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1. Was ist eigentlich ein Virus?

 


Ein Virus ist ein winzig kleines Teilchen. Es ist so klein, dass es kein Mensch mit den bloßen Augen sehen kann. Ein Virus besteht aus verschiedenen Stoffen. Diese Stoffe können zum Beispiel Proteine (Eiweiße), Zucker und Fette sein.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Viren. Sie können unterschiedlich groß sein und verschiedene Formen haben. Viele Viren schauen aus wie eine Kugel und haben eine Hülle. Auch das Virus SARS-CoV-2 ist kugelförmig und hat eine Hülle. Beim Virus SARS-CoV-2 ist diese Hülle fetthaltig. Deshalb kann man dieses Virus gut mit Wasser und Seife zerstören.

Was sind Viren?

Viren sind keine Lebewesen

Ein Virus ist nicht lebendig. Viren sind also keine Lebewesen. Lebewesen sind Pflanzen, Bakterien, Pilze und Tiere, zu denen auch der Mensch gehört. Damit man etwas ein Lebewesen nennen kann, muss es verschiedene Dinge können.

Ein Lebewesen muss sich selbstständig vermehren können. Das heißt, es kann Nachkommen erzeugen.

Außerdem müssen bei Lebewesen Stoffwechsel stattfinden. Stoffwechsel sind notwendig, um zu überleben. Was ist ein Stoffwechsel? Das Lebewesen nimmt einen Stoff auf (z.B. Nahrungsmittel), verändert den Stoff und kann Stoffe, die es nicht mehr braucht, ausscheiden. Du kennst dieses Phänomen wahrscheinlich von unserer Verdauung. Wenn wir unsere Nahrung verdauen, laufen ganz viele verschiedene Stoffwechsel ab. Aus unserer Nahrung werden neue Stoffe gebildet und Abfallstoffe ausgeschieden. Auch Viren brauchen neue Stoffe, um weiter bestehen zu können und sich vermehren zu können.

Im Gegensatz zu Lebewesen, hat ein Virus keinen eigenen Stoffwechsel und es kann sich auch nicht selbständig vermehren. Das Virus braucht dazu ein Lebewesen (z.B. Tier, Pflanze oder Bakterium). Das Lebewesen, mit dessen Hilfe sich ein Virus vermehrt, nennt man auch Wirt. Die Zelle des Lebewesens, die von einem Virus infiziert ist, nennt man Wirtszelle. Das Virus nutzt also ein Lebewesen, um sich zu vermehren. Ist das Virus in der Wirtszelle, kann es die Stoffwechsel der Wirtszelle manipulieren. Die Wirtszelle stellt nun neue Viren her.

Wie verbreitet sich ein Virus? 

Viren können nicht laufen, fliegen oder schwimmen. Sie können sich also nicht selbständig bewegen. Damit ein Virus den Ort wechseln kann, braucht es ein Transportmittel, also etwas, das es bewegt. Viren können ganz unterschiedliche Transportmittel nützen.

Wie kommt es zu einer Infektion mit einem Virus?

Alle Lebewesen können von Viren infiziert werden. Man kann auch sagen: Ein Lebewesen wird von einem Virus angesteckt oder ein Lebewesen wird von einem Virus infiziert. Damit meint man, dass das Virus in das Lebewesen eindringt. Genauer gesagt dringt die Erbinformation des Virus in eine Zelle des Lebewesens ein. Das Lebewesen, mit dessen Hilfe sich ein Virus vermehrt, nennt man Wirt oder Wirtszelle.

Wie vermehren sich Viren?

Wie kann sich ein Virus vermehren?

Viren brauchen Lebewesen, um sich zu vermehren. Deshalb schauen wir uns zuerst einmal an, wie sich Lebewesen vermehren.

Lebewesen bestehen entweder aus nur einer Zelle (Einzeller, z.B. ein Bakterium) oder aus mehreren Zellen (Vielzeller, z.B. eine Sonnenblume oder ein Vogel). Lebewesen können sich ohne Hilfe vermehren, also Nachkommen erzeugen. Egal ob ein Lebewesen ein Einzeller oder ein Vielzeller ist, es geht immer darum, die Zellen zu vermehren. Damit eine neue Zelle entstehen kann, muss die Zelle zuerst wachsen. Dann kopiert sie alle ihre Teile, so dass alles doppelt vorhanden ist. Schlussendlich teilt sich die Zelle. So werden aus einer Zelle zwei Zellen. Auf diese Art kann ein Lebewesen auch kaputt gegangene Zellen wiederherstellen. Stell dir vor, du schneidest dir in den Finger. Dabei werden Hautzellen kaputt. Die Hautzellen können aber wiederhergestellt werden und so kann sich die Wunde schließen. 

Wie vermehrt sich nun ein Virus?

Wenn die Zelle mit einem Virus infiziert ist und sie sich dann vermehrt, dann vermehrt die Zelle das Virus automatisch mit. Wenn also ein Virus die Zelle von einem Lebewesen befällt und sich diese Zelle verdoppelt, wird auch das Virus verdoppelt. So können in kurzer Zeit sehr viele Kopien (Nachkommen) von einem Virus entstehen. Diese neuen Viren können wieder Zellen infizieren.

Aber das Virus kann sich auch noch anders vermehren. Das Virus kann nämlich die Zelle eines Lebewesens (man nennt das auch Wirtszelle) manipulieren. Das heißt, das Virus kann diese Zelle umprogrammieren. Die Wirtszelle ist gezwungen, die Stoffe für ein neues Virus herzustellen und dann diese Stoffe zu einem neuen Virus zusammenzubauen. Auch so können aus einem Virus mehrere Viren entstehen.

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