CLIPFIELD

Projektförderung durch das ACRP

Das Austrian Climate Research Program (ACRP) fördert das 3-Jahresprojekt „CLIPFIELD - Investigating Climate Justice Preferences for Financing Instruments for Loss and Damage”.

An dem Projekt unter der Leitung von Markus Ohndorf sind Katharina Momsen und Robert Steiger (alle Universität Innsbruck, Institut für Finanzwissenschaft) sowie Gabriele Spilker (Universität Salzburg, Politikwissenschaft und Soziologie) beteiligt.

Neben Anpassung und Vermeidung hat sich „Loss and Damage“ (L&D) als dritte Säule des internationalen klimapolitischen Rahmens fest etabliert: In internationalen Verhandlungen zur Klimapolitik werden unter L&D die Maßnahmen bezüglich unvermeidbarer Restschäden durch Klimawandel zusammengefasst. Vor allem zwischen den potenziell stark betroffenen Ländern des globalen Südens und den industrialisierten Staaten besteht jedoch Uneinigkeit, wie genau der Begriff zu interpretieren ist. Während erstere die verbindliche Haftung der Verursacherländer mit Kompensationszahlungen für entstandene Schäden fordern, favorisieren letztere einen Mechanismus, der auf der Förderung von Katastrophenrisikomanagement und Versicherungssystemen beruht.

Da jedes L&D-System zwischenstaatliche Transferzahlungen beinhaltet, bedarf es der gesellschaftlichen Zustimmung. Ziel des Projektes ist es daher, die Präferenzen der österreichischen WählerInnen hinsichtlich internationaler L&D-Klimapolitik zu untersuchen. Damit sollen die aus dem Projekt gewonnen Erkenntnisse einen Beitrag zur internationalen Klimapolitik Österreichs leisten.

In einem Choice Experiment mit einer repräsentativen Stichprobe der österreichischen Wählerschaft werden die Präferenzen zu unterschiedlichen L&D-Systemen untersucht und potenzielle Abwägungen (trade-offs) zwischen Zahlungen für Vermeidung, Anpassung und L&D näher beleuchtet. Mithilfe von anreizbasierten Experimenten wird die Tendenz, in diesem Kontext moralischen Spielraum durch Informationsvermeidung auszunutzen, näher untersucht.

 

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