Anita Rotter, MA

Zur Person

Rotter_2020seit 10/2018 │ Universitätsassistentin (Dissertationsstelle) im Lehr- und Forschungsbereich Migration und Bildung, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck

seit 10/2018 │ Kollegiatin des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck

10/2018 │ Lehrveranstaltungsleiterin des Vertiefungsseminars II „Migration und Generation“ (Bachelorstudium, Erziehungswissenschaften)

03/2018 – 09/2018 │ Lehrauftrag am Institut für Erziehungswissenschaft im Zuge des Vertiefungsseminars II „Migration und Generation“

07/2017 – 09/2018 │ Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin im Sparkling Science Projekt „Gesichter der Migration“ unter der Leitung von Erol Yildiz und Marc Hill, Institut für Erziehungswissenschaft, Innsbruck

seit 2017 │Doktorandin im PhD-Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Universität Innsbruck; Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Erol Yildiz

03/2017 – 07/2017 │ Studentische Mitarbeiterin im Lehr- und Forschungsbereich Migration und Bildung unter der Leitung von Erol Yildiz

01/2016 – 07/2016 │ Mitarbeiterin im Lehr- und Forschungsprojekt „Generation und Migration“ unter der Leitung von Marc Hill

2010 – 2016 │ Studium der Erziehungswissenschaften (BA und MA), Universität Innsbruck

Promotionsprojekt

Intergenerationale Artikulation von familialen Migrationserfahrungen: postmigrantisch betrachtet

In diesem Dissertationsprojekt stehen die intergenerationalen Artikulationen von Migrationserfahrungen im Kontext von Familie im Fokus. Anhand der Narrationen der zweiten und dritten Generation, den Nachfolgegenerationen der sogenannten „GastarbeiterInnen“, wird rekonstruiert, wie sie und ihre Familien sich mit den Lebensbedingungen vor Ort auseinandersetzen, welche Erfahrungen sie dabei machen, wie sie sich positionieren und welches intergenerationale Wissen dabei akkumuliert wird. Dazu wird zunächst von der dualen Denkart „Wir und die Anderen“ Abschied genommen, um anschließend Wissensformen sowie Praktiken sichtbar zu machen, die im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs bis dato häufig ignoriert werden. Mittels einer postmigrantischen Leseart soll eine kritische Art der Wissensproduktion ermöglicht werden, die sich nicht nur von einer nationalstaatlich dominanten, binären und hegemonialen Wissens(re-)produktion bewusst absetzt, sondern marginalisierte, (noch) nicht erzählte Geschichten, aber auch die spezifischen Lebensentwürfe und Verortungspraktiken der Nachfolgegenerationen in den Mittelpunkt rücken. Im empirischen Teil der Arbeit erzählen die Nachfolgegenerationen unter anderem ihre Lebens- und Familiengeschichten nach und setzen sich mit den Migrationserfahrungen ihrer Eltern bzw. Großeltern auseinander. Anhand dieser Erzählungen wird versucht, die jeweiligen generationsspezifischen Orientierungen und Lebensentwürfe, aber auch familiäre Erinnerungen, Tradierungen, Wissensformen und Diskursen zu rekonstruieren und sichtbar zu machen.

Project Description

Forschungsinteressen

  • Postmigration
  • Migration
  • Generation
  • Biografie
  • Familie

Publikationen

  • Anita Rotter (2020): Jugend, Generation und (Post-)Migration. In: Blumenthal, Sara-Friederike/Sting, Stephan/Zirfas, Jörg (Hrsg.): Pädagogische Anthropologie der Jugendlichen. Beltz Juventa, Weinheim Basel, S. 216–233.
  • Anita Rotter (2019): More than Money. Remittances as Social Practice. Internationale Konferenz der SIEF Working Group "Migration & Mobility sowie des Instituts für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck, Innsbruck, 26. – 28. September 2018. In: Zeitschrift für Volkskunde, Band 115, Ausgabe 1, Waxmann, Münster, S. 101–104.
  • Anita Rotter (2019): „Wären Oma und Opa nicht migriert, wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin!“ – Erinnern und Erzählen aus Sicht der Nachfolgegenerationen der „Gastarbeiter_innen“. In:  Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ (Hrsg.): Junge Forschung. Zum Text
  • Alexander Böttcher/Marc Hill/Anita Rotter/Frauke Schacht/Maria A. Wolf/Erol Yildiz (2019) (Hrsg.): Migration bewegt und bildet. Kontrapunktische Betrachtungen. Innsbruck university press: Innsbruck.
  • Anita Rotter (2018): „Hey Nazan, wow, du bist ja eigentlich fast so wie wir!“ – Ein Einblick in die (inter-)generationelle und städtische Biografie einer jungen Postmigrantin. In: LuF-Buch Migration und Bildung. Innsbruck university press: Innsbruck.
  • Anita Rotter, Frauke Schacht (2018): Bewegte Biografien in der postmigrantischen Gesellschaft. In: Hill, Marc/Yildiz, Erol (Hrsg.): Postmigrantische Visionen. Ideen, Urbanität und Interventionen. transcript Verlag: Bielefeld, S. 147–159.
  • Team „Gesichter der Migration (04/2018): Folder/Broschüre „Wie vielfältig ist Tirol?“ für die Lange Nacht der Forschung, Universität Innsbruck.

