Tipps zur Digitalen Lehre

Tipps_zur_Materialerstellung

Didaktische Hilfestellung

Tipps zur Kollaboration

Tipps zur Materialerstellung


Didaktische Hilfestellung

Die E-Learning Infrastruktur der Universität Innsbruck bietet mehrere Möglichkeiten, digitale Lehre professionell umzusetzen.

Folgende Tabelle nach Kerres (2012, S.390) stellt die Bestandteile traditioneller und mediengestützter Lernarrangements gegenüber, bold gekennzeichnetes wurde ergänzt.

Bestandteil Traditionelle Varianten Varianten mit digitalen Medien

Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Seminarraum, Hörsaal

Podcast, Lecturecast, Video auf Abruf (Streaming), Live-Stream, Videokonferenz

Selbstlernaktivität Buch

Interaktives Lernprogramm im Internet, Multimedia (DVD), eBook, Lernplattform

Kooperatives Lernen

Partner- und Gruppenarbeit im Klassenraum

Videokonferenz, Groupware-basierte Kooperation, Instant-Messaging-Dienste

Tutoriell betreutes Lernen

Mentoren-Modelle (auch: Peer- Tutoren) Online-Coaching, Tele-Tutoring

Kommunikatives Lernen

Gruppenansätze (Team-Building, Gruppenfeedback, Metakommunikation etc.) Soziale Netzwerke, Chat-Räume, Diskussionsforen
Beratung Einzelgespräche, Informationsveranstaltungen

Beratung per E-Mail, FAQ-Liste, Community-basierte Ansätze (peer-to-peer), Instant-Messaging-Dienste

Tests, Zertifizierung

Klausur, mündliche Prüfung Computerbasiertes (adaptives) Testen

Grundsätzlich gilt, dass die Lehrmethoden angemessen für Inhalt, Lehrziel und Zielgruppe sein müssen. So werden diese auch als gut empfunden. Das gilt sowohl im digitalen Raum als auch in der Präsenzlehre. 

Gerade in der Fernlehre können technische Probleme oder Unzulänglichkeiten zu Kommunikationslücken führen. Daher ist es ratsam, die Studierenden über den Ablauf und den Inhalt der virtuellen Lehre ausreichend zu informieren und Änderungen frühzeitig mitzuteilen.

Bedenken Sie bitte, dass gute digitale Lehre nicht unbedingt synchron, also "live" sein muss, wie es im Präsenzunterricht der Fall ist. Es gibt viele Szenarien, in denen ein asynchroner Ansatz sinnvoll ist.

Der Umstieg von ausschließlicher Präsenzlehre zu einer völlig digitalen Umsetzung kann mitunter fordernd sein. Es ist daher ratsam, zunächst mit einem eher niedrigen Grad an technischer und didaktischer Komplexität einzusteigen (z.B. asynchronen Formen digitaler Lehre) und diesen mit der Zeit zu steigern.

Die Erfahrung zeigt, dass der digitale Workload von Aufgaben, die digital gestellt, ausgeführt und wieder abgegeben werden, oft schwierig einzuschätzen ist. Bitte bedenken Sie, dass auch der technische Aufwand (Selbst-Einschulung in Programme oder Plattformen, etwaige Fehlersuche und Troubleshooting) als Teil der Aufgabenstellung empfunden wird und zumindest anfänglich bzw. anteilig in den Workload mit einberechnet werden sollte.

Asynchrones Lehren

Asynchrones Lehren bedeutet eine zeitversetzte Kommunikation und Interaktion zwischen einer Lehrkraft und Studierenden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit Aufnahmen und hochgeladenen Unterlagen zu arbeiten und dennoch Interaktion mit Studierenden bzw. von Studierenden untereinander aufrecht zu erhalten.

Vorteile:

  • Gut planbar
  • Ggf. wiederverwendbar
  • Weniger störanfällig
  • Bietet sowohl Lehrenden als auch Studierenden zeitliche Flexibilität

Nachteile:

  • Wenig spontan
  • Werkzeuge zur Studierendeninteraktion und -aktivierung müssen gezielt eingesetzt werden
  • Format erfordert eine andere Art der Lerndisziplin bei Studierenden als bei Präsenzveranstaltungen

Möglichkeiten zur Materialienproduktion

  • Videos aufnehmen
  • Power-Point-Folien vertonen
  • Externe Lernvideos verwenden
  • Texte und/oder Foliensätze hochladen

Detaillierte Anleitungen, wie ein Lernvideo erstellt oder Folien vertont werden können, finden Sie hier.

