Sebastian Donat

Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Sebastian Donat
(Credit: Franz Oss)

Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät
seit 2013

Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

 

Welches sind die besonderen Stärken Ihrer Fakultät?

Die Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät verfügt einerseits über ein beeindruckendes Spektrum, und zwar mit Blick auf den Einzugsbereich der in Forschung und Lehre behandelten Sprachen und Kulturen, die historische Spannweite (von den Anfängen der indogermanischen Sprachfamilie bis zur Auseinandersetzung mit tagesaktuellen Themen), die Vielfalt der untersuchten Medien (von der Handschrift über Buch, Zeitung und Film bis zum Newsfeed) oder die Bandbreite der systematischen Zugänge und Schwerpunktsetzungen (von der editionsphilologischen Erschließung über die Entwicklung systematischer Konzepte bis hin zu Korpusanalysen und anwendungsbezogenen Fragestellungen). – Innerhalb dieser Vielfalt haben sich andererseits deutliche inter- und transdisziplinäre Schwerpunkte herausgebildet, in denen KollegInnen aus verschiedenen Fächern eng zusammenarbeiten. Sie werden in besonderem Maße sichtbar in den Forschungsverbünden, an denen die Fakultät maßgeblich beteiligt ist: FSP Kulturelle Begegnungen und Konflikte mit den FZ Kulturen in Kontakt, FZ Dimensionen des Literaturtransfers, FZ Digital Humanities sowie dem DK Grenzen, Grenzverschiebungen und Grenzüberschreitungen in Sprache, Literatur, Medien.

Welche Schwerpunkte wollen Sie in den kommenden Jahren an Ihrer Fakultät setzen?

Eine große Chance und zugleich auch Herausforderung besteht in der kontinuierlich wachsenden Bedeutung der Digitalisierung in Forschung und Lehre. Die hier durch strukturelle, personelle und curriculare Entscheidungen gesetzten Impulse müssen genutzt und nach Bedarf ergänzt werden. – Zusätzlich zu den bereits angeführten, institutionell verankerten Schwerpunkten gilt es, dynamische Bereiche wie die Frühneuzeit- und die Mehrsprachigkeitsforschung auszubauen und natürlich generell offen zu sein für neue Themen und Zugänge. – Diese Vorhaben können nur umgesetzt werden, wenn die vorhandenen Rahmenbedingungen entsprechend genutzt werden. Hierbei spielen die Größe und die sehr ausdifferenzierte Personalstruktur der Fakultät eine wichtige Rolle. Eine Aufgabe in diesem Zusammenhang wird auch darin bestehen, bestmöglich mit sich ändernden externen Vorgaben, wie der Reform des Studienurlaubs und der anstehenden UG-Novelle, umzugehen. Voraussetzung für all dies ist ein konstruktives Miteinander innerhalb der Institute und an der Fakultät, das seinerseits auf Fairness, Transparenz, gegenseitiger Wertschätzung und dem ständigen Bemühen um eine funktionierende Feedback-Kultur beruht.

Wo soll Ihre Fakultät in vier Jahren stehen?

Die an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät vertretenden Disziplinen eröffnen spezifische und hochrelevante Zugänge zu systematischen Aspekten sowie historischen und aktuellen Ausprägungsformen sprachlicher und medialer Kommunikation und Repräsentation unter dem Vorzeichen der Globalisierung einschließlich der entsprechenden Gegenbewegungen. Zusammen mit den skizzierten Aufgaben in Forschung, Lehre und Administration ist es daher besonders wichtig, existierende Formen des Brückenschlags von der Theorie in die Praxis (z.B. Studienangebote im Lehramt und im Bereich Translation, Länderzentren und Netzwerke, Programm „Writer in Residence“) fortzuführen, weiterzuentwickeln und zu ergänzen. Als institutionalisierter Ort der Reflexion und Innovation haben wir die Chance und zugleich die Aufgabe, eine wichtige Rolle in der Scientific Community wie auch in der Gesellschaft zu spielen, und zwar auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

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