Marie Victoria Luise Marten, BBA MA

Zur Person

Martenseit 11/2019 | Kollegiat des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck

seit 03/2019 | Doktoratsstudium Philosophie an der Universität Innsbruck

03/2019–04/2020 | Doktoratsstipendium aus der Nachwuchsförderung 2019

2016–2017 | Leistungsstipendium der Universität Innsbruck

2015–2016 | Leistungsstipendium der Universität Innsbruck

03/2015–07/2017 | Masterstudium Philosophie, Universität Innsbruck

02/2013–05/2013 | Austrian Center of Philosophy with Children and Youth; Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprogramm "Sparkling Science"; Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Kid's Rights"

10/2009–01/2014 | Bachelorstudium Philosophie und Germanistik (Literatur- und Kulturwissenschaften)

Promotionsprojekt

 Zur Instrumentalisierung der Ehre

Aufbauend auf den positiv konnotierten Definitionen von dem, was unter moderner Ehre zu verstehen ist, möchte ich eine Theorie der Ehre erarbeiten, die in einer globalisierten Welt Bestand hat. Die Forschungsfrage, welche ich dabei beantworten möchte ist: Kann Ehre instrumentalisiert werden? Zunächst möchte ich durch ein hermeneutisches Vorgehen unterschiedliche Positionen zur Ehre untersuchen, welche bereits die Möglichkeit einer Instrumentalisierung in sich bergen. Hierzu gehören u.a. Weber, Bourdieu und Simmel, aber auch zeitgenössische Philosophen wie Appiah oder Cunningham. Anschließend soll über drei unterschiedliche Zugänge erarbeitet werden, was es heißt Ehre zu instrumentalisieren. Der erste Zugang beschäftigt sich mit dem allgemeinen Gebrauch von Ehre, während der zweite Zugang die Instrumentalisierung im Sinne von einem Missbrauch der Ehre untersucht. Dies setzt voraus, dass die Ehre über genuine Ziele verfügt. Die Ehre wird in diesem Zusammenhang instrumentalisiert, wenn Handlungen in ihrem Namen ausgeführt werden, die den genuinen Zielen nicht entsprechen oder sogar entgegenstehen. Schließlich möchte ich in einem dritten Zugang danach fragen, wie die Person in Bezug auf ihre Ehre und ihr Ehrgefühl instrumentalisiert werden kann. Den Bezug zur sozialen Wirklichkeit sollen zwei Beispiele zu dem philosophischen Teil herstellen. Populistische Bewegungen in Europa werden danach untersucht, ob sie die Semantik der Ehre nutzen, um eigene politische Ziele zu verwirklichen. Außerdem sollen die Zusammenhänge hinter dem modernen Selbstmordattentat danach untersucht werden, ob auch hier von einer Instrumentalisierung der Ehre gesprochen werden kann.

Project Description

Forschungsinteressen

  • Kinderphilosophie
  • Angewandte Ethik
  • Politische Philosophie und Sozialphilosophie
  • Philosophie des Buddhismus

Publikationen

  • Marten, Marie Victoria Luise (2019): Die Instrumentalisierung der Ehre. In: Siegetsleitner, Anne; Oberprantacher, Andreas; Frick, Marie-Luise (Hg.): Krise und Kritik: Philosophische Analyse und Zeitgeschehen. Kirchberg am Wechsel. S. 157-159.

Vorträge

  • Die Instrumentalisierung der Ehre. 42. Internationales Wittgenstein Symposium. 04-10. August 2019, Kirchberg am Wechsel

Kontakt

Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“
Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“

Mail: marie.marten[at]student.uibk.ac.at

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