Online Prüfen

Beachten Sie bitte:
Prüfungen in Präsenz können bis einschließlich 2. Februar 2021 nur nach erfolgter Rektoratsgenehmigung eines begründeten Antrags der jeweils zuständigen Studiendekan*innen stattfinden. Alle anderen müssen auf virtuell umgestellt oder verschoben werden. Einzelprüfungen und kommissionelle Abschlussprüfungen können unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und einer genauen Dokumentation der Anwesenheiten in Präsenz stattfinden.
Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an das Vizerektorat für Lehre und Studierende (Mail: Lehre-Studierende@uibk.ac.at).

E-Assessment

Unter E-Assessment versteht man elektronische Prüfungsverfahren. Dabei umfasst der Begriff Prüfungen, Beurteilungen, Bewertungen, Einschätzungen und Selbsttests, die mit Hilfe digitaler Tools durchgeführt werden. Digitale Hilfsmittel können sowohl bei der Erstellung, Durchführung als auch zur Bewertung von E-Assessments eingesetzt werden. (https://wiki.uibk.ac.at/bluespice/didaktik/index.php/E-Assessment).

Der Zentrale Informatikdienst, Abteilung Digitale Medien und Lerntechnologien stellt folgende Systeme zur Verfügung:


Details, Hinweise zur Anwendung, didaktische Anregungen und weitere Tipps zu den verschiedenen Prüfungssystemen finden Sie im offenen Selbstlernkurs E-Assessment@UIBK  in OpenOlat.

Distance Prüfungen - Durchführung von Prüfungen bei eingeschränkter sozialer Kontaktmöglichkeit

Da es aufgrund der durch COVID-19 ausgelösten Pandemie notwendig ist, persönliche Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, versucht die Universität Innsbruck, Ihnen Distance Alternativen anzubieten.
Mit der Universitätsleitung wurden drei Szenarien für Distance Prüfungen akkordiert, die im Folgenden vorgestellt werden:

Mündliche Prüfung beispielsweise über ein "virtuelles Klassenzimmer"

Eine mündliche Prüfung hat im Regelfall nur bei Einzelgesprächen oder bei einer überschaubaren Anzahl von Teilnehmenden Sinn. Sie wird sowohl für Abschlussprüfungen von Lehrveranstaltungen als auch für die Verteidigung von Arbeiten eingesetzt. 

Für die Durchführung einer mündlichen Prüfung steht im Lernmanagementsystem OpenOlat der Kursbaustein "Virtuelles Klassenzimmer" zur Verfügung. 

Sie können mündliche Prüfungen aber auch in einem beliebigen anderen Webkonferenz-System durchführen, solange die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Studien- und Prüfungsordnung, aber z.B. auch der DSGVO) sichergestellt ist. Beachten Sie hierbei aber, dass das ZID keine Beratung und keinen Service zu externen Systemen anbietet.

Open-Book-Prüfung

Bei einer Open-Book-Prüfung handelt es sich um eine Prüfung, bei der die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel nicht unterbunden wird bzw. sogar erforderlich ist. Diese freie Art der Prüfung erfordert aber im Vorfeld gründliche Überlegungen hinsichtlich des Ausbildungsstandes der Studierenden und einer daran angepassten Aufgabenstellung.

Diese Art der Prüfung ist sinnvoll, wenn...

… Fragestellungen möglich sind, die eine vertiefte Beschäftigung mit komplexen Themenstellungen erfordern.

… keine praktikable Möglichkeit vorhanden ist, den Einsatz unerlaubter Hilfsmittel zu unterbinden.

... Leistungen wie das Erstellen von Texten, die Erzeugung von Skizzen und Programmen gefordert sind, wobei auch zusätzliche Software zum Einsatz kommt.

Nicht geeignet ist diese Art der Prüfung für das reine Abfragen von Faktenwissen.

Für die Umsetzung einer Open-Book-Prüfung steht Ihnen in OpenOlat der Kursbaustein "Test" zur Verfügung. Hier eignen sich besonders die Fragetypen der mit dem Fragetypen "Datei hochladen" und "Freitext". Aber auch andere Fragen sind für eine Open-Book-Prüfung geeignet.

Online-Prüfung mit OpenOlat

Lehrende unterschiedlicher Fachrichtungen erzählen von ihren Erfahrungen mit der coronabedingten Umstellung von Präsenzprüfungen auf Online-Prüfungen. Für die meisten waren Online-Prüfungen in der Lernplattform OpenOLAT Neuland.   ansehen >>

Eine klassischen Klausur können Sie mit dem Einsatz des Kursbausteins "Test" in OpenOlat umsetzen. Diese Art der Prüfung eignet sich besonders für Prüfungen mit vielen Fragen zur Wissensüberprüfung.

