Oliver Ott

Ein Faible fürs Tüfteln

Oliver Ott

Mitarbeiter:innenporträt von Oliver Ott

(21.09.2026)

Exoskelette stehen neben Mannequins, Laborkameras blicken von den Wänden, auf den Tischen warten Bauteile und Messgeräte. Und mittendrin tüftelt Oliver Ott. Ein Arbeitsplatz wie gemacht für jemanden, der schon als Kind wissen wollte, wie Dinge funktionieren: Autos, Züge oder Lego – Hauptsache Technik. Und dann wäre da noch Ironman. „Den fand ich als Kind immer ganz cool“, erzählt Ott. Nicht unbedingt wegen seiner Superkräfte, sondern weil hinter seinen besonderen Fähigkeiten vor allem eines steckte: Technik.

Vom Lego zum Exoskelett

Auch in seiner Arbeit steckt heute ein bisschen Ironman. Seit fünf Jahren forscht Ott an der Universität Innsbruck unter anderem an Assistenztechnologien und an der Frage, wie diese Menschen unterstützen können. „Mich fasziniert Technik total, und ich finde den Menschen sehr spannend.“ Eine Kombination, die es in sich hat. „Diese Komplexität des Menschen begeistert mich jeden Tag aufs Neue.“

Dabei kommt ihm zugute, dass sein eigener Werdegang beide Seiten verbindet. In Vorarlberg aufgewachsen, studierte Ott Maschinenbau an der Technischen Universität München und spezialisierte sich im Master unter anderem auf Medizintechnik. Das Thema Exoskelette führte ihn schließlich nach Innsbruck – dort machte er seinen Doktor und blieb.

Nicht für die Schublade

Dass er hier aber auch einmal mit Begeisterung lehren würde, war allerdings weniger absehbar. Ott hat sich langsam hineingefunden – seit 2021 aber mit wachsender Überzeugung. Nur langweilig sollte es nicht werden. „Ich habe mich immer gefragt: Würde ich meine eigene Lehrveranstaltung besuchen?“ Praxisbezug spielt dabei eine große Rolle. So entstand die mehrfach ausgezeichnete Initiative INNklusion: Menschen mit Behinderung aus Tirol bringen Herausforderungen aus ihrem Alltag ein, die Studierenden suchen nach Lösungen und fertigen diese etwa mit dem 3D-Drucker. Statt einer Aufgabe für die Schublade entsteht dadurch etwas, das tatsächlich weiterhilft. „Das finde ich ausgesprochen spannend“, sagt Ott.

Das gemeinsame Tüfteln und Ausprobieren passt zu einer Haltung, die Ott auch sonst antreibt: Nicht jede Idee muss von Anfang an funktionieren. „Egal, wie verrückt eine Idee zunächst klingt, ausprobieren kann man sie immer.“ Wichtig ist ihm dabei der Austausch „auf Augenhöhe“. Und ein Mix aus Geduld, Neugier und Hartnäckigkeit.

Raus ins Grüne

So gerne Ott auch knobelt, irgendwann braucht der Kopf eine Pause. Dann zieht es ihn hinaus – möglichst dorthin, wo es ruhig ist. „Mit der Kamera irgendwo in der Natur, egal ob Wald, Wiese, Berg oder Meer“, beschreibt er seinen idealen Ausgleich zum dichten Arbeitsalltag. Noch besser, wenn ihm dabei Tiere begegnen.

Auch Bewegung gehört dazu: Ob Wandern, Trailrunning oder Mountainbiken ist dabei zweitrangig. „Im Endeffekt ist es die Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen.“ Seine Zeit in Innsbruck habe das, sagt Ott, noch einmal verstärkt.

Autorin: Michaela Ehammer

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Steckbrief

Mitarbeiter:innenporträt Oliver Ott

Name

Oliver Ott

Funktion

Postdoc, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Fertigungstechnik

An der Uni seit

Juni 2021

Wohnort

Innsbruck

Herkunft

Feldkirch

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