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Veranstaltungskalender
Veranstaltungen · Universität Innsbruck · Medizinische Universität Innsbruck

TIPP  Donnerstag, 04.12.2014

Symbolbild zum VeranstaltungstippVortrag und Diskussion

Agnes Heller: Wahrheit in der Politik

18:30 - 20:00 Uhr
Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rahner-Platz, 6020 Innsbruck


Anmeldung ist nicht erforderlich

Eintritt / Kosten: Keine

Vortragende/r

Ágnes Heller

Die ungarische Philosophin und Mitbegründerin der „Budapester Schule“ zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen VertreterInnen der Philosophie. Ágnes Heller wird ihren Vortrag in Innsbruck zum Thema „Wahrheit in der Politik“ halten. (Foto: Hermann Zsuzsa)

Weitere Informationen

Ágnes Heller (geb. 1929 in Budapest) überlebte als Kind jüdischer Eltern den nationalsozialistischen Terror in Ungarn, während viele ihrer engsten Verwandten ermordet wurden. Nachdem sie einen Vortrag des marxistischen Philosophen Georg Lukács gehört hatte, entschied sie sich dafür, Philosophie zu studieren. Nach Abschluss ihres Studiums wurde sie die Assistentin von Lukács und eine der bedeutendsten Figuren der sogenannten Budapester Schule. Aufgrund ihrer kritischen Einstellung gegenüber der kommunistischen Partei in Ungarn wurde ihr schon bald verboten, weitere Bücher zu publizieren. Als sie und ihr Ehemann Ferenc Fehér auch noch ihre Stellen verloren, entschlossen sie sich schließlich, nach Australien zu emigrieren, wo Ágnes Heller zunächst eine Professur an der La Trobe Universität in Melbourne erhielt, bevor sie an der New School for Social Research in New York die Nachfolge von Hannah Arendt antrat.

Ágnes Heller hat Zeit ihres Lebens viele Bücher publiziert, darunter: Der Affe auf dem Fahrrad. Eine Lebensgeschichte (1999), Paradoxe Freiheit. Eine geschichtsphilosophische Betrachtung (2001), Die Welt der Vorurteile (2014). Ihre wissenschaftlichen, kulturellen und politischen Verdienste wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Lessing-Preis der Stadt Hamburg (1981), dem Hannah-Arendt-Preis der Stadt Bremen (1995), dem Sonning-Preis Dänemarks (2006), der Goethe-Medaille (2010) und dem Concordia-Preis in Wien (2012).

Veranstalter

Österreichische Gesellschaft für Philosophie; Institut für Philosophie; Institut für Christliche Philosophie; Ernst-von-Glasersfeld-Archiv


Andreas Oberprantacher
507-4029
andreas.oberprantacher@uibk.ac.at