Forest

Gefördertes FWF Einzelprojekt

Der FWF fördert das Projekt "Ökosystemleistungen bei Förderung durch Außenstehende" von Esther Blanco. Das Projekt wird mit der Unterstützung von Natalie Struwe und James M. Walker (Indiana Universität) durchgeführt.

Dieses Projekt untersucht das Kooperationsverhalten von zwei Gruppen. Der Unterschied der Gruppen liegt darin, dass die erste Gruppe (genannt Insider) Handlungen vornehmen kann, die beiden Gruppen nützen. Wir bezeichnen diese als soziale Handlungen welche ein öffentliches Gut bereitstellen. Die zweite Gruppe (genannt Outsider) kann solche Handlungen nicht tätigen. Sie kann jedoch die sozialen Handlungen der Insider subventionieren. Zum Beispiel, jene die keinen Wald besitzen (die Outsider) können nicht direkt Einfluss auf den Zustand des Ökosystems nehmen. Nur jene, die den Wald besitzen (die Insider) können Handlungen tätigen, um das Waldökosystem zu erhalten oder zu verbessern. Die Outsider profitieren dennoch von den Vorteilen der öffentlichen Güter, die der Wald generiert - beispielsweise die Erhaltung der Biodiversität und des Klimaschutzes. Daher könnten die Outsider durch Subventionen die Insider unterstützen, mehr Handlungen zur Verbesserung des Waldökosystems vorzunehmen.

In beiden Gruppen besteht ein Konflikt zwischen dem, was für das Individuum am besten ist und dem, was für die Gruppen am besten ist. So ist es kostspielig für die Insider Handlungen vorzunehmen, die das Ökosystem verbessern. Gleichzeitig ist es kostspielig für die Outsider diese Handlungen zu subventionieren. Generell sind wir interessiert an der Entscheidung von Outsidern, die sozialen Handlungen von Insidern durch Geldzahlungen zu kompensieren, sowie an der Bereitschaft von Insidern auf die Subventionen zu reagieren und mehr zu tun.

Im Speziellen werden wir in diesem Projekt alternative Wege zur Implementierung der Zahlungen von Outsidern untersuchen, mit dem Ziel die sozialen Handlungen der Insider zu erhöhen. Wir behandeln drei generelle Fragen: Wann und wie können verschiedene Regeln zur Aufteilung der Zahlungen zwischen den Insidern ihre Entscheidungen, öffentliche Güter bereitzustellen, beeinflussen? Inwiefern kann Wettbewerb um die Subventionen innerhalb der Insider ihre sozialen Handlungen verstärken? Und zuletzt, wie verändert sich die Kooperation zwischen Insidern und Outsidern, wenn sich die Anzahl Outsider oder die erforderlichen Anstrengungen von Insidern zur Bereitstellung öffentlicher Güter ändern?

Wir werden diese Fragen anhand ökonomischer Laborexperimente untersuchen. Diese sind nützlich um das Entscheidungsverhalten von Personen in verschiedenen Situationen zu untersuchen, die dem realen Umfeld von Interesse ähneln. Da in Experimenten kontrolliert und systematisch die Regeln und Anreizstrukturen von Entscheidungen variiert werden, können sie

(kausale) Evidenz zum Ausmaß dessen aufzeigen, inwiefern beobachtete Verhaltensänderungen ein Resultat der Variation von Regeln und Anreizen sind.


 


 

 




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