Wichtig: Studierendeninteraktion

Wichtig ist, hochgeladene Materialien wie Folien, Videos etc. nicht unkommentiert zu lassen, sondern eine Möglichkeit des Austausches zu schaffen. Das Lernmanagementsystem OpenOlat bietet dafür mehrere Möglichkeiten:  

Synchrones Lehren (z.B. mit Webkonferenzen)

Bei synchronem Lehren kommunizieren und interagieren Lehrende und Studierende zeitgleich.

Die meisten Lehrveranstaltungskonzepte können ohne umfangreiche Überarbeitung in Webkonferenzen verlegt werden: Lehrende können dort vortragen, Studierende können wie gewohnt Fragen stellen, aber auch selbst Vorträge halten oder Gruppenarbeiten durchführen.

Vorteile:

  • „Direkte Übertragung“ des Lehrveranstaltungskonzept auf eine digitale Plattform. Knüpft somit an bereits vorhandene Erfahrung von Lehrenden und Studierenden in der universitären Lehre an
  • Soziale Interaktion ist ähnlich wie bei Präsenzveranstaltungen möglich
  • Muss nicht zwingend vorbereitet werden

Nachteile:

  • Störanfällig (z.B. technische Probleme)
  • Unterschiede zwischen digitaler und Präsenz-Lehre werden oft übersehen (z.B. geringere Aufmerksamkeitsspannen bei Zuhörer*innen; andere Art der sozialen Interaktion)
  • Erfordert ein relativ hohes Maß an User-Kompetenz für „BigBlueButton“ und Multitasking-Fähigkeit

Eine frustrationsfreie Arbeit in Webkonferenzen setzt einige Dinge voraus:

  • Stabile Internetverbindung und gute Hard- und Software sowohl bei Lehrenden als auch Studierenden
  • Solide digitale Kompetenzen der/des Lehrenden sowie die Fähigkeit zum digitalen Multitasking – in ungewohnter Atmosphäre vorzutragen, kleinere technische Pannen auszugleichen und gleichzeitig Zwischenfragen im Blick zu behalten und zu beantworten braucht Übung und Erfahrung

Um mit Webkonferenzen gut arbeiten zu können, empfehlen wir:

  • Hard- und Software-Tests: prüfen Sie Ihr Setup mit einer Testperson
  • Setzen Sie Moderatoren*innen ein: Sie können studentische Mitarbeiter*innen einsetzen, um den Chat in der Webkonferenz im Auge zu behalten, oft gestellte Fragen direkt „privat“ zu beantworten, Rederechte zu vergeben oder bei kleineren technischen Problemen weiterzuhelfen
  • Reduzieren Sie die Komplexität, indem Sie Fragen aufnehmen (lassen) und diese erst am Ende oder überhaupt nach der Lehrveranstaltung beantworten
  • Betten Sie die Webkonferenz in einen OpenOlat-Kurs ein, in dem Sie weitere Materialien, eventuell Aufzeichnungen vergangener Meetings und Diskussionsforen anbieten

Die Verwendung des Bausteins "virtuelles Klassenzimmer" ermöglicht die Einbindung des Webconference-Tools BigBlueButton in OpenOlat. Wie Sie BigBlueButton in ihren OpenOlat-Kurs einbetten finden Sie in unseren Helpcards. Weitere Anleitungen, Hilfe und nützliche Informationen finden Sie hier.

Falls Sie Ihre Lehrveranstaltung für mehr als 150 Teilnehmer*innen anbieten, haben Sie die Möglichkeit, live aus einem Hörsaal zu übertragen oder aber mit Videoaufnahmen zu arbeiten. Weitere Informationen zu speziell ausgestatteten Räumen finden Sie hier. 

Empfehlungen zur Aktivierung von Studierenden

Neben dem eigentlichen Inhalt, bringen Präsenzlehrveranstaltungen auch ein soziales Element mit. Dieses ist ein wichtiger aktivierender Faktor in der Interaktion mit Studierenden und nicht immer einfach so auf die digitale Lehre übertragbar. Auch wird das (ausschließliche) Lernen im digitalen Raum als anstrengender und weniger belohnend empfunden. Das bedeutet, dass, selbst wenn Sie bei Präsenzlehrveranstaltungen keine besonderen Maßnahmen zur Studierendenaktivierung benötigen, in rein digitalen Lehrsettings ist Studierendenaktivierung ausdrücklich zu empfehlen. Hier einige Beispiele:

