Donnerstag, 12.11.2026
18:30 - 21:30 Uhr
Hörsaal I, Karl-Rahner-Platz 3, Erdgeschoss
Anmeldung ist nicht erforderlich
Eintritt / Kosten: keine
Dr. Betül Karakoç-Kafkas
Die Referentin ist an der Goethe-Universität Frankfurt und im WS 26/27 am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich tätig. Ihre Forschung befasst sich mit (religions-)pädagogischen Fragen im Kontext von Moscheen und dem Islamischen Religionsunterricht; ihre Schwerpunkte sind Gender, Migration und digitale Räume.
Der Vortrag nimmt die islamische Religionspädagogik in ihren unterschiedlichen Handlungsfeldern in den Blick und fragt nach der Aushandlung von Autorität unter den Bedingungen gegenwärtiger gesellschaftlicher und innerreligiöser Dynamiken. Im Zentrum steht die Frage, wessen Stimmen in religiösen Bildungsprozessen als legitim gelten und welche Sagbarkeitsgrenzen dabei wirksam werden.
Ausgehend von einer machttheoretischen und religionspädagogischen Perspektive werden Spannungsfelder sichtbar gemacht, die insbesondere entlang von Gender und Generation verlaufen. Diese Spannungen gewinnen vor dem Hintergrund sich verändernder gesellschaftlicher Erwartungen sowie innergemeinschaftlicher Aushandlungsprozesse an Dynamik und fordern Formen von Deutungshoheit heraus.
Der Vortrag zeigt, wie sich diese Aushandlungen in der religionspädagogischen Praxis niederschlagen und welche neuen Akzentsetzungen sich daraus ergeben.
Sophia forscht - Wissenschaftlerinnen der Katholisch-Theologischen Fakultät und des Instituts für Islamische Theologie und Religionspädagogik