Almen im Ötztaler Gebirgsraum. Interdisziplinäre archäologisch-kulturhistorische Untersuchungen als Basis für touristische Inwertsetzung

Die Alm „Beilstein“ in Obergurgl befindet sich auf 2.120 m Seehöhe. Das bis ins 20. Jh. in Verwendung gestandene Wirtschaftsgebäude ist wüstgefallen. Aufgrund bereits geleisteter Untersuchungen - es wurden u.a. Dendrodaten, Radiokarbondaten und Pollenprofile gewonnen - liegen einige Kenntnisse zu seiner Geschichte vor. Die neuzeitlichen Gebäudereste stehen auf Sedimenten aus der Jüngeren Steinzeit, so dass mit einer jahrtausendelangen Kontinuität zu rechnen ist. Grundlage für die Erforschung der Almstelle sind archäologische Untersuchungen. Um eine möglichst breite Informationsbasis zu erhalten und die Einzeluntersuchung in einen größeren Rahmen stellen zu können, müssen weitere Disziplinen wie Volkskunde und Orts- und Flurnamenforschung einbezogen werden. Die gewonnenen Kenntnisse bilden die Grundlage für ein touristisches Konzept, das sowohl die Herstellung der Anlage als eine ärchäologische Stätte nahe eines viel begangenen Wanderweges vorsieht als auch die Anfertigung von Informationsbroschüren und - tafeln.

Leitung: Stötter, Johann; Patzelt, Gernot

Laufzeit: 2003 - 2005

Finanziert durch: Amt der Tiroler Landesregierung - Abt. Kultur, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Kooperationspartner: Verein Andreas Hofer Talmuseum Sandhof, Tourismusverband Obergurgl-Hochgurgl