  • Nach-und-nach: Geben Sie nicht alle Inhalte sofort frei, sondern schalten Sie Ihre Materialien z.B. erst wochenweise frei.
  • Häppchenweise: Überlegen Sie, ob Sie anstatt einer großen Arbeit nicht auch regelmäßige kleinere Aufgaben stellen können, die die Studierenden während der Kurslaufzeit erledigen können. Digitale Lehre funktioniert besser für kleinere Segmente.
  • Feedback: Arbeiten Sie mit Selbsttests, Umfragen oder kleineren Zwischentests, die helfen, den Lernfortschritt Ihrer Studierenden einzuschätzen. Dies kann mit Kursbausteinen in OpenOlat geschehen - die Uni Innsbruck bietet dafür aber auch das Audience-Response-Tool ARSNova an.
  • Belohnung: Belohnen Sie Leistungen. Etwa indem ein sehr gut bestandener Zwischentest Bonusmaterial freischaltet (OpenOlat „kann“ diese Funktion!). Oder indem eine besonders gut gelöste Aufgabe im Forum „öffentlich“ vorgestellt wird.
  • Kollaboration: Setzen Sie Gruppenarbeiten auch digital um – die Kollaborationswerkzeuge in OpenOlat helfen dabei.
  • Quests: Erstellen Sie z.B. im Anschluss an ein Video oder ein virtuelles Klassenzimmer eine Reihenfolge von Aufgaben, die jeweils einen Hinweis oder ein Passwort für die nächste Aufgabe (in OpenOlat) enthalten.

Nur bei adäquatem Lerninhalt und grundsätzlich positiver Gruppendynamik empfehlenswert:

  • Wettbewerbe: Lassen Sie Studierende oder Studierendengruppen bei kleinen Aufgaben gegeneinander antreten.
  • Soziales: Geben Sie den Studierenden die Möglichkeit, mit ihrer Persönlichkeit im Kurs vertreten zu sein. Das sollte kein Auftritt als Tinder-Profil sein, aber die Bitte, ein Foto zu einem bestimmten Thema oder Impuls zu erstellen oder eine persönliche Meinung zu formulieren. Das kann dabei helfen ein virtuelles Seminarraumgefühl zu erzeugen.

Weiterführende Materialien, Tipps und Anleitungen zum distance-learning finden Sie in unserer kommentierten Linkliste.

Tipps zur Kollaboration

Nachfolgend finden Sie Tipps zur Kommunikation und Kollaboration. Diese Liste wird laufend aktualisiert.

Kollaboration im digitalen Raum

In dem offenen OpenOlat-Kurs Crashkurs E-Didaktik finden Sie umfangreiche Informationen und Tipps zum Thema E-Didaktik.

Im Folgenden werden Ihnen verschiedene Tools aufgezeigt, mit deren Hilfe Sie online miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können.

Sie finden hier einen Überblick über:

Kurs-Chat beitreten

Öffnen Sie einen OpenOlat Kurs und klicken Sie auf Kurs-Chat. Ein Chatfenster geht auf und Sie betreten den Kurs-Chat. Ist bereits eine Historie vorhanden, können Sie diese anzeigen lassen, um sich über den bisherigen Gesprächsverlauf zu informieren. Nachrichten an einen Chatraum werden an alle Personen im Raum gesendet. Die Liste der Teilnehmer ist neben dem Chatfenster ersichtlich. Falls Sie den Raum wieder verlassen möchten, schließen Sie das Fenster.

ACHTUNG! Sie müssen den Kurs-Chat betreten/öffnen, um neue Nachrichten zu sehen. Der Kurs-Chat öffnet sich NICHT automatisch, sobald eine neue Nachricht vorhanden ist.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 1

Gruppen-Chat beitreten

Wenn Sie sich in OpenOlat eingeloggt haben, klicken Sie im Hauptmenü auf Gruppen, und wählen Sie dort die gewünschte Gruppe aus.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 2

Solange der Chat für diese Gruppe aktiviert wurde (siehe Gruppen-Chat als Kursbesitzer aktivieren), ist er links im Menü sichtbar.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 3

Klicken Sie auf Chatraum beitreten. Ein neues Fenster öffnet sich. Nun können Sie mit allen Mitglieder aus der Gruppe kommunizieren.

