Logo der Universität Innsbruck
Logo der Medizinischen Universität Innsbruck

Veranstaltungskalender
Veranstaltungen · Universität Innsbruck · Medizinische Universität Innsbruck

Dienstag, 02.10.2018

Ausstellungseröffnung

Eröffnung "Stolen Memory-Returning Memories Stolen from Nazi Victims"

19:00 - 21:00 Uhr
Archäologisches Museum im Erdgeschoss/Atrium-Zentrum für Alte Kulturen, Zentrum für Alte Kulturen, Universität Innsbruck, Langer Weg 11, 6020 Innsbruck


Anmeldung ist erforderlich; Anmeldung beim Veranstalter bis 30.09.18

Eintritt / Kosten: Eintritt frei

Vortragende/r

Ramona Bräu, Harald Stadler, Philipp Lehar


Ramona Bräu, Leiterin der Abteilung Tracing beim ITS, Historikerin und Politologin Bad Arolsen (D)

Harald Stadler, Bereichsleiter Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Universität Innsbruck

Philipp Lehar, Historiker, Erwachsenenbildner, Universitätsassistent Fachbereich Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Universität Innsbruck

Weitere Informationen

Rund 3.000 persönliche Gegenstände von KZ-Inhaftierten warten im Archiv des International Tracing Service (ITS) darauf, an Familien zurückgegeben zu werden. Ende 2015 startete das ITS eine weltweite Kampagne um Angehörige der einstigen Besitzer zu finden. Oft sind die Gegenstände die letzte Spur von einem geliebten Menschen. Ab Oktober 2018 wird im Rahmen dieser humanitären Kampagne erstmals in Österreich die Plakatausstellung #StolenMemory an der Universität Insnbruck gezeigt.

Sie versucht einerseits Angehörige zu finden und erzählt andererseits von gelungenen Rückgaben an Angehörige. Gesucht werden unter anderem die Angehörigen von Fritz Urban, der am 16.Juli 1916 in Innsbruck geboren wurde.

Poster mit den Namen von Menschen und Fotos von den Gegenständen, die sie bei ihrer Verhaftung durch die Nationalsozialisten bei sich trugen, sind ab dem 2. Oktober in Innsbruck zu sehen. Taschen- und Armbanduhren, Ringe, Brieftaschen, Familienfotos, auch Alltägliches wie Kämme oder Rasiermesser öffnen ein kleines Fenster in ihr Leben vor der Verfolgung. Die Plakate geben einen Überblick über die Schicksale der Menschen – auf der Basis der im ITS-Archiv vorliegenden Dokumente. Es wird an Opfer des Nationalsozialismus aus Polen, den Niederlanden, Russland, Ungarn, Lettland, der Ukraine, Frankreich, Spanien, Norwegen, Deutschland und Österreich erinnert.

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Gedenkjahr 2018 und zeigt Nachwirkungen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bis in die Gegenwart auf. Die Ausstellung möchte Studierende für die emotionale Bedeutung von Funden zeitgeschichtlicher Archäologie sensibilisieren.

Veranstalter

Eine Veranstaltung des Instituts für Archäologien-Fachbereich Mittelalter- und Neuzeitarchäologie in Kooperation mit dem International Tracing Service, Bad Arolsen (D).

Anmeldungen bitte an:


Mag. Philipp Lehar
0680/32 55 212
Philipp.Lehar@uibk.ac.at