Tina Hascher (Vorsitzende-Stellvertreterin, Universität Bern), Univ.-Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel (Vorsitzende-Stellvertreterin, Universität Wien), Prof. Dr. Maria-Luise Braunsteiner (PH Niederösterreich) und Univ.-Prof. i. R. Dr. Roland Fischer (Universität Klagenfurt). Der Qualitätssicherungsrat verfügt auch über eine Online-Präsenz, und zwar unter http://www.qsr.or.at.

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