C mass balance of Lake Lunz

Obwohl Seen, Flüsse und Bäche eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf spielen, gibt es bisher nur wenige Studien zur Kohlenstoff-Bilanz von Süßgewässern.
C-balance
Bild: The C mass balance of Lake Lunz during the study period (15 February 2016–15 February 2017). Numbers denote C‐fluxes in t C year−1; arrows and boxes indicate the approximate magnitude (not to scale). Dashed arrows indicate fluxes that likely occur, but were not explicitly quantified in this study (Credit: K. Scholz)

Ziel der Studie eines Teams aus Ökolog*innen der Universität Innsbruck und des WasserCluster Lunz war es deshalb, die Kohlenstoff-Bilanz eines kleinen, oligotrophen Bergsees in Niederösterreich (Lunzer See) über den Zeitraum eines Jahres zu erstellen.

Hierfür wurde der Netto-CO2-Austausch an der Seeoberfläche mittels der Eddy-Kovarianz Methode gemessen. Gleichzeitig wurden Sedimentationsraten sowie der Kohlenstoff Ein- und Austrag in Form von gelöstem organischem und anorganischem Kohlenstoff (dissolved organic carbon, DOC; dissolved inorganic carbon, DIC) und partikulärem organischem Kohlenstoff (particulate organic carbon, POC) über den Zu- und Abfluss gemessen.

Die Ergebnisse zeigten, dass insgesamt etwa 1500 t Kohlenstoff durch den See transferiert wurden. Die Kohlenstoff-Bilanz des Sees wurde vom Ein- und Austrag von Kohlenstoff über den Zu- beziehungsweise Abfluss dominiert und ist deshalb maßgeblich durch die Hydrologie des Wassereinzugsgebiets bestimmt. Insgesamt waren Kohlenstoff-Ein- und Austrag größtenteils ausgeglichen, so dass der See nicht eindeutig als CO2 Senke oder Quelle fungierte. Eine Auswirkung des Klimawandels auf die Produktivität der terrestrischen Ökosysteme innerhalb des Wassereinzugsgebiets könnte jedoch Auswirkungen auf Qualität und Menge des in den See eingetragenen terrestrischen Kohlenstoffs haben und somit auch langfristig die Kohlenstoff-Bilanz des Sees beeinflussen.

Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse von Ejarque E., Scholz K., Wohlfahrt G., Battin T.J., Kainz M.J., Schelker J. nun im Journal Limnology and Oceanography.

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