Gruppen-Chat als Kursbesitzer aktivieren

Wenn in einem Kurs mehrere Gruppen vorhanden sind, können Sie als Kursbesitzer für jede Gruppe einen eigenen Chat einrichten. Gehen Sie dafür wie folgt vor:

Öffnen Sie Ihren Kurs. Klicken Sie auf Administration und dann auf Mitgliederverwaltung. Die Mitgliederverwaltung öffnet sich.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 4

Klicken Sie links nun auf Gruppen und wählen Sie dann die gewünschte Gruppe. Die Gruppe öffnet sich.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 5

Klicken Sie auf Administration und wählen Sie unter Werkzeug den Chat aus.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 6

Im Menü links erscheint nun der Chat. Wenn Sie den Chatraum betreten, sehen Sie alle Gruppenteilnehmer, die sich ebenfalls im Chatraum befinden.

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 7

Kursbausteine zur Kommunikation und Kollaboration

Sie können Ihrem Kurs diverse Kursbausteine hinzufügen, die Ihnen die Kommunikation und Kollaboration mit den Studierenden erleichtern. Folgende Kursbausteine eignen sich dafür:

  • Mitteilungen
  • Forum
  • E-Mail
  • Ordner
  • Wiki
  • Blog

Wie Sie einen Kursbaustein in einen Kurs einfügen erfahren Sie in der HelpCard 10-020 .

Baustein Mitteilungen

Mit diesem Baustein können Sie kursintern Mitteilungen verfassen, und diese gegebenenfalls auch als E-Mails verschicken. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in der HelpCard 30-060 .

Baustein Forum

Als Backchannel für Fragen und Diskussionen, auch für die Studierenden untereinander, eignen sich in OpenOlat Foren sehr gut. Eine Anleitung zur Verwendung von Foren finden Sie in der HelpCard 30-050 .

Baustein E-Mail

Dieser Baustein bietet eine gute Alternative zur VIS:online E-Mail Funktion. Sie können hier E-Mails an alle Kursteilnehmer, Besitzer und Betreuer schicken, sowie Anhänge hinzufügen. Im Kurseditor können Sie in diesem Baustein die Empfänger verwalten, und gegebenenfalls eine E-Mail Vorlage hinterlegen. Mehr Informationen zum Kursbaustein E-Mail erhalten Sie in der HelpCard 20-060 .

Baustein Ordner: Dokument online bearbeiten

In OpenOlat können Text-Dokumente gleichzeitig von mehreren Personen bearbeitet werden. Erstellen Sie dazu einen Kursbaustein Ordner in Ihrem Kurs und geben Sie Studierenden in der Zugangs-Konfiguration Schreibrechte (Details finden Sie in der HelpCard 30-030).

Erstellen Sie das gewünschte Dokument direkt im Baustein oder laden Sie ein Dokument hoch.

Mit einem Klick auf den Bleistift öffnet sich das Dokument zur Bearbeitung:

Tipps zur Kollaboration - Abbildung 8

Baustein Wiki

Ein Wiki ist eine Ansammlung von Seiten, die von unterschiedlichen Personen bearbeitet werden kann. Das wohl bekannteste Beispiel für ein Wissensmanagement-Wiki ist Wikipedia.

Auch in OpenOlat kann ein Wiki erstellt werden. Alle Infos dazu finden Sie in der HelpCard 30-180 und HelpCard 30-181 .

Baustein Blog

Es ist möglich, im Autorenbereich in OpenOlat eine Lernressource Blog anzulegen. Dort können Sie Beiträge schreiben, die Sie dann in einen oder mehrere OpenOlat-Kurse einbinden können. Um Studierende kollaborativ an einem Blog arbeiten zu lassen, nehmen Sie die Einstellungen im Baustein so vor, dass jede/r Studierende Rechte zum Lesen und Schreiben im Blog hat. Diese Einstellung finden Sie im Kurseditor im Baustein Blog im Tab Zugang.

Gruppen in OpenOlat

OpenOlat bietet Ihnen die Möglichkeit, einen eigenen Arbeitsbereich für Gruppen anzulegen. Nur Teilnehmer der Gruppe können den Inhalt dieses Arbeitsbereichs sehen und bearbeiten. Sie können Ihren Studierenden in ihrem persönlichen Arbeitsbereich verschiedene Werkzeuge zur Verfügung stellen:

  • Information an Mitglieder
  • E-Mail
  • Kalender
  • Ordner
  • Forum
  • Wiki
  • Portfolio

Wie Sie eine solche Gruppe anlegen, erfahren Sie in der Helpcard 20-010 .

Abstimmungssysteme - Audience Response Systeme

ARSnova

Mit ARSnova steht Ihnen ein webbasiertes Abstimmungssystem zur Verfügung, welches intuitiv, leicht verständlich und schnell einsetzbar ist. Zu den Funktionen gehören unter anderem:

  • Multiple-Choice-Fragen, Freitextantworten, Entscheidungsfragen (richtig/falsch oder ja/nein), Mini-Evaluationen, Mini-Quiz, u.v.a.
  • Instant-Feedback während einer (Lehr-)Veranstaltung ("kann folgen", "schneller/langsamer bitte",…),
  • Anonyme Zwischen-/Rückfragen von Studierenden.

