LTER Standort Tyrolean Alps 

Ökologische Langzeitforschung, also LTER, Long-term Ecological Research, im engeren Sinne, entstand in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA aus dem Bedürfnis heraus, ökosystemare Prozesse, Muster und Phänomene besser zu verstehen, zu analysieren und zu dokumentieren. Man hatte damals völlig richtig erkannt, dass (1) die zeitliche Dimension solcher Muster und Prozesse weit über die in Projekten üblichen 3-5 Jahre hinausgeht, (2) die räumliche Dimension von Prozessen nicht auf einzelnen Standorten abzubilden war und (3) vergleichbare Methoden und Ansätze für ein „up-scaling“ Voraussetzung sind.

Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich Anfang der 1980er Jahre ein von der US- National Science Foundation finanziertes Netzwerk, das es ermöglichte, Datenreihen über lange Zeiträume mit derselben Methodik an verschiedenen Standorten zu erheben und für „cross-site comparisons“, also Vergleiche zwischen Standorten nutzbar zu machen. Dieses Konzept war erfolgreich und hatte zur Folge, dass sich ein internationales Netzwerk herausbildete, das heute in über 40 Ländern aktiv ist.

Das Institut für Ökologie der Universität Innsbruck erkennt im Konzept der ökologischen Langzeitforschung eine Grundlage für jede ökologische Forschung. Das Institut betreibt selbst Langzeitforschung an unterschiedlichen Ökosystemen und stellt WissenschaftlerInnen bis zu 40-jährige Datenreihen zur Verfügung. Das Institut für Ökologie beteiligt sich federführend an der Forschungsplattform „Tyrolean Alps“ und arbeitet mit der Gesellschaft für ökologische Langzeitforschung (LTER-Austria) zusammen.

 

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