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8. Auswirkung und Hilfe

 

Politikerinnen und Politiker sind von Menschen gewählt worden, damit sie Entscheidungen treffen, die für einzelne Menschen und die Gesellschaft gut sind. Sie sind verpflichtet, auf alle Menschen einer Gesellschaft zu schauen. Die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft brauchen besonderen Schutz. Zur jetzigen Zeit sind das auch Menschen, die zur Risikogruppe für eine Erkrankung an Covid-19 zählen. Das Virus SARS-CoV-2, das diese Krankheit verursacht, kann sich schnell verbreiten, wenn viele Menschen auf kleinem Raum zusammen sind. Das passiert in der Schule, auf Festen, in Läden und Einkaufszentren, aber auch in der Arbeit. Deshalb haben Politikerinnen und Politiker für eine gewisse Zeit neue Regeln für das Zusammenleben aufgestellt. Diese Regeln sollen verhindern, dass sich zu viele Menschen auf einem Raum treffen. Es muss verhindert werden, dass sich viele Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 anstecken. Vor allem aber sollen diese neuen Verhaltensweisen verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig in ein Krankenhaus oder in eine Klinik müssen. Wenn die Menschen der Gesellschaft diese Regeln nicht einhalten, hat das große Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche. 

Gesundheitssystem

Viele Menschen, die sich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert haben, zeigen entweder gar keine Symptome oder sie erleben nur einen milden Krankheitsverlauf. Trotzdem können diese Menschen das Virus an andere Menschen weitergeben. Diese Menschen zählen womöglich zur Risikogruppe. Infiziert sich ein Mensch aus einer Risikogruppe mit dem Virus SARS-CoV-2 muss er häufig von speziell ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegerinnen und Pflegern versorgt werden. Dazu braucht es genügend Menschen, die diese spezielle Ausbildung haben. Es braucht aber auch genügend Schutzmasken und Beatmungsgeräte. Normalerweise haben die Krankenhäuser genügend Geräte und auch Personal. Wenn aber plötzlich sehr viele Menschen zur gleiche Zeit einen schweren Krankheitsverlauf haben, genügen diese Ressourcen nicht mehr. Es gibt dann zum Beispiel zu wenige Betten oder zu wenige Beatmungsgeräte. Oder die Betten und Geräte sind bereits besetzt. Wenn es dann einen Notfall gibt, ist das ein Problem. Denn so können kranke Menschen womöglich nicht mehr behandelt werden. Wir müssen also sicherstellen, dass sich nicht zu viele Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infizieren und vor allem müssen wir verhindern, dass viele Menschen zur gleichen Zeit eine schwere Krankheit entwickeln.

Notfall

Wirtschaft

Unser Wirtschaftssystem funktioniert dadurch, dass Firmen und einzelne Menschen Dinge herstellen oder Dienste anbieten. Es gibt Firmen, die Dinge herstellen und ihre Produkte im Inland und Ausland verkaufen. Andere Firmen, müssen etwas aus dem Ausland oder Inland erst einmal einkaufen, damit sie selbst etwas herstellen können. Firmen oder einzelne Menschen, die Dienstleistungen anbieten, haben Kundinnen und Kunden, die etwas bei ihnen kaufen oder für die sie eine Arbeit erledigen. Wenn die Menschen nicht mehr arbeiten dürfen, damit sie das Virus SARS-CoV-2 nicht unbewusst verbreiten, können die Firmen keine Waren verkaufen oder Dienste erbringen. Zum Beispiel können keine Computer mehr produziert werden. In unserem Land gibt es Firmen, die zwar nicht selber Computer herstellen, die aber zum Beispiel Sensoren oder Kameras herstellen, die in Computer eingebaut werden. Wenn aber in einem anderen Land eine Firme ihre Computerproduktion einstellt, hat die Firma, die einen Sensor herstellt, keinen Abnehmer mehr für ihre Sensoren. Somit verdient diese Sensoren-Firma auch kein Geld mehr. Wenn eine Firma kein Geld mehr verdient, kann sie die Menschen, die für die Firma arbeiten, nicht mehr bezahlen. Die Firma selbst und die arbeitenden Menschen können keine Steuern mehr an die Gesellschaft abgeben. Sie brauchen im Gegenteil sogar finanzielle Unterstützung, wie Arbeitslosengeld. Außerdem müssen diese Menschen auch weiterhin zu ihren Ärztinnen und Ärzten, ihre Kinder müssen weiter in die Schule und die Feuerwehr muss weiterhin für ihren Schutz sorgen. Alle diese Dinge werden durch Steuern bezahlt.

Soziales Leben, Ängste und Sorgen

Viele Menschen können gerade nicht so leben, wie sie es gewohnt sind. Sie können nicht in die Schule oder in die Arbeit gehen, können ihre Hobbies nicht ausüben oder sich nicht mit den Menschen treffen, die sie sehen möchten. Deshalb sind manche Menschen verärgert oder sie sind traurig. Außerdem gibt es Menschen, die gerade große Angst haben und sich viele Sorgen machen. Manche Menschen haben Angst, dass sie selbst, Familienmitglieder oder Freunde erkranken. Andere sorgen sich um ihre Zukunft, weil sie zum Beispiel gerade nicht in die Arbeit gehen können. Manche Leute verdienen deshalb kein Geld oder weniger Geld oder sie haben Angst, dass sie in Zukunft weniger Geld verdienen. Das kann sehr belastend sein und auch für die Familienmitglieder schlimm sein.

Brauchst du Hilfe?

Angst kann Menschen auch aggressiv machen. Wenn du dich von Menschen in deiner Umgebung bedroht fühlst, kannst du dich an den Kinderschutz wenden:

  Kinderschutz Innsbruck - Telefonnummer:  0512 583757

Auch wenn du nicht in Innsbruck wohnst, hier wird dir geholfen!

Aber auch wenn du einfach nicht mehr weiter weist oder Rat brauchst, kannst du hier kostenlos anrufen:

Rat auf Draht – Telefonnummer: 147.

Niemand erfährt, wer du bist.

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