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    10 Jahre „Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik – IMoF“!

    Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik

    Am 12. Dezember feierte das Institut für Fachdidaktik, Bereich Didaktik der Sprachen, das zehnjährige Bestehen und das zehnjährige Jubiläum der Verleihung des „Europasiegels für innovative Sprachenprojekte 2002“ an das Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik (IMoF) mit einer Abendveranstaltung in der Aula der Universität Innsbruck.


    Der Festakt wurde durch mehrsprachig interpretierte Musikstücke der studentischen „IMoF-Urformation“ abgerundet und gewährte durch die Aufführung „IMoF in Szenen und Bildern“, dargeboten von IMoF-Teammitgliedern, auf humorvolle Art und Weise Einblicke in den Alltag von IMoF. Ausgeklungen ist die Festveranstaltung bei einem Buffet, das von Charlie Rathgeb-Weber mit seiner Band „PastandPresent“ musikalisch umrahmt wurde.

    Inhaltlich lässt sich IMoF wie folgt umreißen: Das Ausbildungsmodell wurde im Zuge der letzten Neugestaltung der Lehramtsstudienpläne (2000/2001) von FachdidaktikerInnen der Institute für Anglistik, Romanistik und Slawistik in Kooperation konzipiert. Damit zeigt es auf, dass strukturelle Veränderungen – wie die erstmalige Konstituierung einer Studienkommission aller geisteswissenschaftlichen Lehramtsstudien, im Gegensatz zu den bis dahin bestehenden Einzelfachstudienplänen – Innovationen in Gang setzen können, die zunächst nicht bewusst als solche intendiert sind. IMoF als Lehremodell umfasst die Fachdidaktikausbildung aller Fremdsprachenfächer: Studierende der Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Latein, (Alt-) Griechisch, Russisch und Spanisch absolvieren gemeinsam sprachenübergreifende Kurse, die theoriegeleitet und forschungsbasiert Konzepte modernen Sprachenunterrichts vermitteln und mehrsprachigkeitsdidaktischen Prinzipien folgen. Diese, allen Sprachen gemeinsamen, Prinzipien und Theorien werden in entsprechenden Begleitkursen sowohl auf die jeweilige Sprache als auch auf die konkrete Schulpraxis übertragen. Dabei kooperiert universitätsinternes Stammpersonal mit Forschungsexpertise und LehrerInnen, die ihre schulische Expertise einbringen, im teamteaching-Verfahren, was wiederum Studierenden als Modell für Teamarbeit dient, wie sie ja aktuell an den Neuen Mittelschulen umzusetzen ist. Inhaltlich bieten die einführenden IMoF-Kurse u.a. Einblick in die Bedeutung von mentalen Sprachverarbeitungsprozessen für das Erlernen von Sprachen und für die Unterrichtsgestaltung, sie verweisen auf die Bedeutung von lebensweltlicher und schulischer Mehrsprachigkeit sowie auf die Wichtigkeit motivationaler Faktoren im Fremdsprachenlernen, thematisieren Veränderungen und Paradigmenwechsel in den schulischen Curricula, zeigen die Relevanz von Methodenvielfalt auf, führen in den Umgang mit Medien ein und verweisen dabei stets auf die aktuellen schulischen Lehrpläne. Das IMoF-Abschlussmodul bildet Studierende in evidenzbasierten Testtheorien und -verfahren aus und vermittelt die Erstellung moderner Test- und Prüfformate. Damit sind die Studierenden bestens auf den aktuellen Paradigmenwechsel einer neuen Prüfungskultur in den Schulen – Stichwort Neue Reifeprüfung – vorbereitet. Initiiert wurde dieses Modul aufgrund prospektiver Einsichten von ao. Prof. Dr. Wolfgang Stadler. Konzipiert wurde es von Carol Spöttl, BA MA, die seit 2007 die Forschungsprojekte zur Standardisierten Reifeprüfung der lebenden Fremdsprachen leitet, in denen empiriebasiert die Aufgabenbeispiele für die Neue AHS- und BHS-Reife- bzw. Diplomprüfung erstellt werden.

    Die Ausbildung für einen modernen, mehrsprachig ausgerichteten Fremdsprachenunterricht und eine theoriegeleitete sowie evidenzbasierte Forschung, um den Unterricht von Fremdsprachen an Schulen zu verbessern und zu optimieren, sind alles in allem die tragenden Säulen von IMoF. Diese stehen in engem Konnex zu den Fachwissenschaften, insbesondere über die angewandte Sprach- und Literatur- bzw. Kulturwissenschaften, und sehen sich als Bindeglied zwischen Fach- und Unterrichtsforschung. Diesen von IMoF intendierten „Dialog als Perspektive in der Sprachendidaktik“ erläuterte im Rahmen der Feier zum 10jährigen Jubiläum auch der Festredner, Univ.-Prof. Dr. Werner Delanoy von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

    Der Abend wurde von der der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, dem Vizerektorat für Forschung und der Stadt Innsbruck gesponsert.

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