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Veranstaltungskalender
Veranstaltungen · Universität Innsbruck · Medizinische Universität Innsbruck

Dienstag, 17.10.2017

Gastvortrag

Russia and the Western Far Right

18:00 - 20:00 Uhr
SoWi, Unterrichtsraum 3, Universitätsstrasse 5


Anmeldung ist nicht erforderlich

Eintritt / Kosten: Eintritt frei

Vortragende/r

Dr. Anton Shekhovtsov

Professional interests include but are not limited to new radical right-wing parties in Europe; illiberal tendencies in Central and Eastern Europe; New Right in general and Russian New Right (Neo-Eurasianism) in particular; varieties of interwar European fascism; radical right-wing music

Weitere Informationen

Der Vortrag ist Teil der interdisziplinären Vorlesungsreihe "Die Dynamik der gegenwärtigen Rechten".

"Russia and the Western Far Right"

Referent: Dr. Anton Shekhovtsov (IWM Wien)
Moderation: Assoz.-Prof.in Dr.in Kristina Stöckl (Institut für Soziologie/LFU)

Anschließend folgt die Eröffnung der begleitenden Ausstellung "Wer oder was ist ein Nazi? Der Diskurs der Rechten in Österreich".
Foyer/Aula SoWi (17.10.-31.10.2017)
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Die gegenwärtigen Erfolge rechter Parteien in Europa, der Präsidentschaftswahlkampf in den USA, Österreich und Frankreich, der Aufklärungsprozess der Taten des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) und Morde von Seiten der „Reichsbürger“ in Deutschland – die Mobilisierung des Flüchtlingsthemas von diversen rechten Akteur_innen in Europa – machen das Thema „Rechtsextremismus“ derzeit aktueller denn je. Der Zusammenhang von Prekarisierung und Rechtspopulismus wird in der Forschung rege diskutiert. Die empirischen Daten deuten jedoch daraufhin, dass ökonomische Prekarisierung für eine Erklärung nicht trägt, sondern Männlichkeitskonstruktionen, ein produktivistischer Arbeitsbegriff sowie soziale und kulturelle Verunsicherungsgefühle und Angst vor dem Verlust von Privilegien für rechte Orientierungen maßgeblich sind.

Terror entsteht nicht von heute auf morgen, sondern basiert auf längerfristigen Sozialisationen von Menschen mit einem bestimmten Welt- und Gesellschaftsbild und den Gelegenheitsstrukturen, Diskursräumen und rechtlich-politischen Ordnungen von Gesellschaften. Ethnopluralismus, Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Autoritarismus, Antiindividualismus und Anti-genderismus sind dabei Hauptbestandteile rechten Denkens. Charakteristisch für diese Ideologie ist die Konstruktion einer völkischen „Wir-Gruppe“ und die daraus resultierende Ausgrenzung und Abwertung spezifischer Fremdgruppen und Lebensweisen: Migrant_innen, Sinti und Roma, Juden und andere, die zu „Fremden“ gemacht werden (Arbeitslose, Wohnungslose, LGBT etc.).

Nicht nur an den repräsentativen Einstellungsforschungen wird deutlich, dass es sich beim Rechtsextremismus nicht um ein marginales Phänomen an den Rändern handelt, sondern rechte Einstellungen auch in der Mitte der Gesellschaft Zustimmung finden und von ihr ermöglicht werden.

Einblicke in rechtes Handeln und Denken

Die Vorlesungsreihe möchte interdisziplinäre Einblicke in rechtes Denken und Handeln geben, sowohl begrifflich-theoretisch als auch anhand empirischer Forschungen in unterschiedlichen Ländern und sozialen Gruppen, sowie sozialwissenschaftliche Erklärungen und Möglichkeiten des bildungspolitischen und pädagogischen Umgangs aufzeigen.

Veranstalter

Ass.-Prof.in Dr.in Claudia Globisch, Institut für
Soziologie der Universität Innsbruck und
Manuel Mayrl, Grüne Bildungswerkstatt Tirol