Distance Prüfungen - Durchführung von Prüfungen bei eingeschränkter sozialer Kontaktmöglichkeit

Rechtliche Grundlage: Mitteilungsblatt der Universität Innsbruck vom 25.01.2021 (PDF)
Siehe auch: COVID-19 Festlegungen des Rektorates auf Grund der C-UHV sowie Richtlinien für virtuelle schriftliche und mündliche Prüfungen (12.05.2020) Verlängerung vom 02.12.2020, 23. Stück, #216 bis 30.09.

Um eine ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen für die Dauer der Pandemie zu gewährleisten wurden mit der Universitätsleitung drei Szenarien für Distanz-Prüfungen akkordiert, die im Folgenden vorgestellt werden:

virtuelle mündliche Prüfung

Eine virtuelle mündliche Prüfung ist im Regelfall nur bei Einzelgesprächen oder bei einer überschaubaren Anzahl von Teilnehmenden sinnvoll. [weiterlesen]

Online-Prüfung mit OpenOlat

Eine klassische Klausur können Sie mit dem Einsatz des Kursbausteins "Test" in OpenOlat umsetzen. Diese Art der Prüfung eignet sich besonders für Prüfungen mit vielen Fragen zur Wissensüberprüfung. [weiterlesen]

Open-Book-Prüfung

Bei einer Open-Book-Prüfung handelt es sich um eine Prüfung, bei der die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel nicht unterbunden wird bzw. sogar erforderlich ist. [weiterlesen]

Folgende Grafik kann bei der Auswahl eines Szenarios helfen:   Distance Learning - Abbildung 1

Für alle elektronischen Prüfungsformen gilt: Im Vorfeld müssen die organisatorischen und technischen Voraussetzungen rechtzeitig abgeklärt, vermittelt und überprüft werden. Das bedeutet, Sie überlegen sich:

  • welche Prüfungsform Sie anwenden werden, inkl. der Eckdaten und Besonderheiten wie Dauer, Punktevergabe und Notenschlüssel.
  • welches technische System Sie einsetzen werden und wie Sie Ihren Studierenden Ihre Wahl kommunizieren.
  • welche Hilfsmittel für Ihre Prüfung zulässig sind.

Stellen Sie sicher, dass Sie für den Fall technischer oder anderer Schwierigkeiten bei einzelnen Studierenden oder allgemeiner Natur ein Ausfall-Szenario bereit haben – Ersatztermine, mündliche statt schriftlicher Prüfung o.ä. 


Stellen Sie auch sicher, dass Sie für Personen, die die Prüfung nicht in der vorgesehen Form durchführen können, wie etwa behinderte und oder chronisch kranke Studierende (Beratung über das Büro der Behindertenbeauftragten  behindertenbeauftragte@uibk.ac.at) oder jene mit unzureichender technischer Ausstattung, eine gleichwertige Teilnahme an oder Alternative zu der Prüfung gewährleisten. 

Anmeldung und Teilnehmer*innenverwaltung 

Sie können die Anmeldung Ihrer Studierenden zu den Prüfungen gleich handhaben, wie Sie es auch bei Präsenzprüfungen tun. Wenn Sie aber Prüfungen über den Kursbaustein "Test" in OpenOlat abhalten, müssen alle Studierenden, die zur Prüfung antreten wollen unbedingt auch in OpenOlat für den Test angemeldet werden. 

Derzeit können die zur Prüfung angemeldeten Personen nicht automatisch zwischen VIS:online und OpenOlat synchronisiert werden.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Prüfungsteilnehmer*innen in OpenOlat anzumelden: 

      1. Die Studierenden schreiben sich selbst für die Prüfung auf OpenOlat ein. siehe dazu HelpCard 30-010
      2. Sie übertragen die im VIS online zur Prüfung angemeldeten Studierenden händisch in den OpenOlat-Kurs. siehe dazu HelpCard 40-031
      3. AUSNAHME für Gesamtprüfungen (ReWi, SoWi), die keine LehrveranstaltungsID haben. Für diese Prüfungen erstellen Sie bitte einen "autonomen" Kurs in OpenOlat und tragen die angemeldeten Studierenden händisch in die Mitgliederverwaltung ein. Hilfe dazu gibt es im Olat-Kurs "E-Assessment@uibk" hier.

Stellen Sie nach Ablauf der Anmeldefrist sicher, dass alle Studierenden, die die Prüfung ablegen möchten, auch als angemeldet aufscheinen. Nur, wer in dem OpenOlat-Kurs zum Test angemeldet ist, kann ihn auch ablegen!

Prüfungen mit großen Studierendenzahlen

Wir empfehlen, Prüfungen mit großen Studierendenzahlen in OpenOlat durchzuführen. Die Einteilung eines großen Kurses in kleinere Prüfungsgruppen (z.B. um A- und B- Tests auszuhändigen) ist nicht notwendig, da in OpenOlat die Fragenauswahl aus dem Fragenpool zufällig erfolgen kann.

Hinweise zur Vorbereitung der Klausur finden Sie in den generellen Anmerkungen und im OpenOlat Kurs E-Assessment@UIBK , dort finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einrichten einer Prüfung in OpenOlat.

