Ziel 

Die langjährige Tradition des ELSA Moot Courts an der Universität Innsbruck wird 2016 um ein weiteres neuartiges Projekt bereichert und  findet nun erstmals nicht nur aus dem italienischen Zivilrecht, sondern auch aus dem italienischen Strafrecht statt. Es handelt sich hierbei um ein innovatives Gemeinschaftsprojekt, das in dieser Form erstmals an der  Universität Innsbruck bzw. am Landesgericht Bozen durchgeführt wird. Das Projekt wird von ELSA Innsbruck und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät gemeinsam organisiert.  

Was ist ein Moot Court?

Ein Moot Court ist ein Prozessspiel, in dem eine Gerichtsverhandlung fiktiv simuliert wird. Moot Courts sollen den Studierenden bereits im Rahmen der universitären Ausbildung die Möglichkeit geben, ihr Theoriewissen realitätsnah und praktisch zu erproben und so bezeichnete "Softskills" wie Rhetorik, Auftreten und Formulierung zu erwerben und zu vertiefen.

Die Studierenden fertigen die Rechtsmittel und deren Beantwortungen unter Anleitung und Hilfestellung erfahrener RechtsanwältInnen und RichterIinnen aus Südtirol aus. Nach dem Schriftsatzwechsel, der von einem Vertiefungsseminar in den Fächern zivilgerichtliches/strafrechtliches Verfahrensrecht und Zivilrecht/Strafrecht sowie einem Rethorikseminar begleitet wird, treffen die Teams im Rahmen der Finalverhandlungen als Höhepunkt des Wettbewerbes aufeinander, um auch mündlich ihre Argumente möglichst überzeugend zu präsentieren. Der "Senat" des Moot Court aus Zivilrecht/Strafrecht wird voraussichtlich von einem Richter, einem der Professoren der Universität Innsbruck und einem praktizierenden Anwalt besetzt sein. 

Abgerundet wird die Moot Court Veranstaltung durch zwei Gesamttreffen, nämlich der Auftaktveranstaltung und der Schlussveranstaltung, welche den Studierenden und Teilnehmenden die Möglichkeit bieten sollen, sich fachlich auch über die Teamgrenzen hinaus kennenzulernen und bereits erste Kontakte in die Arbeitswelt zu knüpfen. 

Welche Ziele werden verfolgt? 

• Theoriewissen in die Praxis umsetzen
• Schriftliche Argumentationstechnik, Aufbau von Schriftsätzen üben
• Recherche -Fähigkeiten erlangen
• rhetorische Tricks erlernen & in die Tat umsetzen
• Einblick in die berufliche Praxis
• Zusammenarbeit mit RechtsanwältInnen und RichterInnen
• Kontaktaufnahme mit Praktikern aus der juristischen Arbeitswelt