Lore Hayek wird für ihre herausragende Lehre ausgezeichnet.

Lore Hayek wird für ihre herausragende Lehre ausgezeichnet.

Lore Hayek gewinnt Aner­ken­nungs­preis für exzel­lente Lehre

Am 08. September 2026 wurde der Ars-Docendi-Staats­preis für heraus­ra­gende Lehrende vom Bundes­mi­nis­te­rium für Frauen, Wissen­schaft und Forschung verlie­hen. 2026 gab es so viele Einrei­chungen wie noch nie: 462 Lehrende aus 57 Hoch­schulen haben 202 Projekte einge­reicht. 15 davon wurden ausge­zeich­net. Darunter auch das Seminar „Politische Kommunikation“: Politik-TikTok-Atlas Öster­reich in der Kate­gorie Forschungs­be­zo­gene bzw. Kunst­ge­lei­tete Lehre. 

Im Masterseminar hat Lore Hayek vom Institut für Politikwissenschaft gemeinsam mit ihren Studierenden den Österreichischen Politik-TikTok-Atlas ins Leben gerufen. Das kollaborative Forschungsprojekt ermöglichte den Masterstudierenden den gesamten Forschungszyklus zu durchlaufen, Verständnis für akademisches Projektmanagement zu entwickeln, praktische Erfahrung in Datensatzerstellung zu sammeln und darüber hinaus Wissenschaftskommunikation an eine breite Öffentlichkeit zu erlernen.

Zu Beginn erläuterten zwei Nationalratsabgeordnete (Steiner/FPÖ, Maurer/Grüne) ihre TikTok-Strategien. Daraus formulierten die Studierenden Hypothesen, entwickelten ein Codebook und erhoben anschließend Daten von 845 politischen Akteur:innen (davon 301 TikTok-Accounts) aus Österreich. Die Forschung ergab überraschende Erkenntnisse: EU-Abgeordnete nutzen TikTok häufiger als Nationalratsabgeordnete, Grüne sind prozentual am stärksten vertreten, jüngere Politiker:innen sind signifikant aktiver, aber es besteht kein Gender-Unterschied.

Neben einer selbst eingerichteten Webseite (Tiktokatlasoesterreich.org) mit interaktiven Visualisierungen, wurde das Projekt auch in einem ORF Tirol Beitrag vorgestellt. Außerdem wurde der Datensatz zum Projekt im Austrian Social Science Data Archive (AUSSDA) publiziert, sodass eine nachhaltige Weiterverwendung der Daten und Dokumentationsmaterialen möglich ist.

Weitere Informationen finden Sie online auf der Webseite zum Ars-Docendi-Staatspreis.

(Julia Schwab)

  • Nach oben scrollen