Vorträge

  • Familiale Erinnerungskulturen: Junge Erwachsene mit familialer Migrationsgeschichte erinnern und erzählen | International Conference "Exile – Flight – Persecution / Exil – Flucht - Verfolgung", Universität Göttingen, 28.11.2019 – 30.11.2019
  • Die Nachfolgegenerationen der Arbeitsmigrant_innen erinnern und erzählen | 19. Internationale Migrationskonferenz „Mapping The Nation", Centre de documentation sur les Migrations Humaines, Dudelange (Luxemburg), 27.06. – 28.06.2019
  • Von der Gastarbeiterforschung zur Postmigrantischen Forschung (gemeinsam mit Claudius Ströhle) | Kulturelle Begegnungen und Konflikte: Ringvorlesung „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung", Universität Innsbruck, 14.03.2019
  • Vielfalt in Tirol – Wie Jugendliche ihre familiale Migrationsgeschichte erforschen und erzählen (gemeinsam mit Miriam Hill) | Fünfte Jahrestagung der Migrations- und Integrationsforschung in Österreich, Wien, 05.12. – 08.12.2018
  • Faces of Migration – Youths from Tyrol Researching Together Their Family Migration History (gemeinsam mit Miriam Hill) │ European Conference on Educational Research (ECER), Freie Universität Bozen/Bolzano, Italien, 04. – 07.09.2018
  • Gesichter der Migration – Projektbericht │ Forschungstreffen Sparkling Science Projekt Gesichter der Migration, Institut für Erziehungswissenschaft, Innsbruck, 31.01.2018
  • Lebenswelten und Alltagspraxen von Jugendlichen aus Migrationsfamilien (gemeinsam mit Miriam Hill) │ Jugend – Lebenswelt – Bildung – Perspektiven für Jugendforschung in Österreich: Interdisziplinäre Tagung, Universität Innsbruck, 16.11.2018
  • Gesichter der Migration. Jugendlich aus Tirol erforschen gemeinsam ihre familiale Migrationsgeschichte (gemeinsam mit Miriam Hill) │ Seminar „Forschungswerkstatt Erkundung von Differenz- und Dominanzverhältnissen“ am Institut für Erziehungswissenschaft unter der Leitung von Erol Yildiz, 13.11.2018
  • Die dritte Generation │ Jugenden: Jahrestagung der DGfE - Kommission Pädagogische Anthropologie, Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Alpen-Adria-Universität, Klagenfurt, 29.09.2018
  • Generation Migration. Bildungserwartungen der Eltern gegenüber ihren Kindern │ Migration und Generation: Internationale Migrationskonferenz, Universität Innsbruck, 23.–25.06.2016

Lehre

  • Wintersemester 2020/2021 │ PS Erziehungs- und sozialwissenschaftliche Basisliteratur
  • Wintersemester 2020/2021 │ SE Grundlagen der Erziehungswissenschaft I Vertiefung I
  • Sommersemester 2020 │ Vertiefungsseminar II Migration und Generation
  • Wintersemester 2019/2020 PS Erziehungs- und sozialwissenschaftliche Basisliteratur
  • Wintersemester 2018/2019 │ Vertiefungsseminar II Migration und Generation
  • Sommersemester 2018 │ Vertiefungsseminar II Migration und Generation

Kontakt

Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“
Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“

Mail: anita.rotter[at]uibk.ac.at

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