Studium - Fakultät für Bildungswissenschaften

Einführungstage für Erstsemester an der Fakultät für Bildungswissenschaften in das Bachelorstudium Erziehungswissenschaft

Studierende BIWI

Bildergalerie: Begrüßung der Erstsemestrigen im Hörsaal 4

Am 1. und 2. Oktober 2013 war es wieder so weit: Die Einführungstage, die an der Fakultät für Bildungswissenschaften inzwischen traditionelle Begrüßung und Einführung der StudienanfängerInnen in das Bachelorstudium Erziehungswissenschaft, begannen am Dienstag morgen um 9:30. Der Hörsaal 4 im Geiwi-Turm am Innrain war bis zum Rand gefüllt – so wahrscheinlich auch die Köpfe der etwa 370 StudentInnen nach dem Vortrag der Studiendekanin Irene Berkel, die einen Einblick in die Konzepte berühmter TheoretikerInnen der Pädagogik bot. Die Reise begann mit Jean-Jacques Rousseau, führte über Immanuel Kant bis zu Ellen Key, die im Jahr 1900 ihr Buch: “Das Jahrhundert des Kindes” veröffentlichte, in dem sie Konzepte von Jean-Jacques Rousseau mit rassenhygienischen Ideen mischte. Auch nationalsozialistische Erziehungspraktiken waren ein Thema, das durch einen Ausschnitt aus einem Dokumentarfilm veranschaulicht wurde.

Der Nachmittag war der Lektüre von Abschnitten aus Jean-Jacques Rousseaus einflussreichem Roman Emile oder Über die Erziehung gewidmet. Zum ersten Mal erarbeiteten elf ausgewählte, engagierte TutorInnen in 22 Lektüregruppen mit den StudienanfängerInnen Rousseaus Konzepte von Mütterlichkeit, Natur und Erziehung und legten auf diese Weise den ersten Grundstein für weitere fruchtbare und eigenständige Auseinandersetzungen mit pädagogischen Texten. Während die ersten Gruppen der Studierenden sich in die ersten beiden Bücher des Emile vertieften, nahmen die anderen Studierenden an einer Bibliotheksführung teil und wurden von Angestellten der Universitäts- und Landesbibliothek in das Suchen und Finden von Büchern sowie in die Modalitäten der Bücher-Ausleihe eingeführt.

Am Mittwoch war der Hörsaal 4 erneut bis auf den letzten Platz besetzt; zusätzlich anwesend waren VertreterInnen der Lehr- und Forschungsbereiche (LuF) der Fakultät für Bildungswissenschaften. Nach ein paar einleitenden Worten der Studiendekanin zum Studium an der Fakultät, wurden die Bereiche vorgestellt: Theo Hug referierte über Wissenschaftstheorie und Methodologie, Reingard Spannring vermittelte einen Einblick in die Erziehungswissenschaft der Generationenverhältnisse sowie in diverse Konzeptionen des Lernens; Arthur Drexler sprach über Sozialisations- und Entwicklungstheorien. Nachdem die Erstsemester auf diese Weise mit konkreten Fragestellungen und Inhalten des Studiums konfrontiert worden waren, folgte die Vorstellung des Bachelor-Curriculums. Den Abschluss des Vormittags bildete eine Podiumsdiskussion mit fortgeschrittenen Studierenden über eigene Erfahrungen mit den Anforderungen des Studienalltags und die Bedeutung des Lesens.

Am Nachmittag standen wieder Lektüregruppen auf dem Plan – die Studierenden waren mit Eifer bei der Sache und arbeiteten konzentriert an der Aufgabenstellung. Anstelle der Bibliotheksführungen wurden an diesem zweiten Tag Führungen durch die beiden Institute der Fakultät angeboten, die zahlreiche Studierende wahrnahmen. Den vorläufigen Abschluss der Einführungstage bildete ein “Festl” für die Erstsemester im Hörsaal des Instituts für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung, das von der Fachschaft organisiert und finanziert wurde.

Aufgrund der großen Nachfrage werden zur Zeit weitere Bibliotheksführungen organisiert, um allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich mit der Bibliothek vertraut zu machen.

Am 18. November enden die Einführungstage mit einer Podiumsdiskussion, auf der AbsolventInnen der Fakultät für Bildungswissenschaften über ihre Berufserfahrungen sprechen werden. Der 18. November ist auch der Tag, an dem alle Erstsemestrigen, die sicherlich bis dahin mit dem Studium schon etwas vertrauter sind, ihre mit Eifer und Lust verfassten Papers abgeben.