Montag, 18.05.2026
17:15 - 18:45 Uhr
Campus Innrain, Geiwi, Hörsaal 2, EG , Innrain 52e, 6020 Innsbruck
Anmeldung ist nicht erforderlich
Eintritt / Kosten: Keine
Der Vortrag präsentiert Ergebnisse einer qualitativen Studie (N>400) zu Fehlerprozessen beim Mathematisieren in der Sekundarstufe I. Auf Grundlage schriftlicher Schüler*innenlösungen zu einer realitätsbezogenen Sachsituation werden typische Fehlermuster analysiert, die auf habitualisierte Rechenstrategien, kontextloses Operieren sowie Unsicherheiten im Umgang mit Variablen und Notationen zurückzuführen sind. Die Befunde zeigen, dass Fehler nicht nur Defizite markieren, sondern Einsichten in zugrunde liegende Denkprozesse bieten. Abschließend werden mögliche Impulse für die Unterrichtspraxis diskutiert.
Simon Plangg ist seit 2021 Hochschulprofessor für Mathematikdidaktik am Institut für Fachdidaktiken und Fachwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Seine universitäre Ausbildung begann er an der Universität Innsbruck mit einem Lehramtsstudium in Biologie und Mathematik. Anschließend absolvierte er ein Doktoratsstudium in Didaktik der Mathematik an der Paris Lodron Universität Salzburg, das er 2017 mit seiner Dissertation zum Thema „Mathematikunterricht im Wandel – Eine fachdidaktische Analyse“ erfolgreich abschloss. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem der Einsatz digitaler Werkzeuge im Mathematikunterricht, mathematische Weltbilder von Lernenden in der Sekundarstufe sowie Fehlerprozesse beim Mathematisieren in der Sekundarstufe I.
Institut für Fachdidaktik