Dipl.-Soz. Franziska Hille

Zur Person

 

Foto_Hille seit 10/2018 | Promotions-Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung

seit 10/2017 | Kollegiatin des Doktoratskollegs „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume – Relationen – Repräsentationen“ der Interfakultären Forschungsplattform Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck an der Universität Innsbruck

seit 10/2017 | Doktorandin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Leopold Franzens Universität Innsbruck; Betreuerin: Univ.-Prof.Dr. Lisa Pfahl

07/2014 | Diplom in Soziologie, Freie Universität Berlin Schwerpunkt Geschlechterforschung/ Gender Studies

 

Promotionsprojekt

Selbstfürsorge, ver_Rückte Zustände und Psychiatriebetroffenheit im Kontext gegenwärtiger neoliberaler gesellschaftlicher Verhältnisse

In meinem empirisch angelegten Promotionsprojekt geht es aus queer_feministischer intersektionaler Perspektive um die Frage, was Selbstfürsorge für Menschen, die aufgrund ver_Rückter Zustände psychiatriebetroffen geworden sind, im Kontext gegenwärtiger neoliberaler gesellschaftlicher Verhältnisse bedeutet. Der Begriff 'ver_Rückte Zustände' bezeichnet im Zusammenhang mit meiner Fragestellung zweierlei: zum einen wird Bezug genommen auf individuelle ver_Rückte Zustände und zwar als positive Selbstbezeichnung für ein Bündel von Erfahrungen, Wissen und auch Identifikationen. Zugleich soll die Fragestellung auch die Lesart beinhalten, die gesellschaftlichen Zustände, die dazu führen, dass Menschen überhaupt als ver_Rückt von der Norm diagnostiziert oder als ver_Rückte Subjekte konstituiert werden, ebenso als ver_Rückte, oder vielmehr ver_Rückende Zustände markieren zu können.

In meinen Vorannahmen zu meiner Forschungsarbeit bildet sich eine Ambivalenz der gesellschaftlichen Verhältnisse ab: Selbstfürsorge als Praxis des Selbst gedacht, kann einerseits für ver_Rückte Subjekte eine wichtige Rolle spielen, um unabhängig(er) vom psychiatrischen System zu werden und damit für manche Psychiatriebetroffene auch überlebensnotwendig sein. Andererseits werden im Zuge neoliberaler Verhältnisse gesellschaftliche Schieflagen und Hervorbringungen von Leid in eine – nicht zu erfüllende – Verantwortlichkeit des einzelnen Subjektes verschoben: nämlich Selbstfürsorge betreiben zu sollen. Im Sinne Foucaults, mit einem Blick auf produktive Momente von Machtverhältnissen, lässt sich hier auch davon sprechen, dass Selbstfürsorge wollen gemacht wird.

Forschungsinteressen

  • linke Gesellschaftskritiken
  • Mad Studies
  • User/Survivor Research
  • Queer_feministische intersektionale Theorien
  • Kritische Psychologie

Publikationen

Vorträge

  •  13.06.2018 in Hamburg, Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ der AG Queer Studies, Kooperationsveranstaltung mit dem ZeDiS (Zentrum für Disability Studies): „Selbstfürsorge, ver_Rückte Zustände und Psychiatriebetroffenheit im Kontext gegenwärtiger neoliberaler gesellschaftlicher Verhältnisse“.

 

  •  20.10.2018 in Berlin, Vortrag im Rahmen der Konferenz „Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung – Disability Studies im deutschsprachigen Raum“: „Self-Care and Madness. Eine gesellschaftskritische Kontextualisierung von Selbstfürsorge und ver_Rückten Zuständen“

 Mitgliedschaften

  • AG Disability Studies Deutschland

 Kontakt

Mail: Franziska.Hille[at]student.uibk.ac.at

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