Melden Sie sich als unter arsnova.uibk.ac.at als Dozent/in an, um eine Session zu erstellen. Um ARSnova aus Sicht eines/einer Studierenden kennenzulernen, nehmen Sie an einer Demoabstimmung teil: Wählen Sie dazu "Studierende/r" aus und geben den Zugangscode 86 15 62 80 ein.

Weitere detaillierte Beschreibungen finden Sie im Menüpunkt Werkzeuge: ARSnova.

Frag.Jetzt

Bei frag.jetzt handelt es sich um ein Werkzeug welches ARSnova im Prinzip sehr ähnlich ist. Der Fokus liegt hier auf dem Rückkanal vom Publikum zum Vortragenden, weshalb es sich hervorragend als Ergänzung zum Livestreaming eignet. Frag.jetzt ermöglicht es Ihnen während Ihrer Lehrveranstaltung Publikumsfragen zu sammeln, zu bewerten und anschließend zu beantworten.

Weitere Informationen zum Tool finden sie im Menüpunkt Werkzeuge: frag.jetzt.

Umfragen

LimeSurvey

LimeSurvey ist ein Online-Umfragetool für Offline- und v.a. Online-Umfragen. Sie können mit LimeSurvey einfache Anmeldeformulare erstellen, oder auch komplexe Umfragen mit umfangreichen Bewertungsregeln, Bedingungslogik und Quotenmanagement.

LimeSurvey ist als Webservice unter https://webapp.uibk.ac.at/umfrage verfügbar. Für das Erstellen von Umfragen/Fragebögen ist das Eintragen in die lokale LimeSurvey Umfragenadministrator-Liste erforderlich. Das ist ausschließlich für Studierende und Mitarbeitende der Universität Innsbruck möglich. Bitte schreiben Sie ein E-Mail an Webapp-Admin@uibk.ac.at, um den Zugang zu beantragen.

Eine umfangreiche Funktionsbeschreibung und Anleitung finden Sie im LimeSurvey Manual. Achten Sie außerdem auf das interne Fortbildungsprogramm. Dort werden ca. zwei Mal jährlich Schulungen angeboten.

OpenOlat Kursbaustein Umfrage

Sie können Umfragen als Lernressource erstellen und in einen (oder mehrere) OpenOlat-Kurse einbinden. Hier finden Sie in den folgenden HelpCards Hilfe zur Verwendung des Bausteins:

Webkonferenzen

Mit Hilfe von Webkonferenzsystemen, werden nicht nur Online-Meetings sondern auch Lehrveranstaltungen durchgeführt. Der Vorteil dieser Systeme liegt in der einfachen Bedienung und den geringen Anforderungen an technische Ausrüstung (z. B. oft nur ein Laptop mit Headset, eine gute Netzanbindung und Zugang zu einem Webkonferenz-Werkzeug). Es kommen unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten zum Einsatz: Sprache, Text, Video, Bildschirmfreigabe, etc. Dabei können sich die Teilnehmer an den unterschiedlichsten Orten aufhalten (z.B. im Büro, im Homeoffice, unterwegs, etc.)

Derzeit werden an der Universität Innsbruck folgende Webkonferenz-Werkzeuge angeboten:

  • Easyconference: Für kleinere Meetings zwischen Kolleg*innen, Komiliton*innen oder für Lehrveranstaltungen in kleineren Gruppen (maximal 20 Teilnehmer*innen). Eine Anleitung zur Verwendung von Easyconference finden Sie hier.
  • BigBlueButton: Verwenden Sie BigBlueButton für Meetings und online Lehrveranstaltungen mit bis zu 150 Teilnehmer*innen.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie im Menüpunkt Werkzeuge: Webkonferenzen.

Hinweise zum Datenschutz bei der Abhaltung von Lehrveranstaltungen im virtuellen Klassenzimmer erhalten Sie hier

Livestreaming

Livestreaming ist eine sehr einfache Methode um Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit Hilfe von Livestreams lassen sich auch Lehrveranstaltungen mit einer großen Teilnehmeranzahl durchführen. Anders als Webkonferenzen bietet die Livestreaming-Technologie keinen (direkten) Rückkanal, daher empfiehlt es sich Werkzeugen wie ARSnova oder frag.jetzt ergänzend zu verwenden.

