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Veranstaltungen · Universität Innsbruck · Medizinische Universität Innsbruck

Mittwoch, 28.11.2018

Gastvortrag

Konsequentialistische Gründe und Akteur-Relativität

18:00 - 19:30 Uhr
Seminarraum VI der Kath.-Theol. Fakultät, Karl-Rahner-Platz 3


Anmeldung ist nicht erforderlich

Eintritt / Kosten: Keine

Vortragende/r

Stefan Hofmann SJ (Univeristät Tübingen)

Stefan Hofmann SJ (geb. 1978) studierte Philosophie und Theologie in Regensburg, Rom, Steubenville (Ohio/USA) und Tübingen. Promotion in Fundamentaltheologie. Lehr- und Forschungstätigkeit in Regensburg und Tübingen. Arbeitsschwerpunkte: Konsequentialismus, Handlungstheorie, Spiritualität.

Weitere Informationen

„...et respice finem!“ (und bedenke das Ende) – Traditionelle abendländische Ethiken fordern, dass wir auch die Folgen unserer Handlungen berücksichtigen. Allerdings steht der Hinweis auf die Folgen nicht im Zentrum dieser Ethiken. Es sind konsequentialistische Ethiken, die die Folgen ins Zentrum rücken. In einigen sehr aktuellen Themenfeldern scheint das konsequentialistische Herangehen sehr plausibel zu sein, z. B. in Fragen der Klimaethik: Um nicht nur der gegenwärtigen, sondern auch den zukünftigen Generationen ein hinreichend gutes Leben zu ermöglichen, sollten wir den CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren drastisch reduzieren. Das Wissen um die erwartbaren Folgen unseres Handelns gibt uns konsequentialistische Gründe zur Beurteilung sozialer Praktiken wie z. B. den Verbrauch fossiler Brennstoffe durch Kraftwerke und Verkehr. In anderen Kontexten stößt der Konsequentialismus an seine Grenzen. Der Vortrag vergleicht den (Regel-)Konsequentialismus mit der akteur-relativen deontologischen Ethik, wie sie in der thomanischen Tradition vorliegt, und fragt insbesondere, ob die zuletzt genannte Ethik auch konsequentialistische Gründe integrieren kann.

Veranstalter

Institut für Christiche Philosophe