Im Jubiläumsband ORDO (Bd. 75, H. 1, De Gruyter) erschien soeben der Beitrag „Karl R. Popper: Die öffentliche Meinung im Lichte der Grundsätze des Liberalismus – Perspektiven zwischen Pessimismus und Partizipation" von Prof. Matthias C. Kettemann und Christoph Schranz.
Der Beitrag untersucht, wie öffentliche Meinung bei Popper, Habermas und Bobbio unterschiedlich theoretisch gerahmt wird – als Gefahr, als Legitimationsort oder als Kontrollinstanz – und zeigt, dass Poppers Mahnung zur institutionellen Einhegung von Macht im digitalen Zeitalter neue Aktualität gewinnt: Algorithmische Sichtbarkeit und private Plattformkontrolle stellen klassische Öffentlichkeitskonzepte vor neue normative Herausforderungen.
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