Folgende Grafik kann bei der Auswahl eines Szenarios helfen:   Distance Learning - Abbildung 1

Für alle elektronischen Prüfungsformen gilt: Im Vorfeld müssen die organisatorischen und technischen Voraussetzungen rechtzeitig abgeklärt, vermittelt und überprüft werden. Das bedeutet, Sie überlegen sich:

  • welche Prüfungsform Sie anwenden werden, inkl. der Eckdaten und Besonderheiten wie Dauer, Punktevergabe und Notenschlüssel.
  • welches technische System Sie einsetzen werden und wie Sie Ihren Studierenden Ihre Wahl kommunizieren.
  • welche Hilfsmittel für Ihre Prüfung zulässig sind.

Stellen Sie sicher, dass Sie für den Fall technischer oder anderer Schwierigkeiten bei einzelnen Studierenden oder allgemeiner Natur ein Ausfalls-Szenario bereit haben – Ersatztermine, mündliche statt schriftlicher Prüfung o.ä. 


Stellen Sie auch sicher, dass Sie für Personen, die die Prüfung nicht in der vorgesehen Form durchführen können, wie etwa behinderte und oder chronisch kranke Studierende (Beratung über das Büro der Behindertenbeauftragten  behindertenbeauftragte@uibk.ac.at) oder jene mit unzureichender technischer Ausstattung, eine gleichwertige Teilnahme an oder Alternative zu der Prüfung gewährleisten. 



Anmeldung und Teilnehmer*innenverwaltung 

Sie können die Anmeldung Ihrer Studierenden zu den Prüfungen gleich handhaben, wie Sie es auch bei Präsenzprüfungen tun. Wenn Sie aber Prüfungen über den Kursbaustein "Test" in OpenOlat abhalten, müssen alle Studierenden, die zur Prüfung antreten wollen unbedingt auch in OpenOlat für den Test angemeldet werden. 

Derzeit können die zur Prüfung angemeldeten Personen nicht automatisch zwischen VIS:online und OpenOlat synchronisiert werden.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Prüfungsteilnehmer*innen in OpenOlat anzumelden: 

      1. Die Studierenden schreiben sich selbst für die Prüfung auf OpenOlat ein. HelpCard 30-010
      2. Sie übertragen die im VIS online zur Prüfung angemeldeten Studierenden händisch in den OpenOlat-Kurs. HelpCard 40-031
      3. AUSNAHME für Gesamtprüfungen (ReWi, SoWi), die keine Lehrveranstaltungs-ID haben. Für diese Prüfungen erstellen Sie bitte einen "autonomen" Kurs in OpenOlat und tragen die angemeldeten Studierenden händisch in die Mitgliederverwaltung ein. Hilfe dazu gibt es im Olat-Kurs "E-Assessment@uibk" hier.

Stellen Sie nach Ablauf der Anmeldefrist sicher, dass alle Studierenden, die die Prüfung ablegen möchten, auch als angemeldet aufscheinen. Nur, wer in dem OpenOlat-Kurs zum Test angemeldet ist, kann ihn auch ablegen!

Prüfungen mit großen Studierendenzahlen

Wir empfehlen, Prüfungen mit großen Studierendenzahlen in OpenOlat durchzuführen. Die Einteilung eines großen Kurses in kleinere Prüfungsgruppen (z.B. um A- und B- Tests auszuhändigen) ist nicht notwendig, da in OpenOlat die Fragenauswahl aus dem Fragenpool zufällig erfolgen kann.

Hinweise zur Vorbereitung der Klausur finden Sie in den generellen Anmerkungen und im OpenOlat Kurs E-Assessment@UIBK , dort finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einrichten einer Prüfung in OpenOlat.

Besonderheiten:

      • Wählen Sie die Fragetypen in OpenOlat so aus, dass Sie automatisch korrigiert werden, um den Korrekturaufwand gering zu halten.
      • Legen Sie eine Zeiteinschränkungen fest, an der auf den Test zugegriffen werden kann, der etwas weiter gefasst ist, als das Zeitlimit für den Test. So ist sichergestellt, dass Studierenden, die bei einem "Massenzugriff" erst ein paar Minuten später mit dem Test beginnen, derselbe Zeitraum zum Durchführen des Tests zur Verfügung steht. 

Unterbinden von Betrugsversuchen

Sie haben eine Reihe von Möglichkeiten, um Betrugsversuche zu unterbinden. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass eine distance-learning-Prüfung nicht 1:1 mit einer Prüfung im Hörsaal vergleichbar ist und die Herausforderungen deshalb auch andersartig sein können. Grundsätzlich raten wir jedenfalls zu größtmöglicher Transparenz: kündigen Sie die Maßnahmen an, die Sie zu setzen gedenken, damit die Studierenden informiert in die Prüfung starten können. 

  1. Benutzeridentifikation
  2. Eidesstattliche Erklärung
  3. Umfang und Dauer des Tests
  4. Zufällige Variationen von Fragen und Antwortmöglichkeiten
  5. Lineare Menüführung der Fragen
  6. Gezieltes Erlauben von Unterlagen (Open-Book)
  7. Überprüfen von eingereichten Texten (bei Open-Book Prüfungen) mittels PlagScan 

Ad 1. Benutzeridentifikation
Die Studierenden sind durch ihre Benutzerkennung und ihr Passwort in OpenOLAT eingeloggt. Bereits bei der Immatrikulation, aber auch immer wieder während des aktiven Studiums, werden sie darüber informiert, dass die Weitergabe Ihrer Benutzerkennung und dem Passwort verboten ist.

