Versteinerte Schotterkare im Quartär der Nördlichen Kalkalpen (Österreich): Sedimentologie, Diagenese und Bedeutung für die Rekonstruktion des Paläo-Milieus

Versteinerte Schotterhalden der Nördlichen Kalkalpen gaben über mehr als 100 Jahre Anlass zu Spekulationen über ihre paläoklimatische und geomorphologische Bedeutung. Das Alter der „Hal-den-Gesteine“ war jedoch unbekannt. Viele dieser Gesteine enthalten neu gesprosste Kalzitkristalle, welche sich zur Bestimmung des Mindest-Alters des Gesteines mit Uran-Thorium Spektrometrie eignen. Die Ergebnisse zeigen, dass die versteinerten Schotterhalden der Nördlichen Kalkalpen sehr unterschiedlichen Alters sind. Die älteste Halde hat ein Alter von mindestens 480.000 Jahren. Im Verlauf des Projektes zeigte sich auch als Weltneuheit, dass das Mindest-Alter katastrophaler Gross-Bergstürze (Fernpass-Bergsturz) ebenfalls mit der U-Th Methode bestimmbar ist. Weitere Untersuchungen zur Bestimmung des Alters katastrophaler Bergstürze mit U-Th sind derzeit im Gange.

Leitung: Sanders, Diethard G.

MitarbeiterInnen: Ostermann, Marc

Finanziert durch: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)

Laufzeit: 2003 - 2006

Kooperationspartner: Prof. Jan Kramers, Institut für Geologische Wissenschaften, Universität Bern

Weiterführende Informationen: http://www.fwf.ac.at/