Forum Alpbach: Unis brauchen „Sozialkapital“

Das Vertrauen der Bevölkerung in die Arbeit und Forschung der Universitäten bezeichnen diese als ihr Sozialkapital. Diese sei heutzutage notwendiger denn je, waren sich WissenschafterInnen in Zuge einer Diskussion beim Forum Alpbach einig.
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Universitäten haben in Zeiten, in denen Fakten im öffentlichen Diskurs zunehmend in Bedrängnis geraten, eine besondere Verantwortung, sich „verständlich an die Gesellschaft zu wenden“. Darüber war man sich bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema heute, Mittwoch, Nachmittag bei den Alpbacher Hochschulgesprächen einig.

Forschung muss verständlich kommuniziert werden

Das „Sozialkapital“, also das Vertrauen der Menschen in universitäre Forschung sei nach wie vor hoch, das Interesse allerdings eher gering, beschied unter anderem der Kommunikationswissenschafter Matthias Karmasin von der Uni Klagenfurt. Studien würden außerdem zeigen, dass „Wissenschafts-PR nichts bringt - das ist Preaching to the Converted“. Zusätzliche Uni-Mittel sollten daher zwar via Leistungsvereinbarung in die Kommunikation fließen - „aber nicht in eine neue Stelle in der PR-Abteilung, sondern in die Gestaltung der Curricula.“

Jeder Forscher könnte etwa in Pflichtmodulen darauf vorbereitet werden, seine Erkenntnisse verständlich zu kommunizieren, schlug auch die Biologie-Dekanin der Universität Innsbruck, Ulrike Tappeiner, vor - und diese Bemühungen sollten auch für die Universitätskarriere ausschlaggebend werden, anstatt ausschließlich die „Echokammer“ von Publikation und Lehre.

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ORF Tirol News v. 23.8.2017

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