Fotowettbewerb - Fakultät für Bildungswissenschaften

und bildet den geist? trifft dies auf ihr studium zu? mit dem einsatz neuer technologien haben sich nicht nur unser zu- und umgang mit wissen, sondern auch die universität verändert. waren bis dahin bibliotheken die schatzkammern des wissens, bücher primäre quellen der wissensaneignung und lebensbegleiter, so sind wir beispielsweise via wikipedia mit beschleunigten aneignungsformen, mit wissenshappen konfrontiert, deren köchinnen anonym bleiben und die der sinnlichen und intellektuellen qualitäten eines bücherstudiums entbehren: stille, konzentration, zeit, reflexion, die haptische qualität des buches, sein geruch, das licht, die tiefe befriedigung, etwas zu verstehen, das arbeiten in der gemeinschaft mit anderen und last but not least das gefühl von bescheidenheit angesichts der fülle des gesammelten wissens, das jede_r studierende bereits vorfindet. sind die neuen aneignungsformen eine bereicherung und erweiterung oder leiden darunter die hingabe an und die leidenschaft für das studium? wird wissen in diesem prozess auf seinen gebrauchswert und seine anwendbarkeit reduziert oder kann das studium noch als eine lebensphase bezeichnet werden, aus der man als studierende_r gebildet und verwandelt hervorgeht?