Wohnungslose im Nationalsozialismus – Eine Wanderausstellung der BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
Ausstellung mit Vortrag von Merle Stöver | 3.–16. November 2026 | Ágnes-Heller-Haus, 6020 Innsbruck
Mit der Ausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ möchte die BAG Wohnungslosenhilfe an die Verfolgung von wohnungslosen Menschen während des Nationalsozialismus erinnern und die Rolle sowie Verantwortung der damaligen Wandererfürsorge beleuchten. Die Ausstellung soll nicht nur einen Beitrag zur Aufarbeitung einer wichtigen, jedoch oft übersehenen Periode in der Geschichte der Wohnungslosenhilfe leisten, sondern auch als Plattform dienen, um das Bewusstsein in der Gesellschaft für dieses Thema zu schärfen.
Bis heute bleibt die genaue Zahl der in Konzentrationslagern internierten Bettler und Landstreicher, ab 1938 auch als „Nichtseßhafte“ bezeichnet, ungeklärt. Expert:innen schätzen, dass insgesamt etwa 70.000 Menschen aufgrund der Stigmatisierung als „asozial“ und „Berufsverbrecher“ deportiert und ermordet wurden (Konzeption und Texte: Wolfgang Ayaß, Kassel; Grafische Gestaltung: Hans-Georg Vogt, Bielefeld). (BAG Wohnungslosenhilfe e.V.)
Vortrag – Sozialdarwinistische Zustände. Tödliche Gewalt gegen wohnungslose Menschen:
18:00 Uhr: Merle Stöver (Universität Bielefeld)
Weitere Informationen zum Vortrag finden Sie hier.
Ausstellung:

Kooperationspartner:

Kontakt:
SSc Mag. Dr. Ingrid Böhler
Institut für Zeitgeschichte
Universität Innsbruck
Innrain 52d, 6020 Innsbruck
