Barrierefreiheit - Accessibility

Einleitung

Barrierefreiheit in Bezug auf Websites betrifft eine breite Benutzergruppe:

  • Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen,
  • Menschen, die in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind,
  • Menschen mit bestimmten Krankheiten und
  • Menschen mit Lernschwächen.

Aus dieser, höchstwahrscheinlich unvollständigen, Auflistung lässt sich erkennen, wie viele Personen aus allen demographischen Schichten durch ungeeignete Gestaltung von Websites betroffen sind.

Die meisten Barrieren im e-Bereich werden aus Unwissenheit errichtet. Aus diesem Grund ist eine breite Aufklärung einerseits von Webdesignern, andererseits aber von allen Personengruppen, welche Material für da sNetz z.B. zu Schulungs- und Informationszwecken bereitstellen, zwingend notwendig, um von vorn herein Websites zugänglich zu gestalten.

Die nachfolgende Checkliste beruht auf dem Artilek "Barrierefreiheit kostet nichts" (http://www.namics.com/wissen/artikel-interviews/artikel.html). Diese Checkliste kann nur als erster Einstiegspunkt in eine zugängliche Programm und Websitegestaltung betrachtet werden, ist aber in keinster Weise vollständig. Sie dürfen jedoch davon ausgehen, dass, wenn Sie diese Punkte in Ihren Arbeiten beachten, Sie die Zugänglichkeit um ein Vielfaches verbessern.

Detailliertere Informationen zu der Thematik, konkrete Tipps und Hinweise zu Projekten, etc. erhalten Sie z.B. im Büro des Vizerektorats für Personal und Infrastruktur bei den Behindertenbeauftragen der LFUI Frau Mag. Patrizia Egger und Frau Mag. Linda Götzendorfer, sowie im ZID in der Abteilung Neue Medien und Lerntechnologien.

Checkliste

  • Das Navigationsmenü kommt ohne DHTML und JavaScript aus  und funktioniert damit auch in "nur-Text-Browsern" oder Screenreadern problemlos.
  • Farbkontraste von Text und Hintergrund sind ausreichend.
  • Die Überschriften sind HTML-korrekt mit Selektoren wie H1 und H2 markiert, die Schriftattribute stammen aus dem Stylesheet und nicht von einem Font-Befehl. Das erleichtert nicht nur die Sprachausgabe durch den Screenreader, sondern fördert zumindest auf statischen Seiten auch das Ranking in Suchmaschinen.
  • Alle Schriftgrößen - auch in den Navigationsmenüs und Seitenspalten - sind relativ festgelegt. Der Benutzer kann die Schriftdarstellung nach Gutdünken vergrößern und verkleinern.
  • Der Content-Bereich hat keine fixe Breite, sondern passt sich der Fenstergröße an. Auch dies ist mit CSS-basiertem Layout ohne komplizierte Trichs zu erreichen.
  • Die inhaltstragenden Bilder sind mehrfach beschriftet: Mit eienr sichtbaren Bildlegende sowie mit dem ALT- und dem TITLE-Attribut - der Screenreader liest grundsätzlich den Inhalt des ALT-Attributs vor, bei Mausberührung wird je nach Browser entweder ALT oder TITLE angezeigt.
  • Auch die fortschrittlichsten Seiten verwenden Bilder als Abstandhalter. Damit der Screenreader diese Bilder links liegen lässt, sollte das ALT-Attribut zwar standardmäßig vorhanden, aber leer sein: ALT="". Achtung: Wenn nichts ausgefüllt ist platzieren WEB-Editoren hier oft sinnlosen Text wie den Dateinamen des Bildes, den der Screenreader dann naturgemäß vorliest.
  • Damit der Screenreader einen Bezug zwischen einem Formularfeld und seiner Beschriftung herstellen kann, muss die Beschriftung via LABEL-Attribut mit dem zugehörigen Eingabefeld verknüpft sein. Ebenfalls unabdingbar: Ein Submit-Button, mit dem das Formular abgeschickt wird - wenn dazu nur die Eingabetaste zur Verfügung steht, fehlt dem Screenreader die wichtigste Information zum Handling des Formulars.
  • Auch die kleine Hilfs-Navigation ist mit reinem HTML-.Test gelöst und nicht als Image-Map. Jeder Link ist zudem suchmaschinenfreundlich mit einem TITLE-Attribut versehen, das den gleichen Inhalt trägt wie der sichtbare Text.
  • Die kleinen Symbole zur Kennzeichnung von Download-Links sind nicht als IMG.Element, sondern jeweils als Hintergrundbild des DIV-Elements platziert, das den Link-Test aufnimmt. Auf diese Weise werden sie vom Screenreader automatisch ignoriert.
  • Zu jedem Download sollten Dateiformat und Größe angegeben werden. Sonst kann der Benutzer nicht entscheiden, ob sich das Herunterladen überhaupt lohnt - nicht alle Dateitypen lassen sich vom Screenreader vorlesen. Auch nicht-behinderte Surfer sind für diese Information dankbar.
  • Bei Links bitte immer angeben, wohin sie führen, oder was passiert, wenn man sie anklickt - nicht einfach "Weiter" hinschreiben. Der Grund dafür: Es gibt Leseeinstellungen, bei denen nur die auf der Seite gefundenen Links vorgelesen werden, was im Normalfall ein schnelleres Navigieren auf der Seite ermöglicht.