Kinematik und Geochronologie im östlichen Rätikon

Diese Projekt beschäftigt sich mit einer Grundfrage der regionalen Geologie der Alpen, über die seit Jahrzehnten ein Streit zwischen verschiedenen Schulen schwelt. Die Grenze zwischen Silvrettakristallin and Nördlichen Kalkalpen bzw. deren kristallinem Untergrund, der Phyllitgneiszone, wurde von verschiedenen Arbeitsgruppen unterschiedlich interpretiert: (1) Nach Tollmann (1977) und nachfolgenden Bearbeitern ist diese Linie eine Deckengrenze erster Ordnung und begrenzt das mittelostalpine Silvrettakristallin gegen die oberostalpinen nördlichen Kalkalpen und ihren Untergrund. (2) Eine zweite Schule von Geologen sieht sowohl das Silvrettakristallin als auch die nördlichen Kalkalpen als Teil des Oberostalpins (z.B. Frank, 1987, Schmid et al., 2004). Die hier präsentierte Studie hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe von Ar-Ar, Rb-Sr Altersdatierungen und Apatit-Spaltspuraltern die Rolle der Grenze zwischen dem Silvrettakristallin und nördlichen Kalkalpen zu untersuchen, unterstützt von einer geologischen Kartierung des kalkalpinen Antels der Untersuchungsregion.

Leitung: Ortner, Hugo; Tropper, Peter

MitarbeiterInnen: Steinacher, Roland; Mayerl, Josef

Finanziert durch: Vorarlberger Naturschau

Laufzeit: 2002 - 2005

Kooperationspartner: B. Fügenschuh (ursprünglich Basel, jetzt Innsbruck), M. Cosca (Lausanne), R. Schuster (Geologische Bundesanstalt, Wien)