Interreg-Projekt INNsieme:
Drei Länder gemeinsam für den Inn
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Großräumiger Renaturierungsbereich am Unteren Inn zwischen Oberösterreich und Bayern. Foto: L.Füreder
Das Interreg-Projekt INNsieme steht für grenzüberschreitende Kooperation für den Artenschutz am Inn. Die Universität Innsbruck, das Land Tirol, die Verbund Innkraftwerke GmbH, die Innwerk AG und die Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG mit dem WWF Österreich haben sich zusammengeschlossen, um in Umsetzung der „Europäischen Strategie für den Alpenraum“ (EUSALP) gemeinsame Lösungen für einen nachhaltigen Schutz des Inn zu erarbeiten. Zusätzlich haben sich der Initiative mehr als ein Dutzend weitere unterstützende und assoziierte Partner angeschlossen.

Unter der Federführung der Forschungsgruppe „Fluss- und Naturschutzforschung“ am Institut für Ökologie wird im Zuge dieses Projektes ein grenzüberschreitender Aktionsplan für den Habitat- und Artenschutz am Inn hervorgehen, damit der Dreiländerfluss bis zum Jahr 2030 wieder seine Funktion als Lebensader für Pflanzen, Tiere und Menschen voll entfalten kann. weiter

Der Inn zählt zu den bedeutendsten Flüssen in den Ostalpen, ist größter Zubringer der Donau im Alpenraum und fließt auf einer Gesamtlänge von 517 km durch drei Staaten: die Schweiz, Österreich und Deutschland. Über Jahrhunderte hinweg wurde der Alpenfluss intensiv genutzt, ist heute eine wichtige Quelle der Energie-Erzeugung und dient aber auch als beliebtes Ziel für Tourismus- und Freizeitaktivitäten. Nicht zuletzt ist der Inn aber vor allem wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – und das, obwohl der Inn heute über weite Strecken begradigt und verbaut ist. Mit dieser Artenvielfalt zählt der Inn zu den bedeutendsten Ökosystemen im Alpenraum.

Allerdings nimmt der Nutzungsdruck auf den Inn kontinuierlich zu, während auch die Auswirkungen des Klimawandels allmählich spürbar werden. Um den Inn wieder mehr zu entlasten und wertvolle Streckenabschnitte zu erhalten, wurden in der Vergangenheit zahlreiche Schutzprojekte umgesetzt. Allerdings waren diese bisher immer regional begrenzt, oder fokussierten lediglich ausgewählte Tier- und Pflanzenarten am Inn, wodurch auch die Wirkungskraft der umgesetzten Maßnahmen regional und auf einzelne Arten begrenzt blieb – bis jetzt.

Bereits seit dem Sommer 2019 wird das Interreg-Projekt „INNsieme“ umgesetzt. Mit der länder- und sektorenübergreifenden Artenschutz-Initiative wird nun erstmals konkret auf die grenzüberschreitenden Besonderheiten und Anforderungen im Gewässerschutz reagiert, damit die notwendigen Schutzmaßnahmen nicht durch Ländergrenzen beschränkt werden. Dabei müssen vor allem die verschiedenen Nutzungsinteressen durch unterschiedlichste Stakeholder am Inn Berücksichtigung finden, damit eine gemeinsame Konsensfindung für einen wirksamen Erhalt und Schutz des Alpenflusses gefunden werden kann.

 


  • Projektlaufzeit: 3 Jahre (2019-2022)
  • Finanzierung: INTERREG Österreich – Bayern 2014-2020
  • EFRE-Mittel: €882.255,13
Projekt-Website: http://www.innsieme.org/
 

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Kontakt: Leopold Füreder   Ι   E-mail   Ι   https://www.uibk.ac.at/ecology/forschung/river_conservation_ecology.html.en

 
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