piburgersee 
Piburger See mit Badeanstalt im Hintergrund


Piburger See

Der Piburger See liegt im Ötztal in den östlichen Alpen (47°11’ N,10°50’ O, Tirol, Österreich) auf einer Seehöhe von 913 m. Der See hat eine maximale Tiefe von 24 m und eine Oberfläche von 0.13 km2. Das hauptsächlich bewaldete Einzugsgebiet ist 1.7 km2 groß und reicht bis 2400 m Seehöhe. Der See ist seit 1929 ein Schutzgebiet und seit 1983 Teil eines Naturreservates.

 

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Ruben Sommaruga

 

Während der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts litt der Piburger See an einer Eutrophisierung, die durch verstärkte Freizeitnutzung und Düngung der benachbarten Felder verursacht wurde. Die Erholung begann 1970 als mit einem Tiefenwasser-Ablauf (Olszewski-Rohr) sauerstofffreies und nährstoffreiches Wasser abgeleitet werden konnte, bei gleichzeitiger Reduktion der Düngung auf den benachbarten Feldern und Verringerung der Belastung durch den Betrieb als Badesee. Die Sauerstoff-Situation im See konnte damit erfolgreich verbessert werden. In den 80er Jahren verschlechterte sich die Situation aber wieder, wahrscheinlich durch einen verringerten Abfluss durch das Olszewski-Rohr. Die Erholung des Phytoplanktons benötigte aber fast zwei Jahrzehnte.

Die Rettung des Piburger Sees wurde von einem Überwachungsprogramm sowie zahlreichen Diplom- und Doktorarbeiten begleitet, in denen Themen wie Hydrologie, Wasserchemie, Sedimente, Phytoplankton, Zooplankton, Zoobenthos, Fisch-Ökologie und mikrobielle Nahrungsnetze untersucht wurden. Die Untersuchungen wurden durch den Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), die Europäische Union und die Gemeinde Ötz unterstützt.

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