Ad 2. Eidesstattliche Erklärung
Wir empfehlen zusätzlich die Studierenden eine Eidesstattliche Erklärung vor dem Prüfungsantritt bestätigen zu lassen (siehe Screencast). Sie können einen Vorlage-Kurs mit vorgeschalteter Eidesstattlicher Erklärung auch kopieren und die Erklärung wie im Screencast demonstriert einbinden. 

Ad 3. Umfang und Dauer des Tests
Um „intensives Nachlesen“ während einer Prüfung zu unterbinden ist ein so enges Zeitfenster für die Prüfung anzuwenden, dass langes Nachschlagen in Unterlagen sinnlos würde, weil dann zu wenig Zeit für die Beantwortung der Fragen bleibt.

Ad 4. Zufällige Variationen von Fragen und Antwortmöglichkeiten
Sie haben die Möglichkeit, sowohl Fragen als auch Antwortmöglichkeiten in zufälliger Variation in den Tests auszugeben - was etwa die bekannten "A" und "B" Testgruppen überflüssig macht.

Ad 5. Lineare Menüführung der Fragen
Durch diese Einstellung wird das Vor- und Zurückspringen zwischen den einzelnen Fragen unterbunden.

Ad 6. Gezieltes Erlauben von Unterlagen (Open-Book)
Alternativ könnten Sie Ihre Prüfung auch explizit so gestalten, dass die Verwendung von Unterlagen erlaubt ist (siehe Open-Book-Prüfungen).

Ad 7. Überprüfen von eingereichten Texten (bei Open-Book Prüfungen) mittels PlagScan
Um exzessivem Kopieren bei Open-Book Prüfungen vorzubeugen, steht Ihnen auch die Möglichkeit offen, die eingereichten Texte mittels Plagscan (evtl. stichprobenartig) zur prüfen.

Eidesstattliche Erklärung

"Ich erkläre an Eides statt, dass ich die Prüfung alleine und selbständig ablege und keine anderen als die erlaubten Hilfsmittel verwende. Ich nehme zur Kenntnis, dass die Prüfung bei Zuwiderhandeln gemäß § 23 Abs. 2 Satzungsteil „Studienrechtliche Bestimmungen“ mit der Note Nicht genügend beurteilt wird. Die Strafbarkeit einer falschen eidesstattlichen Erklärung ist mir bekannt."

Englischsprachige Variante:

"I declare in lieu of oath that I will take the exam alone and independently and that I will not use any other means than the ones expressly permitted. I take note that in case of violations according to §23(2) of the statue "Study Law Regulations" the examination is rated with the grade Insufficient. I know that a false affidavit is punishable."

 OpenOlat bietet die Möglichkeit, diese eidesstattliche Erklärung einem Test vorzuschalten - Sie muss mit "ja" bestätigt werden, um zum Test zugelassen zu werden. Wie dies in der Praxis aussieht, ist in der kopierbaren Test-Vorlage ersichtlich.

Eine Video-Erklärung, wie Sie in OpenOlat ihrem Test eine eidesstattliche Erklärung vorschalten, finden Sie hier.

Online Bewerten

Für die Beurteilung von Lernzielen beziehungsweise die Überprüfung des Wissensstandes gibt es verschiedenste Arten. Dies kann in Form von Punkten automatisch oder manuell erfolgen, aber auch als verbale Rückmeldung, als Lösungsdatei oder als ausformuliertes Feedback. Alle diese Möglichkeiten können in OpenOlat genutzt werden.

Die zentrale Beurteilung innerhalb eines Kurses erfolgt idealerweise über das Bewertungswerkzeug. Weitere Beschreibungen und Anwendungsmöglichkeiten dazu finden Sie unter Beurteilung im OpenOlat Kurs E-Assessment@UIBK.

Ablauf einer Beurteilung in OpenOlat:

  • Bewertbaren Baustein in OpenOlat einrichten
  • Bewertungsschema auswählen, Punkte vergeben
  • Entsprechenden Test/Baustein durchführen
  • Ergebnisse kontrollieren oder manuell bewerten
  • Punktelisten aus OpenOlat exportieren

Weitere Schritte:

  • Notenliste mit eigenem Notenschema erstellen
  • Notenliste ins VIS-online übertragen, sodass die Studierenden die Noten via LFU-online einsehen können

 

 

Für Fragen zur technischen Umsetzung von Distance Prüfungen sind wir aktuell auch in Webkonferenz-Sprechstunden (unter "Open Space) erreichbar.

Eine Übersicht, über bereits beantwortete Fragen zu Distance Prüfungen, finden Sie in den FAQs

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