Der mittelsteinzeitliche Fundplatz auf dem Ullafelsen im Fotschertal (Gem. Sellrain, Stubaier Alpen)

Der Hauptgegenstand des Projektes bildete die interdisziplinäre Untersuchung des „Ullafelsens“, eines Felsschrofens im Fotschertal bei Sellrain auf 1869 m ü. Seehöhe. Dieser Rastplatz gehört der ältesten Phase der mittleren Steinzeit an (vor 9000-11000 Jahren vor heute). In dieser Zeit begannen die Menschen – nach dem Ende der letzten Eiszeit – wieder die Alpen zu betreten. Die Mittelsteinzeit gehört zu den in Österreich am wenigsten erforschten Perioden. Die u.a. von Geowissenschaftlern, Botanikern und Archäologen vorangetriebene Forschung erbrachte einmalige Ergebnisse, welchen die Lokalität als Referenzfundplatz für weitere Untersuchungen von überregionaler Bedeutung erscheinen lassen. Aspekte der erzielten Ergebnisse beziehen sich auf die Vegetationsgeschichte im frühen Holozän, die Veränderung der Baumgrenze, das eiszeitliche Geschehen am Ende der Würmeiszeit und die damit zusammenhängenden sedimentologischen Prozesse, die detaillierte Nutzung des Felsplateaus durch die Menschen durch ein differenziertes Werkzeuginventar, deren Analysen durch Mineralogen, Gebrauchsspurenanalytiker u.a.

Leitung: Schäfer, Dieter

MitarbeiterInnen: Holdermann, Claus-Stephan; Ullmann, Josef
 
Finanziert durch: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
 

Laufzeit: 2001 - 2005

Kooperationspartner: Prof. Dr. A. Broglio und Prof. Dr. Antonio Guerreschi (Univ. Ferrara); Dr. Piere Crotti (Lausanne); Dr. Birgit Gehlen (Kerpen-Loogh/D); Prof. Dr. Claus-Joachim Kind (Regierungspräsidium Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege); Dr. Martin Heinen (Mönchengladbach/D); Dr. Ebbe Nielsen (Kantonsarchäologie Luzern/CH)

Weiterführende Informationen: http://www.hochgebirgsarchaeologie.info/

 

 

Nach oben scrollen