Videostreaming ist bereits seit längerem an der Universität Innsbruck etabliert.

  • Eine Übersicht aller entsprechend ausgestatteten Hörsäle finden Sie hier.
  • Weitere detaillierte Beschreibungen finden Sie im Menüpunkt Werkzeuge: Livestreaming.

Termine finden

Framadate

Framadate wird von der Universität Innsbruck angeboten und hilft Ihnen bei der Koordination von Terminen und bei der Entscheidungsfindung. Studierende und Mitarbeiter*innen der Universität Innsbruck können ganz einfach neue Umfragen anlegen. Die Teilnahme ist, darüber hinaus, auch für Externe möglich.

Um eine neue Umfrage zu erstellen, melden Sie sich mit Ihrer Benutzerkennung bei Framadate an.

Nach der Anmeldung können Sie

  • eine Umfrage erstellen,
  • Termine oder Entscheidungsoptionen zur Auswahl stellen,
  • Link zur Umfrage an Ihre Freunde oder Kollegen schicken und
  • besprechen und Entscheidungen treffen.
OpenOlat Kursbaustein Terminplanung

Sie können auch direkt in Ihrem OpenOlat-Kurs Termine planen und verwalten. Fügen Sie dazu den Kursbaustein Terminplanung in Ihren Kurs ein. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in der HelpCard 30-080 Terminplanung.


Tipps zur Materialienerstellung:

Bei der Erstellung bzw. Produktion von Lehrmaterialien für die digitale Lehre sind einige Punkte zu beachten.

Dies sind neben didaktischen Aspekten auch die inklusive Gestaltung der Materialien und die korrekte Vergabe von Lizenzen.

Geschlechtergerechte Lernmaterialien erstellen:

In der digitalen Lehre gilt der Anspruch Texte inklusiv zu gestalten. Das betrifft neben der allgemeinen Gestaltung (Schriftart, Layout, Struktur) auch geschlechtergerechte Formulierungen („Gendern“). Es gibt verschiedenste Möglichkeiten einen Text genderkonform zu gestalten, an der Universität Innsbruck gibt es aber keine spezifischen Vorgaben zum Thema „Gendern“. Im Folgenden werden einige gängige Methoden zur geschlechtergerechten Gestaltung von Texten vorgestellt:

  • Vollständige Beidnennung (Paarform): Männer und Frauen; Lehrer und Lehrerinnen; Studenten und Studentinnen
  • Verkürzte Paarform: Lehrer/Lehrerinnen; Lehrer/-innen; Lehrer/innen; LehrerInnen
  • Mehrgeschlechtliche Schreibweisen: Gendersternchen (Lehrer*innen); Gender-Doppelpunkt (Lehrer:innen); Unterstrich (Lehrer_innen); Klammern (Lehrer(innen) Hinweis: Das Gendern durch Klammern ist in der Schweiz nicht zulässig)
  • Geschlechtsneutrale Benennung: generische Personenbezeichnung (Lehrpersonen); substantivierte Partizipien oder Adjektive (Lehrende); Sachbezeichnung (Lehrkräfte)
  • Geschlechtsneutrale Umformulierungen: Umformulierung mithilfe des Adjektivs (lehrend tätig sein); durch die Bildung von Relativsätzen (alle, die unterrichten); durch Umschreibungen mit dem Passiv; durch eine direkte Anrede
  • Stellvertretende Schreibweise [nicht empfohlen]: Im Text werden ausschließlich die männliche oder die weibliche Form als Statthalter verwendet (Zu Beginn des Texts: „In diesem Text wird ausschließlich die männliche/weibliche Form verwendet. Damit sind alle Formen bzw. Geschlechter gleichermaßen mitgemeint“.)

Neben den Aspekten der geschlechtergerechten Formulierung sollte auch auf die Lesbarkeit des Textes geachtet werden. Unterschiedliche Arten zu gendern können Texte verkomplizieren. Bleiben Sie daher, innerhalb eines Textes, bei der von Ihnen gewählten Schreibweise und wechseln nicht unnötig. Sollte es an gegebenen Stellen der Lesbarkeit des Textes dienen, können Sie sich einer anderen Gendervariation bedienen. Wichtig ist es, dass im Text alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen werden.

