Universität Innsbruck

Überblick

Diplomstudium: Rechtswissenschaften

Richterinnen und Richter entscheiden über Fälle, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte vertreten vor den Gerichten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte klagen Straftäter an. Doch auch außerhalb der Gerichte sind Juristinnen und Juristen tätig, etwa in Behörden, Kammern, Kliniken, Unternehmen oder in der Politik. Juristische Berufe sind vielfältig, ihre Aufgaben sind abwechslungsreich und doch sind sie durch eine Gemeinsamkeit verbunden: dem Recht. Das Rechtssystem ist die Grundlage, auf der unsere Gesellschaft aufgebaut ist. In jeder Sekunde des Lebens ist jeder von uns mit dem Recht verbunden, welches für den einzelnen schon vor seiner Geburt beginnt und über seinen Tod hinaus geht.

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Das Diplomstudium der Rechtswissenschaften bietet eine umfassende Ausbildung in den bedeutsamsten Rechtsmaterien der österreichischen Rechtsordnung. Von A wie Arbeitsrecht bis Z wie Zivilprozessrecht sind sämtliche gesetzlichen Grundlagen vertreten. Es dient der wissenschaftlichen Berufsvorbildung für juristische Berufe, für deren Ausübung ein rechtswissenschaftliches Studium Voraussetzung ist. Mit dem Abschluss des Studiums wird die theoretische Grundlage geschaffen, einen klassischen juristischen Beruf (Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, Notar/Notarin, Richter/Richterin, Staatsanwalt/Staatsanwältin) nach der entsprechenden beruflich-praktischen Ausbildung zu ergreifen. Es stehen aber auch andere juristische Tätigkeiten offen, zum Beispiel in Unternehmen rechtsberatend tätig zu werden oder im Bereich der öffentlichen Verwaltung zu arbeiten. Eben weil das Recht alle Lebenslagen durchzieht, stehen durch die juristische Ausbildung nach Abschluss des Studiums vielfältige Berufsmöglichkeiten offen.

Bereits während der klassischen universitären Ausbildung bietet die Rechtwissenschaftliche Fakultät der Universität Innsbruck den Studierenden viele Möglichkeiten, sich zu spezialisieren. So kann zum Beispiel ein Universitätskurs im Bereich IT-Recht und Digitalisierung besucht werden, in der Summer School on Medical and Health Law internationales Flair geschnuppert und Englischkenntnisse im Medizinrecht verfeinert werden oder im Rahmen von fiktiven Gerichtsprozessen ("Moot Courts") das theoretisch erlernte Wissen in der Praxis unter Beweis gestellt werden.

Auch nach Abschluss des Diplomstudiums der Rechtswissenschaften stehen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät offen: Diese reichen von 4 Semester andauernden postgradualen Universitätslehrgängen über zeitlich komprimierte Universitätskurse bis hin zu einzelnen Abendseminaren. Im Doktoratsstudium Rechtswissenschaften kann der höchste akademische Grad erworben werden.

Der gesellschaftlichen Verantwortung zukünftiger Juristinnen und Juristen entsprechen die Anforderungen an die Studierenden: Sie müssen das Rechtssystem und seine Teilgebiete verstehen lernen und die Fachterminologie beherrschen können. Es sind nicht Lösungswege auswendig zu lernen, sondern die Regeln hinter den Gesetzen zu erkennen, um daraus selbstständig die Falllösungen ableiten und argumentieren zu können. Weil in einem modernen Rechtsstaat die Rechtsordnung niedergeschrieben wird, ist für das Studium eine hohe Lesekompetenz Voraussetzung, also die Fähigkeit, Texte zu verstehen, zu nutzen und über sie zu reflektieren.

Sollte also die Vielfalt der österreichischen rechtlichen Materien interessieren und faszinieren, so ist das Diplomstudium Rechtswissenschaften das ideale Studium!

Stimmen von AbsolventInnen

MMag. Dr. Susanne Raab
© Armin Muratovic

„Das Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck eröffnet jungen Menschen die besten Berufsaussichten und bildet unter anderem eine unschätzbare Basis für eine Karriere in der Verwaltung oder auch in der Politik.

