Mag.a Teresa Millesi, BA 

Zur Person


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04/2020 – 09/2020 | Visiting Doctoral Student am Rachel Carson Center for Environment and Society, München

Seit 02/2018 | Kollegiatin des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck

Seit 10/2017 | Doktoratsstudium Kultur- und Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck, Betreuerinnen: Claudia Jünke und Birgit Mertz-Baumgartner

09/2015–06/2016 | Mitarbeit an der Übersetzung (Spanisch > Deutsch) von „Desaparecido. Memorias de un cautivero“, Mario Villani/Fernando Reati. Leitung: Helga Lion und Maria Teresa Medeiros-Lichem

04/2015 | Abschluss Bachelorstudium Transkulturelle Kommunikation (Deutsch, Englisch, Spanisch) an der Universität Wien, Titel der Bachelor-Arbeit: „Translation im Kontext eines hybriden kulturellen Identitätsentwurfs“

08/2013–02/2014 | ERASMUS Auslandssemester an der Universitat Autónoma de Barcelona

03/2013 | Abschluss Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, Titel der Diplomarbeit: „Interkulturelle Aspekte im lateinamerikanischen Theater des 21. Jahrhunderts“

02/2011–07/2011 | JOINT STUDY Auslandssemester an der Universidad de Chile

Promotionsprojekt

„Belonging“: Die Bedeutung indigener Territorialitätskonzepte in Konflikten um Land und Ressourcen zwischen indigenen und nationalstaatlichen Organisationen in Lateinamerika

Die Etablierung moderner Nationalstaaten in Lateinamerika ging mit der Überschreibung bestehender indigener Konzepte von Territorialität einher, führte jedoch nicht zu deren Auslöschung, sondern zur Ko-Existenz unterschiedlicher Auffassungen, wobei diese hinsichtlich ihrer sozialen und politischen Einflussnahme nicht gleichwertig waren und trotz diverser Bestrebungen auch heutzutage nicht sind. Diese bestehenden Hierarchien zwischen unterschiedlichen Raumkonzepten und Formen der Raumaneignung sind häufig Auslöser für Konflikte, da das Überleben Indigener eng an die Zusicherung von Territorien gebunden ist. Film wird in diesen Konfliktsituationen häufig als politisches Instrument eingesetzt, um das umkämpfte Territorium nach nicht-modernen Vorstellungen darzustellen bzw. zu produzieren, um den umkämpften Raum mit eigenen Einschreibungen zu besetzen.

Das Erkenntnisinteresse meiner Forschung liegt darin zu untersuchen, wie in diesem Zusammenhang von aktuellen Landkonflikten Machtverhältnisse zwischen unterschiedlichen Raumvorstellungen verhandelt werden bzw. wie der Widerstand Indigener gegenüber der nationalstaatlichen Hegemonie ausgedrückt wird, wobei die Analyse der von bzw. in Kooperation mit Indigenen produzierten Filme über Landkonflikte, die im Zuge von sozialen Bewegungen entstanden sind, Aufschluss über die Strategien zur Bedeutungskonstitution bzw. Raumkonstitution geben soll. Dies soll anschließend in Bezug zum politischen Diskurs über die hegemoniale Position des Nationalstaates gesetzt werden, um den sozialen Aushandlungsprozess hinsichtlich der Differenz zwischen den Kulturen nachzuzeichnen. In Zusammenhang mit der Debatte um Dekolonialität stellt sich dabei die Frage, ob Strategien indigener Kulturen zur Konstruktion von Territorialität im postkolonialen Kontext als Gegenmodell, als antagonistischer Entwurf zur Moderne bzw. zur modernen Nation gesehen werden und somit – als decolonial option – die bestehende Raumordnung unterlaufen können.

Project Description

Forschungsinteressen

  • Postkoloniale Theorien & Dekolonisierungsprozesse
  • Film
  • Diskursanalyse
  • Ecocriticism
  • Anthropozän
  • (posthumanistische) Performativitätstheorien

Publikationen

  • Teresa Millesi (2020): “‘This Madness Has to Stop!’ Indigenous Voices on the Destruction of the Amazon”, in: Seeing the Woods (Blog des Rachel Carson Centers), 14.10.2020. zum Text
  • Teresa Millesi (2014): Inszenierung von Hybridität. Interkulturelle Aspekte im lateinamerikanischen Theater des 21. Jahrhunderts, Wien: AV Akademikerverlag

Vorträge

  • Landkonflikte im lateinamerikanischen Dokumentarfilm – Repräsentationen von Gewalt in «Paraná – el río», XVII., Forschungstag Lateinamerika / Iberische Halbinsel, Johannes Gutenberg Universität Mainz, 8. – 9. November 2019 
  • Translation in the context of a hybrid cultural identity, Congreso Internacional de Estudios Interamericanos (Des)conexiones en las Américas, Universität Bielefeld, 6. – 8. Juni 2018
  • Die Bedeutung indigener Territorialitätskonzepte in Landkonflikten zwischen Indigenen und Nationalstaaten, 35. Forum Junge Romanistik: Grenzen und Brücken in der Romania, Universität Innsbruck, 18. – 20. März 2019

Preise

  • OeAD Nachwuchspreis für Entwicklungsforschung (2019)

Mitgliedschaften

  • Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck
  • Forschungszentrum „Kulturen in Kontakt“, Universität Innsbruck

Kontakt

Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“
Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“                                                                                            Raum: GEIWI-Turm, 11. Stock, Raum 4DG23

Mail: teresa.millesi[at]student.uibk.ac.at

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