Weiterführende Informationen:

Leitfaden des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) für gendergerechte Sprache (.pdf)

Leitfaden zur gendergerechten Sprache Ludwig-Maximilians-Universität München 

Einige Beispieltexte zur Veranschaulichung:

Ohne gendergerechte Formulierungen:
Professor Maximiliane Musterfrau leitet die Lehrveranstaltung „Gendern für Studenten, Mitarbeiter und Lehrer“. Im Rahmen dieses Online-Kurses üben die Seminarteilnehmer das geschlechtergerechte Formulieren von verschiedenen Textsorten. Studenten die einen Schein benötigen, sollen das vor dem ersten Termin mit dem Seminarleiter besprechen.

Paarform:
Professorin Maximiliane Musterfrau leitet die Lehrveranstaltung „Gendern für Studenten und Studentinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Lehrer und Lehrerinnen“. Im Rahmen dieses Online-Kurses üben die Seminarteilnehmer und Seminarteilnehmerinnen das geschlechtergerechte Formulieren von verschiedenen Textsorten. Studenten und Studentinnen die einen Schein benötigen, sollen das vor dem ersten Termin mit der Seminarleiterin besprechen.

Verkürzte Paarform:
Professorin Maximiliane Musterfrau leitet die Lehrveranstaltung „Gendern für Studenten/-innen, Mitarbeiter/-innen und Lehrer/-innen“. Im Rahmen dieses Online-Kurses üben die Seminarteilnehmer/-innen das geschlechtergerechte Formulieren von verschiedenen Textsorten. Studenten/-innen die einen Schein benötigen, sollen das vor dem ersten Termin mit der Seminarleiterin besprechen.

Mehrgeschlechtliche Schreibweisen:
Professorin Maximiliane Musterfrau leitet die Lehrveranstaltung „Gendern für Studenten*innen, Mitarbeiter*innen und Lehrer*innen“. Im Rahmen dieses Online-Kurses üben die Seminarteilnehmer*innen das geschlechtergerechte Formulieren von verschiedenen Textsorten. Studenten*innen die einen Schein benötigen, sollen das vor dem ersten Termin mit der Seminarleiterin besprechen.

Geschlechtsneutrale Benennung:
Professorin Maximiliane Musterfrau leitet die Lehrveranstaltung „Gendern für Studierende, Mitarbeitende und Lehrende“. Im Rahmen dieses Online-Kurses üben die Seminarteilnehmenden das geschlechtergerechte Formulieren von verschiedenen Textsorten. Studierende die einen Schein benötigen, sollen das vor dem ersten Termin mit der Seminarleitung besprechen.

Stellvertretende Schreibweise [nicht empfohlen]:
Professorin Maximiliane Musterfrau leitet die Lehrveranstaltung „Gendern für Studentinnen, Mitarbeiterinnen und Lehrerinnen“. Im Rahmen dieses Online-Kurses üben die Seminarteilnehmerinnen das geschlechtergerechte Formulieren von verschiedenen Textsorten. Studentinnen die einen Schein benötigen, sollen das vor dem ersten Termin mit der Seminarleiterin besprechen.

Digitale Barrierefreiheit 

Neben der geschlechtergerechten Gestaltung von digitalen Lehrmaterialien, sollten Lehrmittel auch Rücksicht auf Bedürfnisse und Einschränkungen von Menschen mit Behinderungen nehmen. Zurzeit arbeitet das Büro der Behindertenbeauftragten der Universität Innsbruck mit Hochdruck an einem Leitfaden zur Erstellung von behindertengerechten Lehrmitteln. Dieser soll Ende des Jahres 2020 zur Verfügung stehen. Darüber hinaus, sobald es die aktuelle Situation zulässt, bietet das Büro der Behindertenbeauftragten auch Workshops über die Personalentwicklung an.

Bei Anliegen, Fragen oder Problemen können Sie sich jederzeit an das Büro der Behindertenbeauftragten wenden. Dieses erreichen Sie unter der Mail-Adresse: behindertenbeauftragte@uibk.ac.at.

Einige Tipps vorab:

  • Strukturieren Sie ihre Lehrmaterialen so, dass diese möglichst einfach per Tastatur zu navigieren sind (Studierende mit motorischen Einschränkungen)
  • Beschriften Sie Bilder immer mit einer kurzen Inhaltsbeschreibung (Studierende mit Seheinschränkungen)
  • Sollten Sie Ihre Materialen durch einen Farbcode ordnen oder Aufgaben stellen zu deren Lösung Farben eine Schlüsselrolle spielen, ermöglichen Sie Alternativen (Studierende mit eingeschränktem Farbsehvermögen)
  • Nutzen Sie Untertitel in Ihren Videos oder vertonten PowerPoint-Präsentationen und ergänzen Podcasts durch ein Transkript (Studierende mit eingeschränktem Hörvermögen)

Materialien mit CC lizenzieren

Nachdem Sie Ihre Lehrmaterialien erstellt haben, sollten Sie sich mit den Möglichkeiten der Lizenzierung auseinandersetzen. Insbesondere wenn Sie ihre Lehrmaterialien einer möglichst breiten Masse an Studierenden zur Verfügung stellen oder diese im Internet veröffentlichen wollen bieten sich Creative Commons Lizenzen an. Im Folgenden finden Sie eine kurze Einführung in die Arten von CC-Lizenzen und deren Verwendung.

