M.A., Univ.-Ass. Katharina Lux

Zur Person

Foto_Luxseit 11/2017 | Universitätsassistentin im Lehr- und Forschungsbereich Kritische Geschlechterforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck

seit 10/2017 | Kollegiatin des Doktoratskollegs Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume – Relationen – Repräsentationen" der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten - Diskurse - Transformationen an der Universität Innsbruck

seit 10/2013 | Doktorandin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Leopold Franzens Universität Innsbruck. Dissertationsprojekt, Arbeitstitel: Kritik und Autonomie. Die Zeitschrift Die Schwarze Botin. Ein Beitrag zur feministischen Konfliktgeschichte. Zuerst an der Universität Leipzig, seit 10/2017 an der Universität Innsbruck. Betreuerin: Ao. Univ.-Prof. Dr. Mag. Maria A. Wolf

04/2014-08/2017 | Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung

09/2007-06/2008 | Studium an der Facultad de Filosofía e Historia, Universidad de La Habana, Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes

10/2003-09/2012 | Studium der Philosophie und der Mittleren und Neueren Geschichte, Universität Leipzig, Titel der Magistraarbeit: Weltverändernde Praxis. Die systematische Stellung des Arbeitsbegriffs in Georg Lukácsˈ Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins.

Promotionsprojekt

Kritik und Autonomie. Die Zeitschrift Die Schwarze Botin. Ein Beitrag zur feministischen Konfliktgeschichte

 

Im Mittelpunkt meiner Dissertation steht die Zeitschrift Die Schwarze Botin und die Auseinandersetzungen der autonomen Frauenbewegung der 1970er und 1980er Jahre um Autonomie, Selbstbestimmung und Erfahrung. Die Schwarze Botin erschien von 1976 bis 1987 in Berlin, Wien und Paris. Sie verstand sich als Teil der autonomen Frauenbewegung und war zugleich eine ihrer schärfsten Kritikerinnen. Die Auseinandersetzungen sowohl in der als auch um die Zeitschrift zeigen, dass in der autonomen Frauenbewegung keine Einigkeit über die theoretische und praktische Bedeutung von Autonomie, Selbstbestimmung und Erfahrung – und damit über die Konstitution des feministischen Subjekts – bestand. Diese Konflikte fügen sich daher nicht in die Narrative zur Geschichte der Frauenbewegung, wie sie in der Forschung vorherrschen. Weder können sie in einem homogenisierenden Narrativ von einem „Zweite-Welle-Feminismus“ noch in einem Narrativ, das unterschiedliche Feminismen additiv aneinanderreiht, begriffen werden. In meiner Dissertation erarbeite ich die Perspektive einer Konfliktgeschichte, welche die Möglichkeit eröffnet, die Spannungen und Widersprüche der Konzeptionen von Autonomie, Selbstbestimmung und Erfahrung in der autonomen Frauenbewegung zu begreifen statt sie zu neutralisieren.

 

Forschungsinteressen

  • Geschichte der Frauenbewegungen, historische Geschlechterforschung
  • Feministische Theorie
  • Historischer Materialismus, Westlicher Marxismus 
  • Kritische Theorie

 

Publikationen

 

  • Von der Produktivität des Streits – Die Kontroverse der Zeitschriften Courage, Die Schwarze Botin und Emma. Überlegungen zur Konfliktgeschichte der Frauenbewegung, in: feministische studien, 1/2017, 31-50.
  • Scharfzüngige Schwester, in: outside the box. Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik, 5/2015, 9-15.
  • Über die Repräsentation der Differenz und die Kritik Marx´scher Begriffe, in: outside the box. Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik, 4/2013, 116-124.
  • Überlegungen zur Kritik der Gesellschaft, in: outside the box. Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik, 3/2011, Bogen 10.

 

Vorträge

  • Feminismus zwischen Selbsterfahrung und Kritik | Kritische Einführungswoche Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 16.10.2017
  • „Gedachtem von ihm verdanken wir die Geschwindigkeit, mit der wir uns über ihn hinwegsetzen“ – Feministische Wissensproduktion der Zweiten Frauenbewegung zwischen Kritik und Selbsterfahrung | Ring-Vorlesung Gender*Wissen als Dimension des Pädagogischen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1.6.2017
  • Das Kritikprogramm der feministischen Zeitschrift Die Schwarze Botin (1976-1987) | 7. Begegnung zu verknüpften Machtverhältnissen: Feminismus und Psychoanalyse Centre Marc Bloch Berlin, 14.12.2016

Mitgliedschaften

  • Fachgesellschaft Geschlechterstudien// Gender Studies Association
  • Arbeitskreis historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V.

Lehre

Wintersemester 2014/2015 | Lehrbeauftragte am Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien, Universität Klagenfurt, Seminar: Streit um Feminismus. Konzepte feministischer Kritik in Zeitschriften der Frauenbewegung der 1970er und 1980er Jahre

 Kontakt

Doktoratskolleg Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume – Relationen – Repräsentationen

Mail: Katharina.Lux[at]uibk.ac.at