Mag. Jennifer Wirth

Zur Person

foto-jennifer-wirth-kleinseit 03/2017 | Kollegiatin des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck

03/2016–08/2016 | Best-Practice-Stelle am Institut für Europarecht und Völkerrecht, Universität Innsbruck

seit 02/2016 | Rechtsberatung und -vertretung für den Diakonie Flüchtlingsdienst, ARGE Rechtsberatung Regionalstelle Innsbruck

seit 2015 | Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften, Universität Innsbruck; Betreuer: Andreas Th. Müller

2015 | Gerichtspraxis am Oberlandesgerichtssprengel Innsbruck

2008–2014 | Diplomstudium der Rechtswissenschaften, Universität Innsbruck; Diplomarbeit: „Schwere Menschenrechtsverletzungen in Afrika – Der Beitrag der Afrikanischen Union zu ihrer Bekämpfung“, Auslandsjahr Cardiff University, Cardiff Law School, Wales

2004–2007 | BA-Studium Angewandte Afrikastudien, Kultur und Gesellschaft Afrikas, Universität Bayreuth

Promotionsprojekt

Rechtliche Betrachtungen zum ‚Raum‘ des Flüchtlingslagers: Rechtsschutz des Individuums in ‚rechtlichen Grauzonen‘

Das Dissertationsprojekt stellt sich der Frage des Rechtsschutzes in ‚Flüchtlingslagern‘. Das Ziel derartiger Lager war ursprünglich die temporäre Unterbringung und Befriedigung der elementarsten Bedürfnisse bis eine langfristige Lösung gefunden werden kann. In der Realität müssen Schutzsuchende jedoch Jahre oder sogar Jahrzehnte dort verbringen. ‚Flüchtlingslager‘ werden meist vom UNHCR verwaltet, welcher dort vermehrt staatsähnliche Funktionen übernommen hat. Die Gewährung von Rechtsschutz für die Bewohner obliegt weiterhin dem Staat, auf dessen Staatsgebiet sich das Lager befindet. Problematisch ist dabei, dass diese meist gänzlich abgesondert vom Staat und seiner Gesellschaft verwaltet werden und den Schutzsuchenden der Zugang zum Recht häufig verwehrt wird. Dieser Ausnahmezustand der rechtlichen Diskriminierung und Marginalisierung ist für viele ‚Flüchtlinge‘ mittlerweile zur Realität geworden. Dies widerspricht jedoch dem Kern der (Menschen-)Rechtsidee und dem Grundpfeiler eines Rechtsstaates, dass sich prinzipiell jeder gegen (Menschen-)Rechtsverletzungen zur Wehr setzen können muss. Daher stellt sich die Frage, an wen sich der Einzelne wenden kann, wenn er in seinen Rechten verletzt wird, der Aufenthaltsstaat ihm jedoch keinen Rechtsschutz gewährt.

Forschungsinteressen

  • Menschenrechte
  • Flüchtlingsrecht
  • Flüchtlingslager

Publikationen

  • Jennifer Wirth (2016): Schwere Menschenrechtsverletzungen in Afrika – Der Beitrag der Afrikanischen Union zu ihrer Bekämpfung, International Law, European Law, Comparative Law Series 4, Innsbruck: innsbruck university press

Kontakt

Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“
Raum: GEIWI-Turm, 11. Stock, Raum 4DG25
Mail: jennifer.wirth[at]student.uibk.ac.at