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Veranstaltungskalender
Veranstaltungen · Universität Innsbruck · Medizinische Universität Innsbruck

Freitag, 15.06.2018

Lesung

Die lange Nacht der W:ORTE mit Jan Wagner (D), Angelika Rainer (A) & Raphael Urweider (CH)

20:00 Uhr
Wagnersche Buchhandlung, Museumstr. 4, 6020 Innsbruck


Anmeldung ist nicht erforderlich

Eintritt / Kosten: Keine

Vortragende/r

Jan Wagner (D), Angelika Rainer (A) & Raphael Urweider (CH)

Weitere Informationen

Jan Wagner geboren 1971 in Hamburg, ist einer der bekanntesten und renommiertesten Dichter seiner Generation. Er wurde in über 30 Sprachen übersetzt und erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Leipziger Buchpreis 2015 und den Georg-Büchner-Preis 2017. In seinen Gedichten rückt er gerne das Unscheinbare in den Focus und changiert zwischen gegenwärtiger Beobachtung und historischen Ereignissen und Figuren hin und zurück. Seine Motive holt er oft aus der Tier- und Pflanzenwelt, doch fühlt er sich im urbanen Raum eben so wohl wie in der Natur. „Jan Wagners Gedichte verbinden spielerische Sprachfreude und meisterhafte Formbeherrschung, musikalische Sinnlichkeit und intellektuelle Prägnanz“ (Jury Büchnerpreis). Arbeitet als Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen. Jüngste Publikationen: Regentonnenvariationen. Gedichte (2014), Selbstportrait mit Bienenschwarm. Gedichte. (2016 beide Hanser Berlin), Unmögliche Liebe. Die Kunst des Minnesangs in neuen Übertragungen (Hrsg. gm mit Tristan Marquardt 2017, Hanser).

Angelika Rainer geboren 1971 in Lienz/Osttirol. Harfenistin bei der Musicbanda Franui, legt nach zwei lyrischen Prosabänden nun ihren ersten Gedichtband vor. Archaisch und gegenwärtig zugleich zeichnet Rainer in „See’len“ ein Bild zwischen wasserklarer Gebirgslandschaft, gespiegelter griechischer Mythologie (Echo und Narziss) und dem Unergründlichen der Seele. Sie findet hier wieder, wie es Karl-Markus Gauß schon ihrem Debütband „Luciferin“ konstatiert, zu einer „persönlichen Mythologie“. Auch dass Gauß das Schreiben von Rainer gattungsmäßig dem Gebet zur Seite stellt (Das Gebet bezieht seine tröstende Kraft nicht nur aus dem angerufenen Gott – der bei Angelika Rainer fehlt, es sei denn, die Natur gälte für diesen –, sondern auch aus der Wiederholung und Variation flehender Sätze) gilt eins zu eins für diesen dritten Band von Rainer. Jüngste Publikationen: Odradek. Prosa (2012), See’len. Gedichte. (2018, beide Haymon).

Raphael Urweider geboren 1974 in Bern. Lyriker, Musiker, Theaterautor und Komponist; Übersetzer aus dem Berndeutschen, Englischen und Französischen und Mundart-Rapper. 1999 schon erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis. Im folgten u.a. der 2. Preis beim Bachmannwettlesen (2002), der Clemens-Brentano-Preis 2004 und der Schillerpreis 2008. Intensive Bildkraft und metaphorische Kühnheit zeichnen seinen jüngsten Gedichtband aus, in dem er in sieben Kapiteln durch verschiedenste Natur, einige Städte und vor allem durch die Sprache wildert, ihr auf der Spur ist, sie gekonnt und klar in die poetischen Schranken weist und sie Ast für Ast, Blatt für Blatt zum Erblühen bringt. Jüngste Publikationen: Alle deine Namen. Gedichte (2008 Dumont), Wildern. Gedichte. (2018 Hanser).

Moderation: Robert Renk (A)

Veranstalter

Literaturhaus am Inn und 8ung Kultur