Besonderheiten:

      • Wählen Sie die Fragetypen in OpenOlat so aus, dass Sie automatisch korrigiert werden, um den Korrekturaufwand gering zu halten.
      • Legen Sie eine Zeiteinschränkung fest, an der auf den Test zugegriffen werden kann, der etwas weiter gefasst ist, als das Zeitlimit für den Test. So ist sichergestellt, dass Studierenden, die bei einem "Massenzugriff" erst ein paar Minuten später mit dem Test beginnen, derselbe Zeitraum zum Durchführen des Tests zur Verfügung steht. 

Unterbinden von Betrugsversuchen

Sie haben eine Reihe von Möglichkeiten, um Betrugsversuche zu unterbinden. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass eine distance-learning-Prüfung nicht 1:1 mit einer Prüfung im Hörsaal vergleichbar ist und die Herausforderungen deshalb auch andersartig sein können. Grundsätzlich raten wir jedenfalls zu größtmöglicher Transparenz: kündigen Sie die Maßnahmen an, die Sie zu setzen gedenken, damit die Studierenden informiert in die Prüfung starten können. 

  1. Benutzeridentifikation
  2. Eidesstattliche Erklärung
  3. Umfang und Dauer des Tests
  4. Zufällige Variationen von Fragen und Antwortmöglichkeiten
  5. Lineare Menüführung der Fragen
  6. Gezieltes Erlauben von Unterlagen (Open-Book)
  7. Überprüfen von eingereichten Texten (bei Open-Book Prüfungen) mittels PlagScan 

Ad 1. Benutzeridentifikation
Die Studierenden sind durch ihre Benutzerkennung und ihr Passwort in OpenOLAT eingeloggt. Bereits bei der Immatrikulation, aber auch immer wieder während des aktiven Studiums, werden sie darüber informiert, dass die Weitergabe Ihrer Benutzerkennung und dem Passwort verboten ist.

Ad 2. Eidesstattliche Erklärung
Wir empfehlen zusätzlich die Studierenden eine Eidesstattliche Erklärung vor dem Prüfungsantritt bestätigen zu lassen (siehe Screencast). Sie können einen Vorlage-Kurs mit vorgeschalteter Eidesstattlicher Erklärung auch kopieren und die Erklärung wie im Screencast demonstriert einbinden. 

Ad 3. Umfang und Dauer des Tests
Um „intensives Nachlesen“ während einer Prüfung zu unterbinden ist ein so enges Zeitfenster für die Prüfung anzuwenden, dass langes Nachschlagen in Unterlagen sinnlos würde, weil dann zu wenig Zeit für die Beantwortung der Fragen bleibt. Die zeitliche Limitierung sollte jedenfalls mit Bedacht und Maß erfolgen um unnötigen Stress zu reduzieren und sollte den Studierenden nach Möglichkeit auch so kommuniziert werden.

Ad 4. Zufällige Variationen von Fragen und Antwortmöglichkeiten
Sie haben die Möglichkeit, sowohl Fragen als auch Antwortmöglichkeiten in zufälliger Variation in den Tests auszugeben - was etwa die bekannten "A" und "B" Testgruppen überflüssig macht.

Ad 5. Lineare Menüführung der Fragen
Durch diese Einstellung wird das Vor- und Zurückspringen zwischen den einzelnen Fragen unterbunden.

Ad 6. Gezieltes Erlauben von Unterlagen (Open-Book)
Alternativ könnten Sie Ihre Prüfung auch explizit so gestalten, dass die Verwendung von Unterlagen erlaubt ist (siehe Open-Book-Prüfungen).

Ad 7. Überprüfen von eingereichten Texten (bei Open-Book Prüfungen) mittels PlagScan
Um exzessivem Kopieren bei Open-Book Prüfungen vorzubeugen, steht Ihnen auch die Möglichkeit offen, die eingereichten Texte mittels Plagscan (evtl. stichprobenartig) zur prüfen.

Eidesstattliche Erklärung

"Ich erkläre an Eides statt, dass ich die Prüfung alleine und selbständig ablege und keine anderen als die erlaubten Hilfsmittel verwende. Ich nehme zur Kenntnis, dass die Prüfung bei Zuwiderhandeln gemäß § 23 Abs. 2 Satzungsteil „Studienrechtliche Bestimmungen“ mit der Note Nicht genügend beurteilt wird. Die Strafbarkeit einer falschen eidesstattlichen Erklärung ist mir bekannt."

Englischsprachige Variante:

"I declare in lieu of oath that I will take the exam alone and independently and that I will not use any other means than the ones expressly permitted. I take note that in case of violations according to §23(2) of the statue "Study Law Regulations" the examination is rated with the grade Insufficient. I know that a false affidavit is punishable."

 OpenOlat bietet die Möglichkeit, diese eidesstattliche Erklärung einem Test vorzuschalten - Sie muss mit "ja" bestätigt werden, um zum Test zugelassen zu werden. Wie dies in der Praxis aussieht, ist in der kopierbaren Test-Vorlage ersichtlich.

Eine Video-Erklärung, wie Sie in OpenOlat ihrem Test eine eidesstattliche Erklärung vorschalten, finden Sie hier.

Für Fragen zur technischen Umsetzung von Distance Prüfungen sind wir aktuell auch in Webkonferenz-Sprechstunden (unter "Open Space) erreichbar.

Eine Übersicht, über bereits beantwortete Fragen zu Distance Prüfungen, finden Sie in den FAQs

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