Das Studium vermittelt einen tiefen Einblick in die wissenschaftliche Grundlagenarbeit, und dieses Verständnis begleitet mich bis heute: Von den während meines Studiums in Innsbruck erworbenen Fähigkeiten und Grundlagenkenntnissen habe ich nicht nur während meiner Tätigkeit als Beamtin in der Integrationssektion profitiert, auch jetzt als Ministerin für Frauen und Integration leistet mir dieses Wissen wertvolle Dienste.

Besonders bereichernd war für mich als junge Studentin sowie später auch als Universitätsassistentin die offene Atmosphäre an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät: Die Lehrenden waren stets bereit, sich dem Austausch mit den Studierenden zu stellen – ich bin sehr dankbar, dass ich so viel von diesen Fachleuten lernen durfte.

Und nicht zuletzt hat der Austausch mit anderen Studierenden sowie Kolleg/innen und Dozent/innen, auch über die Fachgrenzen hinweg, dazu beigetragen, meine Perspektive zu erweitern.“

– MMag. Dr. Susanne Raab,
Bundesministerin für Frauen und Integration im Kanzleramt

„Wofür ich der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Innsbruck am meisten dankbar bin, ist das Vertrauen, das sie in mich setzte – als einen der durch 1968 bewegten Assistenten, die das bis dahin nur mit sich selbst beschäftigte Professorenkollegium durch (vergleichsweise bescheidene und höfliche) Forderungen nach Mitbestimmung in Aufregung versetzte. Trotzdem fand ich mich ein paar Jahre später am Ende der Fakultätssitzung, die mit meinem Habilitationskolloquium begonnen hatte, auf der Vorschlagsliste für eine Professur der Politikwissenschaft wieder.

In meinen völkerrechtlichen Studien genoss ich nicht nur absolute Freiheit , sondern jede denkmögliche Unterstützung. Das einzige, was mir in Innsbruck sehr zu schaffen machte, war der Föhn. “

– Prof. Dr., Dr. h.c. mult. Bruno Simma,
ehem. Richter am IGH, Richter am Iran-US Claims Tribunal

Prof. Dr., Dr. h.c. mult. Bruno Somma
Foto: Max Koot

 

Zusatzangebote

Moot Court

Praxis sammeln während dem Studium!

Ein Moot Court ist ein Prozessspiel, in dem eine Gerichtsverhandlung fiktiv simuliert wird. Moot Courts sollen den Studierenden bereits im Rahmen der universitären Ausbildung die Möglichkeit geben, ihr Theoriewissen realitätsnah und praktisch zu erproben und so bezeichnete "Softskills" wie Rhetorik, Auftreten und Formulierung zu erwerben und zu vertiefen.

Eine Auflistung der verschiedenen Moot Courts findet man «hier».

JusAlumni

Die Plattform zwischen Studierenden und Arbeitgebern zum Networken bereits während dem Studium!

Schon während dem Studium ist es heutzutage unerlässlich, sich weiterreichende Zusatzkompetenzen und „Soft-Skills“ anzueignen, die oft den letzten entscheidenden Faktor bei einem Einstellungsgespräch ausmachen. Ebenso ist das Kontakteknüpfen für das weiter Berufsleben unerlässlich. «JusAlumni» schafft die Plattform dafür!

Nützliche Informationen

 

Standort 

Die Fakultät befinden sich im Universitätshauptgebäude, Innrain 52, 6020 Innsbruck.
Dort finden auch die meisten Lehrveranstaltungen statt.

 

Einführende Informationsveranstaltung für neue Studierende

Für alle Studierende, die das Studium im Wintersemester 2020/21 aufnehmen, wird eine Informationsveranstaltung von der «Fachschaft Jus» angeboten. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Angebotene Lehrveranstaltungen

Das Verzeichnis der im Semester angebotenen Lehrveranstaltungen ist im «LFU online» zu finden. Für das nächste Wintersemester werden diese Informationen während der Sommermonate veröffentlicht.

 

Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen im ersten Semester

Die Anmeldung zu den Vorlesungen erfolgt «online» vor Semesterbeginn.

 

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