Die Domestizierung unserer Gewässer und das Ende der Natur

Im Rahmen des Ökologischen Kolloquiums hielt Klement Tockner, Präsident des Österreichischen Wissenschaftsfonds und Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin, am 19. November einen Vortrag an der Universität Innsbruck
Vortrag Klement Tockner am 19. Nov. 2018

Von der romantischen Vorstellung einer intakten Natur müssen wir uns wohl verabschieden. Zu massiv sind die globalen Eingriffe des Menschen, unumkehrbar viele Änderungen und immens die gesellschaftlichen Herausforderungen. Dabei befinden wir uns erst am Beginn der „Großen Beschleunigung“ im Zeitalter des Anthropozäns. So wurden die meisten unserer Gewässer domestiziert, d.h. zum größtmöglichen Nutzen für uns Menschen verändert. Dabei setzen wir verstärkt auf großtechnische Lösungen: bauen Dämme, leiten ganze Flüsse um und entsalzen Meerwasser. Dabei gilt es Wasser als Ressource für uns Menschen und Gewässer als wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.