Grundlagen

Gerade bei der Verwendung digitaler Inhalte, die im Internet veröffentlicht werden, bietet die explizite Kennzeichnung mit CC-Lizenzen potentiellen Nutzern mehr Sicherheit im Umgang mit medialen Inhalten. Urheber können die von Creative Commons erarbeiteten Lizenzverträge übernehmen und damit klarstellen, was mit ihren kreativen Werken geschehen darf und was nicht.

Die folgenden sechs Lizenzen sind von den Creative Commons entworfen und zur allgemeinen Verwendung zur Verfügung gestellt worden:

Grafik

Bezeichnung

Kurzbeschreibung

Vertragstext

 CC-by

Attribution (Namensnennung)

Licence Deed cc by

Vertragstext cc by

 CC-by-sa

Attribution ShareAlike (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Licence Deed cc by sa

Vertragstext cc by sa

 CC-by-nd

Attribution NoDerivatives (Namensnennung-Keine Bearbeitung)

Licence Deed cc by nd

Vertragstext cc by nd

 CC-by-nc

Attribution NonCommercial (Namensnennung-Nicht kommerziell)

Licence Deed cc by nc

Vertragstext cc by nc

 CC-by-nc-sa

Attribution NonCommercial ShareAlike (Namensnennung-Nicht kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Licence Deed cc by nc sa

Vertragstext cc by nc sa

 CC-by-nc-nd

Attribution NonCommercial NoDerivatives (Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung)

Licence Deed cc by nc nd

Vertragstext cc by nc nd

Um eigene Werke zu lizenzieren, sind folgende Schritte erforderlich:
  1. Entscheiden Sie sich für eine Lizenz und überprüfen Sie die Kompatibilität mit den einzelnen verwendeten Bestandteilen
  2. Bringen Sie die Lizenzgrafik, die Version und den Link zum Lizenztext am Werk an
  3. Machen Sie Ihr Werk anderen zugänglich.

Für die Person der Urheberschaft, die ihre Werke unter einer der CC-Lizenzen veröffentlichen möchte, stellt die Website der Creative Commons einen Generator zur Verfügung, der die entsprechende Grafik mit Links auf den Lizenztext als HTML-Code zur Einbindung auf Websites, Blogs und dergleichen erzeugt.

Tipp: Geben Sie bei eigenen Werken eine Empfehlung für die Zitation an. So erleichtern Sie anderen die korrekte Weiterverwendung.

Referenzierung

Nutzende, die unter CC lizensierte Werke verwenden wollen, müssen die daran geknüpften Bedingungen erfüllen. Außer der für alle sechs Lizenztypen obligatorischen Namensnennung der Person der Urheberschaft (wobei hier auch Nicknames oder Initialen verwendet werden können, wenn der richtige Name nicht bekannt ist) gehören dazu:

  • der Name/die Bezeichnung des Werkes,
  • die korrekte Bezeichnung der Lizenz, inkl. der Version und Länderkennzeichnung (soweit es sich um eine „ported“ Variante handelt) und ein Link zum Lizenztext,
  • die (verlinkte) Quelle des Originals
  • und ein Hinweis auf die Art der Änderungen, die (soweit erlaubt) vorgenommen wurden.

 CC-Referenzierung

Verwendung von CC-lizensierten Werken, Michael Kopp und Claudia Zimmermann, CC BY 3-0 AT

 

Weitere Beispiele zur Attribuierung CC-lizenzierten Materials finden Sie auf der Seite "Best Practices for Attribution" der Creative Commons Organisation, sowie im Didaktik-Wiki der UIBK.

Kombination von Lizenzen

Folgende Grafik zeigt Ihnen, welche Lizenzen Sie kombinieren können. Wenn eine Inkompatibilität besteht, sollten Sie auf die Verwendung verzichten, oder die Urheber*innen um Erlaubnis fragen.

CC-Kombinationen

Kombination von Lizenzen, Michael Kopp und Claudia Zimmermann, CC BY 3-0 AT


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